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«Schütze Wasser, Boden und Gesundheit»

Eine breite Trägerschaft lanciert unter Mitwirkung der Bevölkerung eine landesweite 2xJa-Kampagne zu den Initiativen für sauberes Trinkwasser und für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Die Initiativen zeigen mögliche Wege auf, wie den grossen Herausforderungen der heutigen Landwirtschaft begegnet werden kann. Sie bieten die nötigen Übergangsfristen und die Planungssicherheit, um eine soziale und naturnahe Schweizer Landwirtschaft zu gestalten, von der alle profitieren, nicht nur das Agrobusiness.

Am 13. Juni 2021 hat die Schweizer Stimmbevölkerung die Chance, die Weichen zu stellen: In Richtung eines zukunftsfähigen, ökologischen Wandels, intakter Natur und gesunder Lebensmittel – oder aber in Richtung weiterer Verschmutzung unserer Gewässer und unserer Böden. Die Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide und die Trinkwasserinitiative haben gemeinsame Ziele mit unterschiedlicher Herangehensweise: die Umwelt zu schonen, die Insekten- und Artenvielfalt allgemein zu fördern und die Produktion von gesunden Lebensmitteln heute und in Zukunft sicherzustellen. Beide Initiativen wollen eine Landwirtschaft für Bäuerinnen und Bauern, für die Umwelt, für die Biodiversität und für Konsumierende. Dies meldeten Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Aqua Viva, BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura, WWF Schweiz und SFV-FSP Schweizerischer Fischerei-Verband in der Medienmitteilung vom 24. März 2021.

Stopp der Belastung mit Pestiziden, übermässigem Antibiotikaeinsatz und Überdüngung

Das Parlament hat die Reform der Schweizer Agrarpolitik sistiert und damit die Entwicklung einer ökologischeren und gesünderen Landwirtschaft auf Jahre hinaus blockiert. Die beiden Initiativen sind ein nötiger Schritt vorwärts. Mit einem zweifachen Ja würde die Umwelt kaum mehr mit giftigen Pestiziden belastet, der übermässige Einsatz von Antibiotika gestoppt und die Überdüngung gebremst.

Die beiden Initiativen bieten die Möglichkeit, Wissenschaft, Forschung und Praxis während den Umstellungszeiten von 8 und 10 Jahren an die bevorstehenden Veränderungen anzupassen. Ob mit oder ohne Initiativen: Die intensive Landwirtschaft steht unter Zugzwang. Die Folgen von Insektensterben, Wasserverschmutzung, Verlust der Bodenfruchtbarkeit und der fortschreitende Verlust von naturnahen Lebensräumen verursachen enorme Kosten, die Anpassungen bedingen. Weiter wie bisher mit der Agrarpolitik ist für unsere Gesellschaft keine Option.

Planungssicherheit schaffen

Das Verständnis der Bevölkerung gegenüber dem Einsatz von Pestiziden und deren Rückständen in Trinkwasser und Lebensmitteln sinkt. Auch Konzerne wie Syngenta rechnen damit, dass in zehn Jahren massiv weniger Pestizide verwendet werden als heute. Die Initiativen schaffen Planungssicherheit und ermöglichen mit den jeweils langen Übergangsfristen (8-10 Jahre) einen sozialverträglichen Wandel, der alle mitnimmt und genügend Zeit lässt, sich an die neuen Umstände anzupassen. Deshalb lancierte ein breites Komitee die 2xJa-Kampagne zu den Initiativen für sauberes Trinkwasser und für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide. Träger der 2xJa-Kampagne sind Pro Natura, Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz, Greenpeace, WWF Schweiz, Aqua Viva, BirdLife Schweiz und der Schweizerische Fischerei-Verband.

1 Kommentar

  1. Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sollen mit ihrem Einkaufsverhalten Farbe bekennen, welche Landwirtschaft sie möchten und nicht der Staat soll dies (noch mehr) regulieren.

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