Dossier: Gruppe Wolf Schweiz

Surselva: Fehlender Herdenschutz gefährdet alle Schafe und Ziegen

In der Schweiz bilden sich weitere Wolfsrudel. Besonders ist die Situation in der Surselva, in der mittlerweile von einer flächendeckenden Rudelpräsenz auszugehen ist. Der Herdenschutz ist dort wichtiger denn je. Trotz vieler positiver Beispiele mit gut geschützten Nutztieren, weiden dort aktuell noch immer auch ungeschützte Schafe und Ziegen. Weil Wölfe so lernen, Nutztiere zu erbeuten, wird sich das auf lange Zeit negativ auf die Kleinviehhaltung auswirken. Landwirte, die heute schon vorbildlich Herdenschutz betreiben, sind damit die Leidtragenden, wenn sich andere dem Herdenschutz verweigern.

Abschuss von vier Wölfen zur Regulation des Beverinrudels

Diesen Sommer ereigneten sich am Heinzenberg und im Safiental im Streifgebiet des Beverinrudels mindestens 15 Risse aus Ziegenherden, die durch Herdenschutzmassnahmen geschützt waren. Das Verhalten dieses Wolfsrudels wird daher als problematisch klassifiziert und Regulationen sind geplant: es sollen bis nächsten Frühling vier Wölfe geschossen werden. Die Gruppe Wolf Schweiz bedauert dies, akzeptiert die Regulierung jedoch.

Referendum gegen missratenes Jagdgesetz unausweichlich

Nach einem langwierigen und mühsamen Einigungsprozess beschert uns das Parlament eine Revision des Jagdgesetzes, die den Artenschutz in der Schweiz massiv abbaut. So sollen geschützte Tierarten in Zukunft auf Vorrat abgeschossen werden können – einfach weil sie da sind. Das in einer Zeit, in der die Biodiversität bedroht ist wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz und Gruppe Wolf Schweiz werden deshalb zusammen mit weiteren Organisationen das Referendum gegen dieses missratene Gesetz ergreifen.

Verwirrung rund um die Wölfe im Wallis

Da haben sich einige Wolfexperten in den letzten Tagen ganz schön gewundert. Seitdem der Bericht zum Wolfsmonitoring 2018 vom Kanton Wallis veröffentlicht worden ist, kursieren in den Medien Meldungen über neue Rudel und steigende Anzahl von Wölfen. Die Gruppe Wolf Schweiz klärt auf.

Abschuss von zwei Wölfen im Wallis angeordnet

Staatsrat Jacques Melly ordnet den Abschuss von zwei Wölfen in den Regionen Goms und Val d’Anniviers an. In diesen Regionen wurden im Verlaufe des Sommers mindestens 34 Schafe auf geschützten Alpen und 87 auf nicht schützbaren oder ungeschützten Alpen gerissen.

Vor 10 Jahren kehrte der Bär zurück in die Schweiz

Letzten Samstag war es genau zehn Jahre her, seit der Braunbär 101 Jahre nach seiner Ausrottung in die Schweiz zurückgekehrt ist. Am 25. Juli 2005 wurde er in der Nähe des Ofenpasses an der Grenze zum Schweizerischen Nationalpark gesichtet.

Jagdverordnungsrevision: Pro oder kontra Wolf?

Die laufende Revision der Jagdverordnung wird die Eingriffsmöglichkeiten in den Wolfsbestand neu festlegen. Die offene Formulierung lässt Hoffnung und Angst um den Schweizer Wolfsbestand zu.

Grossraubtiere im Alpenraum 2012

Ein Kurzbericht der KORA (Koordiniertes Forschungsprojekt für Raubtiere, Schweiz) über die «Grossraubtiere im Alpenraum 2012» zeigt: Bär, Wolf und Luchs tun sich bei der Rückkehr in die Alpen nicht immer leicht. Dies berichtete diese Woche die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA.
X
X