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Umweltorganisationen sagen JA zum Stromgesetz

Am 9. Juni 2024 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über das Stromgesetz, den sogenannten Mantelerlass ab. Sämtliche Umweltorganisationen von Aqua Viva über Pro Natura bis WWF empfehlen, ein JA in die Urne zu legen.

Am 29. September hat das eidgenössische Parlament das Stromgesetz angenommen. Das Gesetz wurde im Ständerat einstimmig und im Nationalrat mit der Unterstützung aller Parteien beschlossen. Eine Gruppe kleiner Organisationen mit jeweils starken Partikularinteressen hat im Januar das Referendum dagegen ergriffen.

Das Stromgesetz ist ein umweltpolitischer Meilenstein. Ein JA bringt endlich genügend saubere Energie im Einklang mit Klima und Natur. Deshalb stehen sämtliche Schweizer Umweltorganisationen hinter dem Stromgesetz. Folgende Umweltorganisationen oder Organisationen mit einem Umweltfokus empfehlen ein JA in die Urne zu legen: Aqua Viva, BirdLife Schweiz, Greenpeace, Klima-Allianz, Klimastreik, Pro Natura, Protect Our Winters, Schweizerische Energie-Stiftung, Stiftung Landschaftsschutz, VCS, Verein Klimaschutz, WWF Schweiz.

Vorteile der Vorlage überwiegen

Die wichtigsten Argumente des Umweltlagers sind:

  • Mehr Tempo bei der Energiewende: Das Stromgesetz ermöglicht den raschen Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere der Solarenergie. Über 80 Prozent davon entstehen auf Gebäuden und bestehender Infrastruktur, der Rest wir mit dem neuen Gesetz auf wenig empfindliche Gebiete und Standorte gelenkt.
  • Unabhängigkeit vom Ausland: Unsere erneuerbaren Energien ermöglichen den Ausstieg aus Öl, Benzin und Gas. Auch der wachsende Strombedarf für Elektroautos, Wärmepumpen und Industrie kann künftig mit sauberer, einheimischer Energie abgedeckt werden.
  • Strom im Einklang mit der Natur: Das Stromgesetz klärt, wo der Ausbau der erneuerbaren Energien Priorität haben soll. Im Gegenzug werden ökologisch und landschaftlich wertvolle Gebiete für den Ausbau uninteressant.
  • Günstige, stabile Energiepreise: Die Energiekosten werden insgesamt sinken, weil Öl und Benzin durch günstigen erneuerbaren Strom ersetzt werden. Einheimischer Strom senkt überdies das Risiko für Preisschocks. Es werden keine neuen Abgaben eingeführt.
  • Weniger Energieverschwendung: Griffige Massnahmen im Gesetz verringern die unnötige Verschwendung von Strom und sorgen für eine effizientere Nutzung.

Weitere Informationen zum Stromgesetz: stromgesetz.ch 

4 Kommentare

  1. Die Entscheidung der Umweltorganisationen dieses Enrgiegesetz zu unterstützen ist schwer verständlich. Glaubt man wirklich, dass Solaranlagen nur an unbedenklichen Standorten entstehen werden? Man reise von Lindau nach München und sehe sich die Landschaft dort an… Ausstieg aus Öl, Gas etc. – wisst Ihr wirklich was das bedeutet?? Verzicht, Verzicht, Sparen, Sparen und nochmal sparen. Aber ok, das wäre sicher ein nettes Ziel. Landschaftlich wertvolle Gebiete werden zur Energieproduktion uninteressant? Wo werden Windenergieanlagen geplant ? Auf dem Hardturm, Letzigrund oder Sechseläutenplatz? Eher nicht, oder? Lieber doch auf irgendeiner Jurakrete. Sinkende Kosten? OK, träumen ist erlaubt, das Erwachen dann jeweils umso brutaler. Der letzte Punkt «weniger Energeverschwendung» ist tatsächlich ein sinnvoller. Ob das aber realistisch ist in unserer Verbraucher-Gessellschaft?
    NEIN, ich kann dem neuen Gesetz wirklich nicht viel Positives abgewinnen. Ein sinnvolles Energiegesetz sähe deutlich anders aus!

    • Ich bin ganz Ihrer Ansicht. Diese Windräder beeinträchtigen die Landschaft und sind der Vogelwelt sicher nicht förderlich. Es verdienen sich etwelche Unternehmen eine goldene Nase. Zudem: Als Seniorin habe ich nicht mehr die nötigen Mittel zur Umrüstung auf Solarenergie und den Kauf eines E-Autos. Da bin ich sicherlich auch nicht allein.

  2. Nur ein Nein könnte verhindern, dass die Natur massiv belastet würde durch den sturen und überstürzten Ausbau gegen alle Vernunft. Mich erstaunt darum die Haltung der Ja-Propagierer sehr.
    Haben die Befürworter den Gesetzesentwurf wirklich gelesen und verstanden ?
    Wohl eher nicht. Wieder einmal ein Fall, wo Ideologie die Sachlage korrumpiert.
    Schade – die Kosten (finanziell wie Naturverlust) werden wir alle bezahlen müssen

  3. Wer das Stromgesetz bekämpft hat die Tragweite des Klimawandels nicht begriffen oder ist zu bequem etwas ändern zu wollen. Klar können wir nein sagen dazu, aber eine Lösung, wie wir denn genügend Strom ohne CO2 produzieren wollen wird nicht mitgeliefert. Hauptsache mal dagegen sein.

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