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Auerhuhn und Teufelsabbiss bei der Ibergeregg

  • Stefan Bachmann

Bei der Ibergeregg SZ liegt eine wunderbare, geschützte Moorlandschaft: grosse Hangmoore, verwunschene Wälder und eine imposante Bergkulisse prägen das Bild. Diese Wanderung führt mitten durch das Gebiet. Aber Achtung: Unbedingt wasserdichte Schuhe anziehen…

Schon auf der Hinfahrt von Einsiedeln her lohnt es sich, nach draussen zu schauen und die reizende voralpine Landschaft mit ihren Wäldern, Wiesen und Möörchen zu geniessen. Je näher man der Ibergeregg kommt, umso schmaler wird die Strasse und umso imposanter die Natur. Man kann sich gut vorstellen, dass sich hier noch Auerhuhn und Adler gute Nacht sagen und die Wälder und Magerwiesen wohl manchen botanischen und faunistischen Schatz beherbergen.

Die eigentliche Moorwanderung beginnt beim Ausflugsrestaurant Ibergeregg (1406 m). Zuerst steigt man entlang eines Skilifts auf den Brünnelistock (1594 m). Die Aussicht ist überwältigend – wenn der Himmel nicht wolkenvergangen ist. Die Hütte auf dem nahen Grossen Mythen scheint zum Greifen nah. Danach wandert man auf dem Grat zwischen dem Ybrig und dem Alpthal nach Norden, während immer weniger Menschen zu sehen sind. Dafür wird die Natur immer reicher: viele alpine Vögel sind zu beobachten, eine reiche Pflanzenwelt erfreut den Botaniker.

Bei der Furggelen ist Einkehren angesagt: Eine Besenbeiz neben einem Kuhstall wartet mit einer Terrasse und feinen selbstgemachten Kuchen auf. Der Blick schweift hinunter in die Auerhuhn-Wälder des Alpthals und hinauf in den Himmel, wo immer wieder ein Greifvogel zu entdecken ist. Später gehts auf dem Grat noch einmal etwas weiter nach Norden, aber nur, um noch einige kleine verwunschene Moore zu entdecken. Der Boden gluckst unter den Füssen; hohe und sehr wasserdichte Schuhe sind hier ein Muss. In den Hangmooren wachsen Teufelsabbiss, Schwalbenwurz-Enzian und viele Orchideen.

Auf dem Gschwändstock (1601 m) angekommen, würde man am liebsten noch weit gegen Norden wandern (was man auch könnte, um danach beispielsweise in Einsiedeln wieder auf das Postauto zu gehen). Wir aber wandern zurück auf die Furggelen, wo wir einen wunderbaren Moorpfad in Richtung Oberiberg wählen. In jedem Baum könnte ein Auerhuhn sitzen, Turmfalken rütteln, und es wird immer sumpfiger, je tiefer wir in das Naturschutzgebiet dringen. (Vorsicht: Der Weg ist vor allem zu Beginn nicht ganz leicht zu finden. Unbedingt Karte mitnehmen.)

Bei „Gross Unterbäch“ treffen wir auf einen wilden Bach, den es zu überqueren gilt. Hier ist der Weg anfangs nicht zu sehen und wir müssen uns nach der Karte orientieren (Achtung: zuerst etwa 30m dem Bach entlang gehen, ihn überqueren und dann den Hang scharf nach links hochsteigen. Nach ca. 50m ist dann wieder ein rot-weisser Pfahl in der Wiese zu sehen.)

Nach einer weiteren Moorwiese kommen wir zur Scheune „Hobacher“. Danach wird der Pfad besser und führt uns wieder hinauf zur Ibergeregg.

Informationen: ca. 11 km, 300 Höhenmeter hinauf und hinunter, knapp 4 h. Unbedingt hohe, wasserdichte Schuhe anziehen (die Wege sind teils sumpfig). Verpflegungsmöglichkeit bei der Besenbeiz Furggelen. Karte Ibergeregg mitnehmen.