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Neue Studie zeigt: Schützt die Schweiz heute das Klima, spart sie morgen eine Milliarde

Mit Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen leistet die Schweiz nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Damit lassen sich auch erhebliche Kosteneinsparungen in der Wirtschaft erzielen.

Fast eine Milliarde Einsparungen

Eine neue Studie der ZHAW, welche die AEE Suisse und der WWF Schweiz begleitet haben, zeigt: Setzt die Schweiz eine aktive Klimapolitik um, kann sie eine Menge Geld einsparen. Dafür muss sie nur erneuerbare Energien und effiziente Technologien dort anwenden, wo ein Ersatz ohnehin nötig ist, so berichtet WWF Schweiz in einer Medienmitteilung. Zum Beispiel beim Ersatz alter Öl- und Gasheizung zu 90 Prozent mit Wärmepumpen, beim stark beschleunigten Ausbau der Photovoltaikanlagen oder beim Umstieg auf Elektroautos, wenn ohnehin ein neues Fahrzeug gekauft wird. Genau solche Massnahmen hat die Studie unter die Lupe genommen, und deren Kosten für die Schweizer Wirtschaft berechnet. Das Fazit: Entgegen der allgemeinen Auffassung würde bei der Umsetzung dieser technischen Massnahmen insgesamt keine Mehrkosten entstehen. Im Gegenteil. Fast eine Milliarde Franken Einsparungen für die Schweizer Volkswirtschaft sind zu erwarten. Grund dafür sind die tieferen Betriebs- und Unterhaltskosten der Technologien. Somit wird die zusätzliche Investition amortisiert.

Im Verkehr- und Gebäudebereich kann viel eingespart werden

Die grössten Einsparungen fallen in den Sektoren Verkehr und Gebäudeheizungen an. Beschleunigt die Schweiz zum Beispiel den Umstieg auf Elektroautos und -lastwagen und den Ersatz der Öl- und Gasheizungen mit Wärmepumpen, würde sie allein im Jahr 2030 Kosten in Höhe von 1’650 Millionen Franken sparen. Auch der Ersatz von Kohle bei der Zementproduktion und der Zubau von Photovoltaikanlagen bringen volkswirtschaftliche Kosteneinsparungen. Insgesamt führt die Umsetzung aller untersuchten Massnahmen zu Netto-Kosteneinsparungen von 980 Millionen Franken allein im Jahr 2030 – das ist fast eine Milliarde. Ganz zu schweigen von den Einsparungen bei den Klimafolgekosten, die in dieser Studie nicht berücksichtigt sind.

Das Klima dankt

Für das Klima ist dies ohnehin prima. Denn diese einfachen Massnahmen führen selbstverständlich auch zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in der Schweiz. Die Studie zeigt: Setzt die Schweiz all die im Bericht untersuchten technischen Massnahmen um, könnte sie ihre Emissionen bis 2030 zusätzlich um 13,6 Millionen Tonnen Treibhausgase drosseln. Zudem wurde untersucht, wie viel Treibhausgase sich mit Verhaltensänderungen reduzieren lässt. Beispielsweise eine kleinere beheizte Wohnfläche pro Person oder eine tiefere Raumtemperatur im Winter. So könnte die Schweiz den Ausstoss von zusätzlich 5,3 Millionen Tonnen Treibhausgase vermeiden.

Der nächste Schritt heisst: Ja zum CO2-Gesetz

Je schneller die Schweiz diese Klimaschutzmassnahmen umsetzt, desto grösser die Kosteneinsparung und die Treibhausgasreduktion. Schiebt die Schweiz das Thema Klimaschutz wieder auf die lange Bank, sinkt das Reduktionspotential entsprechend. Es empfehlt sich deshalb, diese Klimaschutzmassnahmen so rasch wie möglich umzusetzen. Mit einem Ja zum neuen CO2-Gesetz macht die Schweiz einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung – für die Wirtschaft, und für das Klima.

1 Kommentar

  1. Und was ist mit der ganzen grauen Energie, die in all den tollen Errungenschaften steckt?
    Im Moment ist es wohl eher eine Verlagerung von Problemen. Die ganzen seltenen Erden, die für Batterien und Photovoltaik gebraucht werden, die auf der ganzen Welt abgebaut werden zu übelsten Bedingungen für Mensch und Natur und extrem viel Erdöl bei der Gewinnung und dann zum Transport um die halbe Welt benötigen. Da wird meiner Ansicht nach mehr Schaden angerichtet als dem Planeten geholfen.

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