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Waldsterben geht weiter wegen Feinstaub

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Naturschützer sprechen von einem «Siechtum des Waldes», der nordrhein-westfälische Waldzustandsbericht 2012 gibt keine Entwarnung: Es sei weiterhin eine grosse Beeinträchtigung des Waldzustands festzustellen. Forscher der Universität Bonn haben nun herausgefunden, dass Ablagerungen von Salzen die Trockentoleranz der Bäume verringern und damit zum Waldsterben beitragen können. «Unsere Studie zeigt, dass sogenannte Wachsverschmelzungen auf Kiefernnadeln durch Feinstaub entstehen können», sagt Privatdozent Dr. Jürgen Burkhardt vom Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz der Universität Bonn. Wachsschichten auf den Blättern und Nadeln haben die Funktion, die Bäume vor Wasserverlusten zu schützen.

Lange ist bekannt, dass Luftverschmutzung den Alterungsprozess solcher wächsernen Schutzschichten beschleunigt und Waldschäden damit in einem engen Zusammenhang stehen. «Es gab in den 1980er und 90er Jahren viele Untersuchungen zur Ursache der Wachsverschmelzungen, die allerdings weder für den Entstehungsmechanismus noch für die Korrelation mit den Waldschäden schlüssige Erklärungen liefern konnten», berichtet Dr. Burkhardt. Bislang ging die Wissenschaft davon aus, dass Luftschadstoffe die Wachsschicht chemisch verändern und zerstören. Dagegen konnten die Forscher der Bonner Universität nun zeigen, dass ein physikalischer Prozess dahintersteckt. «Die Ablagerung von Salzen kann die Trockentoleranz der Bäume verringern», sagt Shyam Pariyar aus der Arbeitsgruppe von Dr. Burkhardt.

Im Zusammenhang mit zunehmender Trockenheit durch den Klimawandel werden seit einigen Jahren ausgedehnte Waldschäden im Westen der USA und anderen Regionen der Welt gemeldet. Auch für die Erklärung dieser Schäden könnte der von den Wissenschaftlern der Universität Bonn beschriebene Mechanismus relevant sein. «Zumal in den letzten Jahrzehnten anthropogen bedingt die Luftkonzentrationen an Wasser entziehenden Partikeln weltweit stark anstiegen», sagt Dr. Burkhardt.

Die vollständige Studie «Particulate pollutants are capable to ‘degrade’ epicuticular waxes and to decrease the drought tolerance of Scots pine (Pinus sylvestris L.)» finden Sie hier.


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