Kriechender Günsel, Wundklee und Knoblauchhederich gelten als Unkräuter. Diese und andere unscheinbare Wildkräuter werden in unserem Naturgarten aber nicht bekämpft, da sie zur effizienten Insektenförderung im Siedlungsraum dazugehören.
Im Gartenkatalog gaukeln Gasgrill, Palmen und exotische Orchideen ein seltsames Gartenglück vor. Im Naturgarten blühen derweil frühe Wildblumen, es flattern erste Schmetterlinge.
erzichten. Diese nervtötenden Blattläuse zum Beispiel. Gut gibt es ausreichend natürliche Pflanzenschutzmethoden, um die aufdringlichen Gesellen zu bekämpfen und ein bisschen Selbstverteidigung ist ja wohl auch im Naturgarten erlaubt! Oder ist das am Ende vielleicht gar nicht nötig?
Eine Sammlung anregender Leserbriefe zum Artikel «Gärten im Winter» von Andreas Honegger, die zeigt, dass Gärten im Winter keineswegs einen traurigen Eindruck machen müssen. Ganz im Gegenteil: In naturnahen «unaufgeräumten» Gärten, die Vögel, Insekten und anderen Kleinlebewesen Nahrung und Lebensraum bieten, gibt es auch im Winter viel Schönes und Spannendes zu entdecken.
Insekten schützen und die Artenvielfalt fördern. So lautet das Ziel vieler Projekte im Naturgarten. Aber manch einer läuft dabei mit grossem Enthusiasmus in eine ganz falsche Richtung.
Wenn der Naturgarten nicht mit grossen Aufräumaktionen gestört wird, wächst und blüht einiges bis zum Frost. So macht ein Gartenrundgang auch im November Freude.
Wenn wir den Garten im Herbst nochmals geniessen und auf den Winter vorbereiten, sollten wir uns Zeit nehmen und auch an die Mitbewohner im Garten denken. Manch eine Ecke, ein Gestrüpp, ein Laubhaufen, ein Stengel ist Lebensraum, Nest oder Versteck geworden. Vieles kann auch als Überwinterungsplatz genutzt werden. Pflanzenstengel zum Beispiel werden oft abgeführt, ohne dass wir von ihren Bewohnern und darin enthaltenen Nestern wissen. Stengelbewohner lassen sich übrigens das Jahr hindurch gezielt fördern und toll beobachten, auch auf dem Balkon. Davon handelt dieser Beitrag.
Verehrte Hummeln, Ihr seid kleine pelzige Phänomene. Ihr bringt Physiker zum Diskutieren und inspiriert Komponisten. Ihr seid zäh und friedfertig, rund und laut und einfach wunderbar! Ihr seid ein fliegendes Lächeln. Und Ihr werdet immer weniger. Das darf nicht sein.
Die Natur ist voller Harmonie und Perfektion. Real sind aber auch Krankheiten, Kampf und Tod. Im Naturgarten begegnen wir all diesen Aspekten. Dabei kommen wir ins Staunen, wie alles zusammenspielt und wie gross die Regenerationskraft der Natur ist.
Wo sind unsere Blumenwiesen und ihre Bewohner geblieben? Vermissen Sie auch die vielen Falter, welche Sie noch aus Ihrer Kindheit kennen? Wer lernt sie denn jetzt noch kennen, lieben, bewundern und darum auch vermissen?