Start Hintergrund Portrait 10 Fragen an... Armon Orlik

10 Fragen an… Armon Orlik

Armon Orlik gehört zu den besten Schwingern im Land. Der ehrgeizige Bündner studiert nebenbei und hofft, als angehender Bauingenieur künftig einen Beitrag zum Umweltschutz leisten zu können. Im Interview verrät er, wofür im Naturschutz mehr Ressourcen zur Verfügung stehen sollten und warum jede Velofahrt zählt.

Die Bilanz ist beeindruckend: Mit gerade mal 25 Jahren hat Armon Orlik bereits 42 Kränze gewonnen, war Newcomer des Jahres 2016 und gilt bei einigen Experten als vielseitigster Schwinger überhaupt. Zurzeit ist es etwas ruhiger um ihn, weil vorläufig alle Schwingfeste aufgrund der Coronapandemie abgesagt wurden. Für Orlik ist ungewiss, ob in diesem Jahr überhaupt noch Wettkämpfe stattfinden werden. Er nimmt es relativ gelassen, denn die Zwangspause bringt auch Vorteile mit sich: Er kann Verletzungen auskurieren und sich optimal auf das nächste Jahr vorbereiten. Und er konnte sich Zeit für unser Interview nehmen – herzlichen Dank dafür!

Wann oder wo geniessen Sie die Natur am meisten?

Wenn ich in der Natur trainiere. Vom lockeren Jogging bis zur strengen Kondi-Einheit in den Bergen. In solchen Momenten kommt die Schönheit der Natur noch stärker zur Geltung.

Welches ist das faszinierendste Tier, welches Sie in der Schweiz je beobachten konnten?

Ich finde den Steinbock sehr faszinierend. Ein sehr schönes und stolzes Tier. Ich konnte ihn schon mehrmals bei Wanderungen beobachten, auch schon aus nächster Nähe.

Und welche Tierart nervt Sie am häufigsten?

Die nervigen Fliegen, wenn sie im Sommer den Weg in meine Wohnung finden.

Wie viele Vogelarten erkennen Sie an der Stimme?

Die Krähe, die Amsel und die Elster würde ich vermutlich noch erkennen. Diese hatten wir viel in unserem Garten zuhause. Aber nur an der Stimme sind für mich Vögel sehr schwierig auseinanderzuhalten.

Wann haben Sie das letzte Mal unter freiem Himmel geschlafen und wie kam es dazu?

Das ist schon lange her. Früher hatten wir noch oft draussen geschlafen. Mit einer Judomatte im Garten und einem Kissen waren wir schon zufrieden. Das haben wir damals sogar freiwillig gemacht, obwohl diese Matten ja alles andere als weich sind.

Was war Ihre letzte Umweltsünde?

Mindestens einmal in der Woche fahre ich nach Chur (Anm. der Redaktion: Armon Orlik wohnt in Maienfeld, etwa 20 km von Chur entfernt). Meine Termine habe ich zwar immer so ausgelegt, dass ich mit dem Zug gehen könnte. Leider habe ich aber meistens dennoch das Auto genommen, aus Zeit- und anderen Gründen. Ansonsten bin ich aber viel mit dem Velo unterwegs.

Und welche gute Tat haben Sie zuletzt für die Umwelt getan?

Schwierige Frage. Ich achte mehr auf kleine Sachen wie zum Beispiel die Wäsche an der Sonne trocknen oder ökologisches Fahren auf der Strasse. Vielleicht kann ich mich als angehender Bauingenieur irgendwann mal eher für den Umweltschutz einsetzen.

Wenn Sie – für einen nachhaltigeren Lebensstil – die Wahl haben, entweder auf Fleisch oder Flugreisen zu verzichten, wie würden Sie sich entscheiden?

Auf Flugreisen könnte ich eher verzichten. Man kann ja auch in unserer schönen Schweiz Ferien machen. Ich denke, in diesem Sommer haben viele Leute die Ferien hier in der Schweiz mindestens so sehr genossen wie im Ausland.

Wofür sollten im Umwelt- und Naturschutz mehr Ressourcen zur Verfügung stehen?

Ich bin ein grosser Fan der erneuerbaren Energien. Gerade die Wind- und Sonnenenergie kombiniert mit Wasserkraft kann ich mir als zukunftsgerichtetes Modell gut vorstellen. Auch für kleine Flusskraftwerke, welche einen minimalen Eingriff in die Natur bedeuten, kann man mich begeistern.

Was ist Ihr ganz persönlicher Umwelttipp an unsere Leserschaft?

Ich fahre immer mit dem Velo zur Arbeit. Es ist gemütlich und man kann die Leute auf der Strasse grüssen. Wenn man dann am Abend nach Hause kommt, hat man schon eine erste Sporteinheit gemacht. Mein Tipp: Jede Fahrt zählt.

Mehr über Armon Orlik erfahren Sie hier.


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