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Immer stiller und eintöniger: Insekten in der Schweiz

Die Situation der Insekten in der Schweiz sei besorgniserregend, schreiben Forschende im ersten umfassenden Zustandsbericht «Insektenvielfalt in der Schweiz». Sie haben die verfügbaren Daten der Roten Listen, von Monitoringprogrammen und Studien analysiert. Demnach gingen Vielfalt und Grösse der Insektenbestände vor allem im Mittelland stark zurück, mittlerweile aber auch im Jura und in den Alpen.

Aufforstung könnte in Europa Dürren mindern

Klimaforschende der ETH Zürich haben erstmals mit Beobachtungsdaten für Europa nachgewiesen, dass Wälder Niederschläge begünstigen. Ihre Analysen zeigen zudem: Würden die verfügbaren Landwirtschaftsflächen aufgeforstet, könnte die Niederschlagsmenge in Europa um mehr als sieben Prozent zunehmen.

Mehr Ertrag in Mischkulturen

Mischkulturen sind ertragreicher als Monokulturen, da Ökosysteme ihre Funktionen besser erfüllen können, wenn die biologische Vielfalt gross ist. Zu solchen Funktionen gehören die Regulierung des Wasserhaushalts, der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit oder eine höhere Pflanzenproduktivität. Das trifft auch für Agrar-​Ökosysteme zu. Das zeigt eine ETH-​Forschungsgruppe um Christian Schöb auf.

Klima und Biodiversität gemeinsam schützen

Die Biodiversitäts- und die Klimakrise hängen zusammen und verstärken sich gegenseitig. Umso wichtiger ist es, die beiden Krisen integral anzugehen. Viele Massnahmen wie Schutz und Renaturierung von Ökosystemen wirken gegen beide Krisen. Wo potenziell Zielkonflikte bestehen, müssen Massnahmen besonders umsichtig umgesetzt werden.

Extreme Wetterereignisse werden noch häufiger und heftiger

Mit extremen Wetterereignissen wie jüngst in der Schweiz und Deutschland oder gegenwärtig in Südeuropa ist in Zukunft vermehrt zu rechnen. Solche Extremereignisse werden weiterhin häufiger und heftiger. Dies sagt der sechste Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC. Die Sicherheit vieler Aussagen ist dank mehr Daten, besserem Verständnis der physikalischen Prozesse und verbesserter Modelle gegenüber dem letzten Bericht von 2013 deutlich gestiegen.

Vertraue nur dem, den du kennst?

Rabenvögel benutzen soziale Information, um sich vor Täuschung durch Artgenossen zu schützen: Sie reagieren ausschliesslich auf die Warnrufe von Individuen aus der eigenen Gruppe und ignorieren die Warnrufe anderer Artgenossen. Ähnliche Mechanismen könnten bei der Diversifizierung menschlicher Sprachen und insbesondere der Dialektbildung eine Rolle spielen.

Der Schutz der Natur bringt mehr wirtschaftlichen Nutzen als ihre Ausbeutung

Viele natürliche und naturnahe Lebensräume in der Schweiz sind heute verschwunden oder stehen kurz davor. Auch wenn sich zahlreiche Gesetzesartikel und sogar die Bundesverfassung...

Energiewende: Grosse Stromversorger im Hintertreffen

Die Analyse der Klima- und Umweltbelastung aus der Stromproduktion der vier grössten Stromversorger der Schweiz zeigt: Der Strommix von Axpo, Alpiq, BKW und Repower ist deutlich klima- und umweltschädlicher als der Schweizer Produktionsmix. Dabei lägen die Vorteile der erneuerbaren Alternativen auf der Hand – auch dank immer besserer Ökobilanz.

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