StartNewsGesellschaftHunderttausende Stunden Einsatz für die Natur

Hunderttausende Stunden Einsatz für die Natur

Rund um die Schweiz engagieren sich jedes Jahr tausende Freiwillige in den 450 Naturschutzvereinen und Kantonalverbänden von BirdLife. Gemeinsam leisten sie enorme Arbeit für Artenvielfalt und Lebensräume – meist unbemerkt im Hintergrund. Der Tag der Freiwilligenarbeit vom 5. Dezember rückt dieses Engagement ins Rampenlicht.

Unverzichtbare Freiwilligenarbeit

Der Tag der Freiwilligenarbeit am 5. Dezember hat zum Ziel, aufzuzeigen, wie viel ehrenamtliche Arbeit jedes Jahr in der Schweiz geleistet wird. Viele Tätigkeitsbereiche würden ohne dieses Engagement schlicht nicht funktionieren. So auch die Förderung der Natur, vor allem auf der wichtigen lokalen bzw. kommunalen Ebene.

Besonders hohes ehrenamtliches Engagement zeigen dabei die rund 430 lokalen BirdLife-Naturschutzvereine sowie die 20 BirdLife-Kantonalverbände und -Landesorganisationen. Tausende der insgesamt über 71’000 Mitglieder von BirdLife Schweiz arbeiten jedes Jahr tatkräftig mit, um die Natur zu fördern. Sie pflanzen Hecken und Bäume, pflegen Naturschutzgebiete, legen neue Teiche und Trockenmauern an und führen Artenförderungsprojekte durch. Daneben informieren sie die Bevölkerung an Exkursionen und Kursen und treten mit den Gemeinden in Kontakt, um die Biodiversität kommunal zu fördern.

Beeindruckende Leistungen

Wie gross diese Arbeit und deren Wirkung ist, zeigt die Verbandsstatistik, die BirdLife Schweiz jedes Jahr zusammenstellt. Die Ergebnisse allein aus den Jahren 2020 bis 2024 sind beeindruckend: In diesem Zeitraum haben die BirdLife-Naturschutzvereine und -Kantonalverbände auf ehrenamtlicher Basis

  • rund 290 Hektaren artenreiche Lebensräume neu angelegt und durchschnittlich jedes Jahr 950 Hektaren artenreiche Lebensräume gepflegt
  • rund 215 Kilometer Hecken und gestufte Waldränder angelegt und aufgewertet
  • über 1800 neue Kleinstrukturen geschaffen
  • 110’000 Nisthilfen unterhalten
  • rund 160 Artenförderungsprojekte für gefährdete Arten wie den Steinkauz oder den Gartenrotschwanz durchgeführt, plus zahllose weitere Projekte für Amphibien, Reptilien, Fledermäuse und weitere Arten
  • über 500 Naturkurse, 1700 Vorträge und knapp 9000 Exkursionen durchgeführt
  • 67 Jugendgruppen geführt und dabei 1200 Anlässe für Kinder organisiert
  • an allen Anlässen rund 250’000 Personen für die Natur begeistert
  • mehr als 180’000 Besuchende in den BirdLife-Naturzentren begrüsst
  • und über 400’000 Arbeitsstunden eingesetzt, um das alles möglich zu machen.

Diese Zahlen erfassen nur die gemeldeten Leistungen – die tatsächlichen Werte und damit auch die Wirkung des BirdLife-Netzwerkes liegen noch weit höher. So engagieren sich die BirdLife-Mitgliedorganisationen zum Beispiel auch in kommunalen Aufwertungsprojekten und kommunalen und regionalen Planungen, führen Monitorings durch oder beraten Private, Gemeinden, Landwirt/innen oder Firmen.

«Dass dies alles ehrenamtlich geschieht, ist eigentlich fast unglaublich», sagt Raffael Ayé, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz. «Die Arbeit ist draussen konkret sichtbar, sei es in den Naturschutzgebieten oder auch im Kulturland und Siedlungsraum. Sie kommt nicht nur der Natur zugute, sondern uns allen.» 

Mitmachen ist immer möglich

Naturschutz hört nie auf. Die lokalen BirdLife-Naturschutzvereine freuen sich jederzeit über neue Mitglieder und helfende Hände – denn die Arbeit für die Natur ist nie abgeschlossen. Weitere Projekte warten, und bereits bestehende Biotope brauchen jährliche Pflege. Das ist konkrete Förderung von Biodiversität – in der Gemeinschaft mit Menschen aus der Nachbarschaft für die eigene Region.

Informationen dazu, wie Sie sich für die Natur vor Ihrer Haustüre engagieren oder finanziell unterstützen können, finden Sie hier.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte Kommentar eintragen
Bitte geben Sie ihren Namen hier ein

Newsletter Anmeldung

Erhalten Sie die neusten Jobs und News.

Dank Ihrer Hilfe können wir spannende Artikel aufbereiten, den Veranstaltungskalender pflegen und die Job-Platform betreuen.

TOP-NEWS