Viadi dils Scaruns

04Okt14:1516:30Viadi dils Scaruns

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Erleben Sie die aufsteigenden Seeforellen und erfahren Sie mehr über den Gewässerzustand des Vorderrheins. Die Reuse an der Wasserfassung Tavanasa wird kontrolliert, die Aufsteiger und Aufsteigerinnen aus dem Bodensee gezählt und untersucht. Dabei können wir die Bodenseeforellen aus der Nähe betrachten.

Der Rückgang der Forellen im Vorderrhein, verursacht durch Hochwasser, Wasserbaumassnahmen, Wasserkraft und Klimawandel, betrifft auch die stark bedrohte Seeforelle. Die Ergebnisse einer Untersuchung im Auftrag des Amts für Jagd und Fischerei Graubünden unterstreichen die Bedeutung eines gesunden Fischbestands für die ökologische Stabilität des Flusssystems und werden im Rahmen eines WWF-Anlasses vorgestellt.

Der Forellenbestand im Vorderrhein ist seit Jahren stark rückläufig. Dies wurde anfänglich vor allem von den Fischenden beobachtet, die signifikant weniger Fische fangen konnten. Dieser Trend konnte auch mit Daten aus der kantonalen Fischereistatistik und standardisierten Fischbestandsaufnahmen des Kantons bestätigt werden. Das Amt für Jagd und Fischerei, Graubünden hat deshalb eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um die Ursachen für diesen Rückgang genauer bestimmen zu können. Die Resultate dieser Untersuchung liegen nun vor. Die Ursachen sind vielfältig: ein Jahrhundert Hochwasser im Jahr 1987, Wasserbaumassnahmen, Veränderungen in der Wasserstromproduktion, und nicht zuletzt der Klimawandel beeinflussen den Lebensraum Vorderrhein. Trotz erfolgreicher Naturverlaichung und Schutzmassnahmen bleibt die Bachforellenpopulation gering. Insbesondere grössere, reproduktionsfähige Forellen fehlen häufig. Was den Vorderrhein als Habitat betrifft, ist die Gewässersohle oft karg, was Laichplätze einschränkt, und die Nahrungssituation (Makrozoobenthos) scheint ebenfalls abschnittweise nicht auszureichen, um eine grössere Forellenpopulation langfristig zu erhalten.

Da die Seeforelle vom Bodensee bis nach Tavanasa in den Vorderrhein hochsteigt, sind die Rückgänge und die verschlechterten Lebensraumbedingungen nicht nur für Bachforellen, sondern auch für die schweizweit stark gefährdete Seeforelle bedeutend. Ein verbleibender, gesunder Seeforellenbestand ist wichtig für den Austausch von Genmaterial und die ökologische Stabilität der Forellenpopulationen in diesem Flusssystem.

Während diesem WWF Anlass werden die Resultate der Untersuchungen des Gewässerzustands im Vorderrhein genauer erläutert und wir werden die Reuse an der Wasserfassung Tavanasa kontrollieren, wo jedes Jahr erfolgreiche Aufsteiger und Aufsteigerinnen aus dem Bodensee gezählt und untersucht werden. Mit etwas Glück werden wir eine Bodenseeforelle aus der Nähe betrachten können.

Programm:
13:46 Ankunft Zug in Tavanasa
14:15 Empfang an der Wasserfassung Tavanasa
für Leute, die mit ÖV anreisen: 13:50 RhB Station Tavanasa Breil/Brigels, shuttle service an die Wasserfassung
Informationen zum Lebensraum und den Seeforellen und Besichtigung der Reuse mit den Seeforellen. 40 Minuten bis 1 ½ Std. falls die Gruppe aufgeteilt werden muss.
Anschliessend Apero mit Unterstützung der Oberstufe Breil.

Leitung
Roland Tomaschett, Fischereiaufseher AJF Graubünden
Dr. Laetitia Wilkins, Zoologin, Umweltwissenschaftlerin

Voraussetzungen für Teilnahme
Keine.

Mitnehmen/Ausrüstung
Kleidung für jedes Wetter.

Verpflegung
Aus dem Rucksack, der Anlass endet mit einem kleinen Apéro vom Grill

Durchführung
Die Führung findet auch bei ungünstiger Witterung statt.

Kosten
Keine, die Einnahmen des Apéros fliessen in die Klassenkasse der Superiura Scolas Breil.

Bemerkung
Versicherung ist Sache des Teilnehmenden.

Zeit

4. Oktober 2026 14:15 - 16:30(GMT+00:00)

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