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Katzen und Katzenhalter gesucht

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SWILD und die Schweizerische Vogelwarte suchen für den Frühling und Sommer 2020 Katzenhalterinnen und -halter, die an einer wissenschaftlichen Studie mitwirken möchten. Die Samtpfoten sind die mit Abstand häufigsten Beutegreifer in der Schweiz und als gewiefte Jägerinnen erbeuten sie zahlreiche Wildtiere. Die Studie prüft Massnahmen, die sowohl katzenverträglich sind als auch helfen, die Wildtiere zu schützen.

In der Schweiz leben rund 1.6 Millionen Hauskatzen. Besonders hoch ist die Anzahl Katzen pro Fläche in Siedlungsgebieten. In der Stadt Zürich sind es rund 430 freilaufende Katzen pro Quadratkilometer. Diese Dichte ist um ein Vielfaches höher als diejenige von anderen Beutegreifern. Die in Zürich häufigen Füchse erreichen eine maximale Dichte von 10 Tieren pro Quadratkilometer.

Als Heimtiere haben Katzen unbestreitbare Qualitäten. Sie sind aber auch hochspezialisierte Jägerinnen, die ihren Jagdtrieb auch bei ausreichender Fütterung oft nicht verlieren. Es sind nur wenige fundierte Daten vorhanden zur Frage, ob die vielen Katzen tatsächlich einen negativen Einfluss auf Wildtierpopulationen haben. Dennoch geben Hochrechnungen zu der Anzahl erbeuteter Wildtiere Anlass zur Sorge: In der Schweiz erbeuten Katzen während des Frühlings mehrere Millionen Säugetiere und hunderttausende Vögel pro Monat.

Studie zur Wirksamkeit von farbiger Halskrause und Katzenglöckchen

Angesichts dieser hohen Anzahl erbeuteter Wildtiere sollten Massnahmen geprüft werden, die den Jagderfolg der Katzen schmälern. Das «Katzenglöggli» ist ein altbekanntes, jedoch wenig erforschtes Mittel. Ein neueres Produkt ist die farbige Halskrause Birdsbesafe®, welche Katzen für Vögel sichtbarer macht und dadurch den Fangerfolg reduzieren soll. Studien aus dem Ausland haben gezeigt, dass Katzen mit Krausen deutlich weniger Vögel fangen. Bei kleinen Säugetieren wie Mäusen war die Wirksamkeit hingegen geringer.

In einem Projekt mit Unterstützung durch die Schweizerische Vogelwarte will die Forschungsgemeinschaft SWILD, Stadtökologie, Wildtierforschung und Kommunikation prüfen, ob die Halskrausen und Glöggli unsere einheimischen Wildtiere – Vögel, Säugetiere, Amphibien und Reptilien – vor Katzen wirksam schützen können. Dafür werden Sie und Ihre Katzen gebraucht!

Jagende Katzen gesucht!

Für den Frühling und Sommer 2020 werden Katzenhalterinnen und -halter gesucht, die bei der Studie mitwirken möchten. Voraussetzungen für eine Teilnahme und die Aufgaben sind:

  • Eine Katze, die regelmässig Beute nach Hause bringt (in der Regel mind. 1 Beutetier pro Woche).
  • Die Bereitschaft, Ihrer freilaufenden Katze während 4 – 6 Wochen ein Sicherheits-Halsband mit Krause und Glöckchen nach einem vorgegebenen zeitlichen Schema anzuziehen.
  • Die Bereitschaft, sämtliche Beutetiere, die Ihre Katze während dieser Zeit nach Hause bringt zu protokollieren.
  • Die Bereitschaft, am Ende der Studie einen Fragebogen auszufüllen.

Teilnehmende an der Studie erhalten eine Birdsbesafe® Halskrause, ein cat-life® Sicherheitshalsband, Protokollblätter und eine detaillierte Anleitung zugeschickt. Sie werden ausserdem aus erster Hand über die Ergebnisse informiert. (Selbstverständlich werden beim Versand die offiziell vorgeschriebenen Gesundheits- und Hygienestandards sowie Sicherheitsvorkehrungen eingehalten und die Lieferung erfolgt kontaktlos).

Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie an cats@swild.ch

Weitere Informationen:
SWILD Projekt Katzenspur
Vogelwarte: Katzen und Vögel

3 Kommentare

  1. Dieser Bericht ist doch scheinheilig und naiv. weil im gleichen Atemzug aus Kreisen des sogenannten Naturschutzes Wildkatzen ausgesetzt werden und Wölfe, Bären, Luchse und Goldschakale fast uneingeschränkt zunehmen. Unglaublich was ihr hier veröffentlicht, setzt euch doch für das revidierte Jagdgesetz ein, da ist die Wirkung und der Nutzen grösser.

  2. Ich muss ihnen widersprechen, Guido Walker. Da ist gar nichts scheinheilig, sondern ein vertiefender Ansatz um dieses Thema zu ergründen und zu erforschen. Das Problem liegt eventuell in der immensen Anzahl an Hauskatzen, die in vielen Haushalten leben. Nicht die Katze im Besonderen, sonder die Anzahl der Tiere und deren Auswirkung steht im Fokus. Zudem handelt es sich um einen Forschungsansatz und um keine Verurteilung.

  3. Meines Erachtens liegt der wahre Sinn bzw. das Ziel hinter dem Projekt, dass man aufgrund der Auswertungen versucht, Katzenkrausen als obligatorisch im Gesetz zu verankern. Die Büsis sehen mit diesem „Kleidungsstück“ absolut läppisch aus und ich hoffe, dass es den Katzen möglichst oft gelingt, die Krause abzustreifen. Der nächste Versuch wird wohl sein, Katzen zum Windeln tragen zu verpflichten, damit sie nicht mehr im Gartenbeet scharren. Wenn dann das alles nichts bringt, wird man ausrechnen, wieviele Katzen pro Quadratkilometer verträglich sind, und mehr werden nicht erlaubt. Glögglis, soviel mir bekannt ist, nützen wenig, mit den Krausen dürfte es ähnlich sein. Im Moment sehe ich andere Probleme, mit der sich die Menschheit auseinandersetzen muss, und die werden vermutlich so schnell nicht verschwinden. 

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