Ab dem 15. Juni werden in den Tallagen die Ökowiesen gemäht. Nur hier waren die Nester und brütenden Altvögel der Wiesenvögel bis jetzt vor dem Mähen sicher. Doch es braucht mehr spät geschnittene Blumenwiesen, sonst sterben Braunkehlchen und Baumpieper im Mittelland ganz aus.
Pestizide kommen in der Schweizer Landwirtschaft aber auch in Hobbygärten breit zum Einsatz. Sind unsere Wildtiere davon betroffen? Die Schweizerische Gesellschaft für Wildtierbiologie (SGW) widmete sich dieser Frage im Rahmen ihrer jährlichen Fachtagung. Die Studien zeigen: Unsere Wildtiere werden schleichend vergiftet.
Die zunehmende Nutzung von Windkraftanlagen stellt für Vögel und Fledermäuse ein Risiko dar. Schweizer Forschende konnten nun zeigen, dass das Nichtanschalten von Windturbinen bei niedrigen Windgeschwindigkeiten das Kollisionsrisiko von Fledermäusen mit den Rotoren um 95% reduziert. Diese Massnahme bringt kaum Verluste bei der Stromproduktion.
Nach frostigen Tagen hat die Wärme des vergangenen Wochenendes die Frühjahres-Wanderung der Amphibien eingeläutet. An mehreren Standorten haben sich erste Tiere auf die Reise zu ihren Laichgebieten gemacht. Bei ihren Wanderungen treffen Amphibien vielerorts auf Strassen.
Am 23.2.2018 bewilligte die Regierung des Fürstentums Liechtenstein das neue «Konzept Biber Liechtenstein». Die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz begrüsst das ausgearbeitete Konzept und sieht ihre Anregungen und Forderungen im Konzept berücksichtigt.
Viel Glück, viel Erfolg und mögen sich unsere Wünsche 2018 erfüllen! Aber nicht nur wir, auch unsere Natur hat Wünsche für das neue Jahr. Fünf heimische Wildtiere sollen stellvertretend für alle Wildtiere stehen, für die mehr Platz überlebenswichtig ist.
Seit Jahren wird über die Zukunft der Verbindungsstrasse zwischen den Regionen Embrach und Nürensdorf diskutiert. Nun ist eine Lösung gefunden: Die Strasse wird saniert, nach zehn Jahren gehört sie dann aber nur noch Velofahrern und Amphibien.
An seiner gestrigen Sitzung hat sich der Nationalrat für ein Importverbot für Delphine und andere walartige Tiere ausgesprochen. Der Verein OceanCare, der sich bereits seit 1989 für den Schutz der Meeressäuger und deren Umwelt einsetzt, begrüsst diesen wichtigen politischen Entscheid.
In der Sommersession des Nationalrats findet die Abstimmung über ein Importverbot von walartigen Tieren statt. Ein Importverbot würde dem Umstand Rechnung tragen, dass Delphine und Wale in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können. Tierschutzorganisationen und Musiker unterstützten das Verbot.
Ein Beitrag von Dr. Hansuli Huber, Geschäftsführer Fachbereich, Schweizer Tierschutz STS
Die aktuellen Bücher des amerikanischen Schriftstellers Jonathan Foers und der deutschen Schriftstellerin Karen Duve...