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Notstand in der Wunderwelt der Insekten

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Mindestens 163 Insektenarten gelten in der Schweiz als ausgestorben, 40 Prozent der Arten gelten als gefährdet. Mit der heute lancierten Kampagne «Gemeinsam gegen das Insektensterben!» nimmt Pro Natura diese dramatische Entwicklung in den Fokus und zeigt auf, was dagegen zu tun ist.

«Am Anfang wird auf einer ziemlich kleinen Insel, im südlichen Pazifik ein Käfer verschwinden» – was Franz Hohler schon 1973 in seinem «Weltuntergang» zu Papier brachte, ist heute mit Zahlen und Fakten belegt: Unsere Insekten sterben und damit verschwindet die Nahrungsgrundlage für viele Vögel, Frösche oder Fledermäuse. Aber auch für den Menschen ist das Verschwinden der Insekten fatal, da unsere Nahrungsmittelproduktion auf die Blütenbestäuber angewiesen ist, berichtet Pro Natura.

«Sounds of Insects» zum Kampagnenstart

«Die enorme Vielfalt der Insekten ist nicht einfach aus einer Laune der Natur entstanden. Insekten haben entscheidende Funktionen im Ökosystem», sagt Lea Kamber an der heutigen Lancierung der Pro Natura Kampagne «Gemeinsam gegen das Insektensterben!» in Zürich. Die Insektenforscherin beschert dem Publikum mit ihren Insektenporträts Einblicke in die Arten-, Formen- und Farbenpracht der Sechsbeiner. Schriftsteller und Kabarettist Franz Hohler präsentiert einige seiner Werke, deren Betrachtungen zur Ignoranz des Menschen gegenüber Käfern, Ameisen und anderen Insekten eine beunruhigende Aktualität haben.

Insekten brauchen Biodiversität

Schmetterlinge, Bienen, Schwebfliegen und ihre Artgenossen verschwinden, weil natürliche Lebensräume fehlen. Felder und Obstbäume werden mit Pestiziden bespritzt; die Lichtverschmutzung schadet den nachtaktiven Insekten; die zunehmende Verstädterung der Schweiz verschlingt wertvolles Kulturland. «Damit sich dies ändert, wird die Pro Natura Kampagne die Politik in die Pflicht nehmen. Gegen das Insektensterben braucht es eine Biodiversitätspolitik, die ihren Namen wirklich verdient», sagt Urs Leugger-Eggimann, Zentralsekretär von Pro Natura. Die Kampagne «Gemeinsam gegen das Insektensterben!» wird auch aufzeigen, was jeder und jede Einzelne tun kann, um die Lebensräume für Insekten zu erhalten.

Initiative zum das Insektensterben verhindern.
Lea Kamber, Franz Hohler und Urs Leugger-Eggimann setzten sich für die Initiative ein. © Pro Natura

Als Vorboten der Kampagne werden ab heute bis Ende Mai Plakate und Spots im öffentlichen Raum zu sehen sein. Den heutigen Lancierungsanlass in Zürich hat Pro Natura in Zusammenarbeit mit dem Zoologischen Museum der Universität Zürich organisiert. Dort läuft noch bis am 30. Juni 2019 die Ausstellung «Insekten – lebenswichtig!».

1 Kommentar

  1. Schmetterlinge, Bienen, Schwebfliegen und ihre Artgenossen verschwinden, weil naturliche Lebensraume fehlen. Felder und Obstbaume werden mit Pestiziden bespritzt; die Lichtverschmutzung schadet den nachtaktiven Insekten; die zunehmende Verstadterung der Schweiz verschlingt wertvolles Kulturland.
    Interpult Studio

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