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Absolut lohnenswerte Wanderung zum Mostelberg

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Wer im Mittelland wohnt, hat im Winter oft eine dicke, düstere Hochnebeldecke über dem Kopf hängen. Darüber hinaus scheint häufig die Sonne. Für alle, die dem Hochnebel einmal entkommen wollen, habe ich einen Wandertipp: Von Einsiedeln hinüber zum Mostelberg.

Hochnebel im Mittelland, darüber strahlender Sonnenschein – das perfekte Wetter für eine Wanderung in der Region Mostelberg. Der Rucksack mit Proviant ist schnell gepackt und dank guter ÖV-Verbindung erreiche ich den Startort meiner Wanderung in Einsiedeln rasch. Der Wetterbericht behält Recht: Die Südostbahn ab Wädenswil durchfährt mit mir an Bord schon bald die zähe Nebeldecke und Sonnenschein empfängt mich. Da ich einen normalen Dienstag für die Wanderung gewählt habe, teile ich den Zug nur mit ein paar Rentnern, Touristen und anderen Sonnensuchenden.

Die Wanderung startet direkt am Bahnhof Einsiedeln. Durch den Langwald geht es langsam aber stetig bergauf. Im Wald liegen noch Schneereste, während die Wiesen und Sonnenhänge bereits wieder aper sind. Nach einer knappen halben Stunde erreiche ich die erste Abzweigung. Mostelberg ist nach links angegeben, nach rechts führt der Weg, der bei Schiessübungen benutzt werden muss. Ein Informationsblatt zu den verschiedenen Zeiten und den betroffenen Zonen ist ebenfalls vorhanden. Schnell sehe ich, dass ich wohl die Umleitung nehmen muss.

Der Umweg macht sich aber bezahlt. Zwar laufe ich ein Stück in die entgegengesetzte Richtung vom Mostelberg, aber der Weg führt auf den Grat hinauf, wo mich eine herrliche Aussicht erwartet.

Blick in die Berge oberhalb von Einsiedeln.
Auf dem Grat gibt es eine super Fernsicht. © Stefanie Wermelinger.

Auf dem Grat geht es dann wieder in die richtige Richtung und schon bald komme ich wieder auf den ursprünglichen Weg zurück. Teilweise geht es ziemlich steil nach oben, im engen Zickzack auf einem schmalen, verschneiten Weg, der nur durch wenige Trittspuren von anderen Wanderer zu erkennen ist. In diesem Moment bin ich froh, dass der Weg durch den Wald führt und es so um einiges kühler ist als direkt an der Sonne – die Steigung bringt mich nämlich ganz schön ins Schwitzen.

So steil bleibt es zum Glück nicht lange und einige Höhenmeter später ist der Weg wieder um einiges flacher. Zwischen den Bäumen hindurch ist immer wieder die wunderschöne Aussicht zu sehen. Auf der einen Seite das Alpthal und zur anderen Seite die Ebene um Rothenthurm und gerade aus nach vorne werden die Mythen, auf die man zuwandert, immer grösser.

Schnee, Berge im Hintergrund
Der steile Anstieg ist durch die super Aussicht gleich viel erträglicher. © Stefanie Wermelinger

Nach dem sogenannten Windfall geht es zur Abwechslung auch einmal ein Stück bergab zur Ruchegg. Für wen die Wanderung hier lang genug ist, kann entweder auf Rothenthurm oder auf Trachslau absteigen, von wo man den ÖV nehmen kann. Sonst geht es auf einem breiten Weg weiter Richtung Mostelberg. Zuerst gemütlich geradeaus, dann folgt aber erneut ein steiler Anstieg, der mich durch den Wald hindurch auf den Nüsellstock (1478 m ü.M.) führt. Von dort habe ich wiederum einen super Ausblick, der mich die Anstrengungen des Aufstiegs vergessen lässt. Die Mythen erscheinen schon wieder ein ganzes Stück näher und grösser.

Aussicht auf Rigi- Schnee
Vom Nüsselstock sieht man bis zur Rigi. © Stefanie Wermelinger

Nach etwas heissem Tee aus der Thermoskanne und einer kleiner Stärkung geht es weiter vom Nüsselstock durch tiefen Schnee via Chli Tändli zum Grossbrechenstock. Dieses Wegstück über die sanft geschwungenen Kuppen küre ich sofort zum Lieblingsabschnitt der ganzen Wanderung. Die Aussicht ist grandios und die verschneite, unberührte Landschaft märchenhaft. Nur Tierspuren sind immer wieder im Schnee zu entdecken. Zwar bekomme ich beim Stapfen durch den tiefen Schnee schnell nasse Füsse – Schneeschuhe sind auf dieser Strecke also sehr zu empfehlen.

verschneite Landschaft mit Mythen
Unberührte Schneelandschaft mit den beiden Mythen im Hintergrund. © Stefanie Wermelinger

Weiter geht es dann von dem Grossbrechenstock in Richtung der Nätschhöchi und weiter zum Hochstuckli. Auf dieser Wegstrecke sieht man dann zum ersten Mal auf Schwyz und den Lauerxersee hinunter – wenn da nicht das Hochnebelmeer drüber liegen würde. Aber trotzdem lohnt sich die Sicht auf das gewaltige Nebelmeer! Und auch die Mythen sind nun so nahe wie nie zuvor und ragen vor mir in die Höhe.

Mythen mit Nebeldecke ueber Schwyz
Neben den Mythen liegt die Nebeldecke über Schwyz. © Stefanie Wermelinger

Das letzte Stück führt mich zur Banegg und von dort dann hinunter zur Bergstation Mostelberg. Geschafft! Im Gasthaus direkt neben der Bergstation der Gondelbahn wartet eine wohlverdiente Stärkung auf mich. Erschöpft aber vollends zufrieden mach ich mich dann auf den Heimweg: Mit der Drehgondel hinunter in den Nebel und dann mit dem Postauto und dem Zug zurück nach Hause.

Weitere Bilder finden Sie auf unserem Instagram Account:

Daten zu der Wanderung:

  • Länge: circa 24 Kilometer
  • Aufstieg insgesamt: 1016 Meter
  • Abstieg insgesamt: 717 Meter
  • Auf dem Wegweiser angezeigte Dauer: 6 Stunden 40 Minuten
Route der Wanderung im Mostelberg.
Route der Wanderung von Einsiedeln zum Mostelberg. © swisstopo, public.geo.admin.ch.

Tipps:

  • Im Winter führt der Wanderweg durch vom Bund empfohlene Wildruhezonen. Unbedingt auf dem Weg bleiben.
  • Vor allem auf der zweiten Hälfte sind Schneeschuhe zu empfehlen.
  • Bei viel Schnee dauert die Wanderung etwas länger.
  • Am besten erkundigt man sich im Vorhinein, ob einige Gebiete gesperrt sind wegen Schiessübungen. Das PDF mit den Informationen finden Sie hier.

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