2018 war kein gutes Jahr für die Tiere: Einige Arten breiten ihre Lebensräume zwar aufgrund der Klimaerwärmung aus, wie beispielsweise der Bienenfresser. Doch andere, wie der Ostsee-Hering oder die Schneeeule, haben mit globaler Erderwärmung und schwindenden Lebensräumen zu kämpfen.
Die Niederlande stimmen einer teilweisen Öffnung der Haringvlietschleuse zu und ermöglichen dem Lachs so, rheinaufwärts in sein Heimatgewässer zu gelangen und sich dort zu vermehren. Nun sind Deutschland und Frankreich am Zug, die für die Wanderfische dringend benötigte Fischpässe zu realisieren.
Es ist bewiesen: In Graubünden hat sich ein zweites Wolfsrudel gebildet. Dies zeigen genetische Analysen von drei tot aufgefundenen Jungwölfen. Die Untersuchungen bestätigen, dass diese drei Wölfe nicht zum Calanda-Rudel gehören.
Die Anzahl Dachse hat sich in der Schweiz in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Das führt dazu, dass immer mehr Dachse auch in die Städte vordringen und zwar nicht nur in die Randgebiete, sondern auch in den Stadtkern. Gibt es nun bald auch der Stadtdachs?
Eine neue, invasive Ameisenart, Tapinoma magnum, ist in die Schweiz vorgedrungen. Besonders in besiedelten Gebieten fühlt sich die Ameise wohl. Dort stösst sie allerdings immer wieder auf die Menschen: Ein Konfliktpotential.
In diesem Jahr tauchten im Wallis vier neue Wölfe auf. Zusammen mit den fünf altbekannten Tieren waren insgesamt neun Wölfe unterwegs. Nachwuchs konnte aber keiner festgestellt werden. Der Kanton Wallis zieht Bilanz.
Das «Kuratorium Insekt des Jahres», mit Fachleuten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, hat die Rostrote Mauerbiene zum Insekt des Jahres 2019 gewählt. Es will damit auf die Bedeutung von bestäubenden Insekten, sowie den dringend notwendigen Schutz von Wildbienen aufmerksam machen.
Diese Woche wurde bei Corcelettes am Neuenburgersee eine sensationelle Erstentdeckung gemacht: Zum ersten Mal überhaupt konnte in der Schweiz ein Schachwürger beobachtet werden. Zahlreiche Ornithologen wurden Zeugen von dem aussergewöhnlichen Besuch des Vogels und waren hell begeistert.