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10 Fragen an… Sarah Springman

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Sarah Springman ist eine Kämpfernatur: Als Triathletin hat sie mehrmals am Ironman in Hawaii teilgenommen und wurde drei Mal Europameisterin – zweimal in der Lang- einmal in der Olympischen Distanz. Seit über 20 Jahren ist sie an der ETH Zürich tätig, seit 2015 besetzt sie als Rektorin eines der höchsten Ämter der Hochschule. Ihr Umwelttipp an uns: Zuerst alles im Bereich des Möglichen machen und dann immer mehr und mehr und mehr… Vielleicht ist das die Strategie zum Erfolg?

Die gebürtige Britin kam 1997 als ordentliche Professorin für Geotechnik an die ETH Zürich. Heute ist sie Rektorin an der Hochschule und verantwortlich für den Bereich Lehre. Das Ausbilden von jungen Menschen zu exzellenten Wissenschafterinnen und Fachkräften ist eine Kernaufgabe der ETH, für die sich Sarah Springman ganz besonders gerne engagiert. Naturschutz.ch will wissen, welches persönliche Verhältnis die ETH-Rektorin zur Natur hat und welche Massnahmen sie zur Förderung des Umweltschutzes treffen würde.

Frau Prof. Dr. Springman, wann oder wo geniessen Sie die Natur am meisten?

Ich mache viel Sport und am liebsten in der Natur. Rudern auf dem See bei Sonnenaufgang, Laufen im Wald bei Sonnenuntergang – herrlich!

Welches ist das faszinierendste Tier, welches Sie in der Schweiz je beobachten konnten?

Murmeli haben es mir angetan – sie sind tolle Tunnelbauer! Ich hoffe, bald einmal die Gelegenheit zu haben, diese herzigen Tiere intensiver zu beobachten.

Und welche Tierart nervt Sie am häufigsten?

Fliegen sind zwar faszinierende Tiere, aber manchmal leider lästig….

Wie viele Vogelarten erkennen Sie an der Stimme?

Schwer zu sagen, aber es sind nicht viele. Ich bin vermutlich eher ein visueller Mensch – das heisst, ich geniesse vor allem das Beobachten der zahlreichen Vögel, die mein spezielles Vogelhaus besuchen. Zudem bewundre ich auf Spaziergängen die Rotmilane und Bussarde. 

Wann haben Sie das letzte Mal unter freiem Himmel geschlafen und wie kam es dazu?

Ohne Zelt? Vermutlich während meines freiwilligen Militärdienstes in Grossbritannien… aber wäre mal wieder eine spannende Idee. 

Was war Ihre letzte Umweltsünde?

Aus beruflichen Gründen muss ich leider öfters fliegen, als dies für die Umwelt gut ist. Ich unterstütze aber voll und ganz das Flugreiseprojekt der ETH, bei dem wir bewusst versuchen, auch als internationale Hochschule die Flugreisen zu reduzieren.

Und welche gute Tat haben Sie zuletzt für die Umwelt getan?

Ich habe mein Auto vor zwei Jahren verkauft und durch ein Elektroauto ersetzt. Zudem bin ich jetzt innerhalb der Schweiz und in Europa viel mehr mit dem Zug unterwegs. Als ETH-Rektorin habe ich ausserdem dafür gesorgt, dass genügend Geld zur Verfügung steht, damit auch die Studierenden innerhalb Europas die Bahn nehmen und die teureren Tickets bezahlen können.  

Wenn Sie – für einen nachhaltigeren Lebensstil – die Wahl haben, entweder auf Fleisch oder Flugreisen zu verzichten, wie würden Sie sich entscheiden?

Ich esse generell sehr wenig Fleisch. Das Fliegen hat tatsächlich einen grossen Impact – ich versuche meine Flugreisen zu reduzieren und nehme nicht mehr alle Einladungen im Ausland an. Wann immer möglich skype ich. Also kein kompletter Verzicht, sondern eine bewusste Reduktion in beiden Bereichen. 

Wofür sollten im Umwelt- und Naturschutz mehr Ressourcen zur Verfügung stehen?

Es können noch viel CO2-Emmissionen bei den Immobilien, der Mobilität und in der Industrie eingespart werden, darum sollten wir Ressourcen gezielt in diesen Bereichen einsetzen und die Innovation fördern.     

Was ist Ihr ganz persönlicher Umwelttipp an unsere Leserschaft?

Machen sie zuerst all das, was sie können! Egal, ob sie ihre CO2-Emission mit einem Vegitag senken, weniger Energie beim Duschen brauchen, mehr Velo fahren oder die Biodiversität in ihrem Balkonkistli fördern. Sie werden sehen, dass das Spass macht und höchst befriedigend ist. Und dann machen sie immer mehr und mehr und mehr…      

Herzlichen Dank, Frau Springman, für das Interview!

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