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Warum es ein «Ja» zum Energiegesetz braucht

Am 28. November gelangt im Kanton Zürich das revidierte Energiegesetz (EnerG) zur Abstimmung. Eine breite Allianz unterstützt das Gesetz, denn es sorgt gleichzeitig für effektiven Klimaschutz im Gebäudebereich und für neue Chancen in der Branche.

Der Kantonsrat Zürich hat Anfang April 2021 das neue Energiegesetz mit grosser Mehrheit angenommen. Die Fraktionen der FDP, Mitte, GLP, EVP, SP, Grüne und AL haben sich für das neue Energiegesetz ausgesprochen. Die SVP hat das neue Gesetz abgelehnt. Der Hauseigentümerverband Zürich hat nach der Annahme durch den Kantonsrat das Referendum ergriffen. Eine breite Allianz von Parteien, Wirtschaftsverbänden und Organisationen setzen sich entschlossen für die dringend notwendigen Neuerungen ein und sagen JA zum neuen Zürcher Energiegesetz. Wir haben im Artikel Ja zum Energiegesetz bereits darüber berichtet.

Das Nein zum CO2-Gesetz hat auf nationaler Ebene viele Türen verschlossen. Auf kantonaler Ebene darf nun nicht dasselbe passieren. Wenn auch das Energiegesetz im einwohnerreichsten Kanton der Schweiz (18% der Bevölkerung leben hier) abgelehnt wird, wird sich kein Kanton und keine Institution mehr trauen, Klimaschutz oder energetische Gebäudesanierungen voranzutreiben. Die Zürcher Abstimmung hat daher auch eine nationale Bedeutung.

Die VorlageGegenstand des neuen Gesetzes sind vor allem die Vorschriften zum Energieverbrauch in Gebäuden. Unter anderem:

  • Neubauten sollen möglichst energieeffizient und mit CO2-neutraler Wärme und Kälteerzeugung gebaut werden und einen Teil des von ihnen benötigten Stroms selbst produzieren (Photovoltaik).
  • In bestehenden Bauten sollen Öl- und Gasheizungen in Zukunft durch klimaneutrale Heizungen (z.B. Wärmepumpen) ersetzt werden, sofern dies technisch machbar ist und die Lebenszykluskosten um höchstens 5% erhöht sind. Dies erfordert zwar meist eine höhere Anfangsinvestition, die sich aber wegen geringerer Unterhalts- und Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer der Heizung auszahlt.
  • Bestehende ortsfeste elektrische Widerstandheizungen und zentrale Wassererwärmer sind bis 2030 durch Anlagen zu ersetzen, die den Anforderungen dieses Gesetzes entsprechen.
  • Förderbeiträge aus einem neuen Rahmenkredit unterstützen seit Juli 2020 Energieeffizienz- und Klimaschutzmassnahmen – z.B. den Ersatz von Öl- und Gasheizungen durch klimaneutrale Wärmepumpen.

Ja zum Klimaschutz heisst Ja zum Zürcher Energiegesetz! 

Waldbrände in Südeuropa, Überschwemmungen und entwurzelte Bäume mitten in der Stadt Zürich. Die Wetter-Extreme in diesem Sommer zeigen: Die Klimakrise ist da, und wir müssen jetzt handeln, um Schlimmeres zu verhindern. Am 28. November stimmen Zürcherinnen und Zürcher über das Energiegesetz ab – die wirksamste kantonale Massnahme, die es in der Schweiz bis jetzt gibt. 

Das neue Energiegesetz setzt dort an, wo der Kanton Zürich den grössten Hebel hat: im Gebäudebereich. Das Heizen mit Öl und Gas macht 40 Prozent der CO2-Emissionen des Kantons aus. Damit soll nun Schluss sein. 120’000 klimaschädliche Heizungen sollen am Ende ihrer Lebensdauer durch klimafreundliche Wärmesysteme ersetzt werden. So wird der CO2-Ausstoss massiv reduziert. 

Die Technologie für sauberes Heizen ist vorhanden und hat sich seit Jahrzehnten bewährt. Beide, Klima und Portemonnaie, werden entlastet. In der Anschaffung sind klimafreundliche Heizsysteme anfangs zwar meist teurer, rechnen sich aber im Betrieb dank tieferen Kosten für Unterhalt und Energie. Kurzum: Die höheren Investitionen werden über den Lebenszyklus durch tiefere Betriebskosten mehr als amortisiert. Mieter und Mieterinnen zahlen niedrigere Nebenkosten. Mit modernen und klimafreundlichen Wärmesystemen heizen Zürcherinnen und Zürcher langfristig bis zu 30 Prozent günstiger als mit Öl und Gas. Zudem profitiert das regionale Gewerbe, da durch den Einbau von nachhaltigen Heizsystemen Arbeitsplätze für die lokale Wirtschaft entstehen. 

Der Kantonsrat hat das neue Energiegesetz des Kantons Zürich mit grosser Mehrheit angenommen. Nun hat der Hauseigentümerverband das Referendum dagegen ergriffen, unterstützt von der SVP und der Erdöllobby. Eine breite Allianz von Parteien, Wirtschaftsverbänden und Organisationen setzen sich entschlossen für die dringend notwendigen Neuerungen ein. Das Zürcher Energiegesetz leistet mit einfachen, wirtschaftlichen und fairen Massnahmen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Darum JA zum Klima und JA zum Zürcher Energiegesetz am 28. November!


Weitere Informationen finden Sie hier.

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