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Surselva: Fehlender Herdenschutz gefährdet alle Schafe und Ziegen

In der Schweiz bilden sich weitere Wolfsrudel. Besonders ist die Situation in der Surselva, in der mittlerweile von einer flächendeckenden Rudelpräsenz auszugehen ist. Der Herdenschutz ist dort wichtiger denn je. Trotz vieler positiver Beispiele mit gut geschützten Nutztieren, weiden dort aktuell noch immer auch ungeschützte Schafe und Ziegen. Weil Wölfe so lernen, Nutztiere zu erbeuten, wird sich das auf lange Zeit negativ auf die Kleinviehhaltung auswirken. Landwirte, die heute schon vorbildlich Herdenschutz betreiben, sind damit die Leidtragenden, wenn sich andere dem Herdenschutz verweigern.

Den Vögeln zuliebe – Sträucher jetzt nicht schneiden

Zahlreiche Gemeinden rufen jetzt dazu auf, Hecken und Sträucher entlang von Strassen und Trottoirs in den nächsten Wochen zurückzuschneiden. In vielen Büschen und Bäumen brüten jedoch Vögel. Ein Heckenschnitt oder gar eine Rodung in dieser Zeit wegen Bauprojekten hat daher oft tödliche Folgen für die Jungvögel.

Weltbienentag zu Ehren von unermüdlichen Bestäuberinnen

Ende 2017 hat die UNO auf Initiative von Slowenien den 20. Mai zum Weltbienentag ausgerufen. Die Bienen erfreuen sich offenbar nicht nur in der Schweiz eines grossen Interesses. Während vor wenigen Jahren vorab die Honigbienen im Fokus standen, verschiebt sich das Interesse zunehmend auch auf die Wildbienen. Die Hunderte von Wildbienenarten leiden noch viel mehr unter dem Verarmen der Natur.

Corona begünstigt Jagd auf Turteltauben in Malta

Als einziges EU-Land setzt Malta jedes Jahr Ausnahmeregelungen für eine Jagd auf Zugvögel im Frühjahr durch. Die Hobbyjäger der Mittelmeerinsel haben es dabei besonders auf die Turteltaube abgesehen, Deutschlands Vogel des Jahres 2020. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen es legalen und illegalen Jägern jetzt noch leichter, die Tiere zu schießen.

Wegweisender Entscheid für den Flussuferläufer im Kanton Graubünden

Das Bundesgericht spricht sich gegen die Erschliessung des Ruinaulta-Abschnitts zwischen Isla Bella und Trin mit einem Wanderweg aus. Nun bleibt dieses letzte ruhige Gebiet der Ruinaulta mit seinen hohen Naturwerten vor Störungen durch den Menschen bewahrt.

Stunde der Gartenvögel mit neuem Rekord

Tausende haben in den letzten fünf Tagen im ganzen Land während einer Stunde die Vögel im Garten oder in der Siedlung gezählt. Viele Schulklassen machten bei der diesjährigen «Stunde der Gartenvögel» von BirdLife Schweiz mit, aber auch Hanspeter Latour, Steff la Cheffe und Bubi Rufener von der Band Bubi eifach. Sie entpuppten sich als versierte Vogelkenner. Sogar zehn Parlamentsmitglieder beteiligten sich in der Mittagspause der Ausserordentlichen Session. Total gingen bei BirdLife Schweiz bis am Sonntag Nachmittag 140’850 Vogel-Meldungen aus 4300 Gärten ein, ein neuer Rekord!

Dramatischer Schwund an Insekten-Futterpflanzen im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich hat die Diversität der Futterpflanzen für Insekten in den vergangenen rund 100 Jahren dramatisch abgenommen. Damit fehlt Bienen, Fliegen und Schmetterlingen zunehmend die Nahrungsgrundlage. Dies zeigt ein Forscherteam der Universitäten Zürich und Bonn sowie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL. Mit kleinen regionalen Einschränkungen treffen die Ergebnisse auf ganz Mitteleuropa zu.

Grosses Blaumeisensterben in Deutschland

Seit Anfang März werden in Deutschland auffallend viele Blaumeisen beobachtet, die krank wirken und kurz darauf sterben. Jetzt ist der Erreger des Meisensterbens identifiziert: Es ist ein Bakterium namens Suttonella ornithocola, das bei den Vögeln eine Lungenentzündung verursacht.

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