Start News Aktion Todesfalle Rebnetze: Neues Meldetool online

Todesfalle Rebnetze: Neues Meldetool online

Die reifenden Trauben werden oft mit Rebnetzen gegen Vogelfrass geschützt. Sind Rebnetze jedoch nicht korrekt montiert, sind diese ein grosses Risiko für Vögel und andere Tiere. Nun wurde ein neues Meldetool geschaffen, mit dem nicht korrekt gespannte Netze oder darin gefangene Vögel gemeldet werden können.

Wer Reben mit Netzen vor Vogelfrass schützen möchte, muss dafür sorgen, dass Wildtiere nicht zu Schaden kommen können. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass sich Vögel und Kleintiere in schlecht montierten Rebnetzen verfangen. Nicht ausreichend gespannte Netze, lose auf dem Boden liegende Netze und nach der Weinlese nicht unmittelbar entfernte Rebnetze können für Vögel und andere Tiere zum Verhängnis werden.

Wer Reben mit Netzen vor Vogelfrass schützen möchte, muss dafür sorgen, dass Wildtiere nicht zu Schaden kommen können. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass sich Vögel und Kleintiere in schlecht montierten Rebnetzen verfangen. Nicht ausreichend gespannte Netze, lose auf dem Boden liegende Netze und nach der Weinlese nicht unmittelbar entfernte Rebnetze können für Vögel und andere Tiere zum Verhängnis werden.

Die Arbeitsgruppe Rebnetze, wo unter anderem BirdLife Schweiz, Pro Igel, das FiBL, agridea und der Branchenverband Vitiswiss vertreten sind, hat jetzt ein neues online-Meldeformular geschaffen. Damit soll weiteres Leid verhindert werden, wie die Organisationen in einer Medienmitteilung schreiben. Darin können die Koordinaten des Fundorts und die festgestellten Sachverhalte angegeben, sowie maximal drei Beleg-Fotos angehängt werden. In der Folge nehmen die regionalen Branchenvertreter Kontakt auf mit den betroffenen Rebbauern und fordern diese auf, nicht fachgerecht montierte Rebnetze sofort in Ordnung zu bringen, bzw. Rebnetze nach der Ernte unverzüglich zu entfernen. Unterlassungen und Verfehlungen in diesem Zusammenhang können zur Anzeige gebracht werden und für die betroffenen Rebbetriebe zu Sanktionen führen.

Die allgemeine Sorgfaltspflicht verlangt von den Anwenderinnen und Anwendern von Rebnetzen eine regelmässige Kontrolle der Rebnetze, die unmittelbare Behebung allfälliger Mängel sowie die sofortige Befreiung verfangener Tiere. Wenn sich Tiere in Rebnetzen verheddern, sind diese unmittelbar und möglichst sachte aus dem Netz zu befreien. Wenn dies nicht innert wenigen Minuten gelingt, müssen die Tiere sorgfältig aus dem Netz geschnitten und von den Fäden befreit werden. Nur, wenn dies nicht gelingt und/oder, wenn Tiere verletzt sind, müssen diese sofort in die Obhut einer Pflegestation gebracht werden. Bei grösseren oder wehrhaften Tieren empfiehlt es sich, den Wildhüter zu kontaktieren.

Wenn Privatpersonen Tiere befreien, so sind Schäden an den Rebnetzen auf das Minimum zu beschränken und sofort zu melden. Für solche Fälle – sowie zur Meldung von nicht fachgerecht montierten Rebnetzen – steht neu das dreisprachige Meldetool auf der Website des Schweizerischen Verbands für eine Nachhaltige Entwicklung im Weinbau VITISWISS zur Verfügung.

Die Agroscope hat 2021 das Merkblatt «Schutz der Rebberge mit Rücksichtnahme auf Vögel und andere Tiere» überarbeitet. Es gibt einen Überblick über die Rechte und Pflichten und beschreibt die 10 wichtigsten Regeln. Das Merkblatt ist hier zu finden.

Feststellungsformular Tiere und Rebnetze

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