Der viele Schnee im letzten Winter brachte die Wildtiere in Bedrängnis. Die neusten Zahlen zeigen einen Anstieg des Fallwildes. © via pixabay
Der viele Schnee im letzten Winter brachte die Wildtiere in Bedrängnis. Die neusten Zahlen zeigen einen Anstieg des Fallwildes. © via pixabay

Wildtiere litten letzten Winter unter dem vielen Schnee

  • Redaktion Naturschutz
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Neue Datenerhebungen in den Kantonen zeigt, dass die grossen Schneemassen im letzten Winter die Anzahl Todesfälle bei den Wildtieren in den Bergregionen erhöht hat. Wildruhezonen, in denen die Begehung für Menschen eingeschränkt ist, können gerade in harten Wintern mithelfen die Wildtiere zu schonen und so ihre Überlebenschancen steigern.

Der Winter 2017/2018 ist vielen Leuten als schneereicher und langer Winter in Erinnerung geblieben. Es kam zu zahlreichen grossen und kleinen Lawinen die Menschenleben forderten und Schäden an der Infrastruktur verursachten. Doch nicht nur der Mensch, sondern auch die Wildtiere litten unter dem harten Winter. Datenauswertungen von Wildtier Schweiz zeigen deutlich mehr Fallwild als in den Jahren zuvor. Zu dem sogenannten Fallwild gehören Wildtiere, welche entweder auf natürliche Art und Weise oder durch Einwirkung des Menschen, ausgenommen die Jagt, gestorben sind.

Der Winter 2017/2018 brachte in den Bergen der Schweiz eine Menge Schnee. © via pxhere
Der Winter 2017/2018 brachte in den Bergen der Schweiz eine Menge Schnee. © via pxhere

Lawinen, Erschöpfung und Krankheit als häufige Todesursache

Wildtier Schweiz erhält von den Kantonen Daten zu den Wildtieren in ihrer Region: Bestandszahlen, Abschüsse, Totfunde und festgestellte Todesursachen der Wildtiere. Mit diesen aktuellen Zahlen speist Wildtier Schweiz ihre Plattform, auf welcher alle jagdbaren, geschützten und fremden Säugetiere sowie Vögel aufgelistet sind. Die Fallwildstatistik zeigt es deutlich: Der schneereiche Winter 2017/2018 war vor allem in den Zentral- und Ostalpen lang und hart für die Wildtiere. Mehr Tiere kamen in Lawinen um. Da die Tiere auf der Suche nach Nahrung bis in die Täler hinunterstiegen, verunfallten sie dort auch häufiger im dichten Strassen- und Schienenverkehr. Auffallend viele Tiere starben an Erschöpfung und/oder Krankheit. In so langen, harten Wintern zehrt jede Anstrengung am knappen Energievorrat von Hirsch, Gämse, Steinbock und Co.

Wildruhezonen erhöhen die Überlebenschancen der Wildtiere

Jedes Gehen durch tiefen Schnee, jede Flucht vor Feinden oder vor Menschen ist für Wildtiere enorm belastend. Deshalb sind Wildruhezonen wertvolle Rückzugsinseln, wo Wildtiere mit ihren Kräften haushalten und somit besser überleben können. Wintersportler und Spaziergänger können Wildtieren in ihrem Überlebenskampf helfen, indem sie Wildruhezonen meiden, deren Begehung saisonal eingeschränkt wurde.

3 Kommentare

  • Sonja Portenier

    …und im Winter besonders auch Tourenskifahrer und solche die abseits der Piste fahren!

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  • Wenger Barbara

    Deshalb bin ich dagegen dass Schneeschuhwandern in solchen Gebieten erlaubt ist. Der Mensch nimmt sich einfach respektlos jede Freiheit raus!

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    • Stäger Barbara

      Frau Wenger ich stimme Ihnen voll zu. Es ist schon anmassend, wieviel Natur wir uns nehmen…. Tiere müssen sich mehr zurückziehen. Ob Jogger, Biker, Wanderer, Gleitschirmler… egal… wir machen uns definitiv zu breit


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