Vom 3. bis 6. September 2026 blüht es wieder hinter dem Bahnhof Basel SBB: «Basel blüht auf» verlegt 2000 Wiesenziegel zu einer artenreichen Blumenwiese. In der einzigartigen Kooperation zeigen BirdLife Schweiz, die Basler Kantonalbank und die Christoph Merian Stiftung, wie Natur in der Stadt die Lebensqualität verbessert – mit einer grossen, artenreichen Wiese, zwei Insekten-Flugsimulatoren, einer Ausstellung, Spielen für Gross und Klein. Danach zieht die Wiese weiter und wertet Lebensräume in der Region auf, unter anderem im BirdLife-Artenförderungsprojekt für den Gartenrotschwanz.
Der Meret Oppenheim-Platz ist an heissen Tagen ein grauer, überhitzter Ort. Zum 3. September 2026 verändert er sein Gesicht: «Basel blüht auf» verlegt 2000 Wiesenziegel, und anstelle von Asphalt liegt eine rund 400 Quadratmeter grosse Blumenwiese – mit Margeriten, Wiesen-Salbei, Wilder Möhre und Dutzenden weiterer einheimischer Arten. Vier Tage lang lässt sich mitten in der Stadt erleben, was eine artenreiche Wiese ausmacht: Sie summt, duftet und kühlt.
«Biodiversität beginnt nicht am Stadtrand, sondern vor unserer Haustür.»
Baschi Dürr, Direktor Christoph Merian Stiftung
Genau solche Wiesen sind in der Schweiz fast verschwunden. Über 90 Prozent der blütenreichsten Magerwiesen sind verloren gegangen – vor allem, weil die Landwirtschaft immer intensiver wurde und weil im Siedlungsgebiet kaum Flächen für die Natur übrigbleiben. Über ein Drittel der einheimischen Tier- und Pflanzenarten ist gefährdet oder sogar bereits ausgestorben in unserem Land. Damit steht die Schweiz deutlich schlechter da als alle ihre Nachbarländer.
Als Schmetterling durch die Blumenwiese fliegen
Im Zelt erwartet die Besuchenden eine abwechslungsreiche Ausstellung. Besondere Attraktion sind zwei BirdLife-Flugsimulatoren: Wer sich hineinlegt, fliegt als Schmetterling durch eine artenreiche Vegetation und spürt die Flugbewegungen am eigenen Körper. Dazu kommen Spiele für Gross und Klein, die zeigen, warum eine vielfältige Natur uns allen nützt – sie bestäubt unsere Nahrungspflanzen, sorgt für saubere Luft und gutes Wasser, kühlt die Stadt an Hitzetagen und macht die Quartiere lebenswerter.

Ein Stück Natur für den eigenen Balkon
Wer möchte, kauft sich am Anlass einen eigenen Wiesenziegel und schafft damit im Garten oder auf dem Balkon selbst ein kleines Stück Natur. «Jede Fläche zählt», sagt Raffael Ayé, Geschäftsleiter von BirdLife Schweiz. «Ob Fenstersims, Balkonkiste oder Garten – wo einheimische Blumen blühen, finden Wildbienen, Schmetterlinge und Vögel Nahrung.»
Bild: © BirdLife Schweiz
Kraut-Funding:
100 Franken für einen Quadratmeter Wiese
Parallel zum Anlass läuft das «Kraut-Funding» – ein Crowdfunding für die Natur. «Basel blüht auf» ruft die Öffentlichkeit auf, mit 100 Franken einen Quadratmeter artenreiche Wiese zu spenden. BirdLife Schweiz pflanzt diese Quadratmeter anschliessend in Naturförderungsprojekten in der Region aus und pflegt sie langfristig.
Die Wiese zieht weiter – zum Gartenrotschwanz
Am 7. September baut «Basel blüht auf» die Wiese wieder ab und bringt sie an ihren endgültigen Bestimmungsort. Damit wertet «Basel blüht auf» kleine und grosse Lebensräume in der Stadt Basel und im Kanton Basel-Landschaft auf – unter anderem im BirdLife-Artenförderungsprojekt für den Gartenrotschwanz.
Eröffnung mit André Hoffmann
Eröffnet wird «Basel blüht auf» am Vorabend, Mittwoch, 2. September 2026, ab 17 Uhr, im Kreis geladener Gäste aus Wirtschaft, Naturförderung, Politik und Verwaltung. Hauptredner ist André Hoffmann, Co-Präsident des World Economic Forum und Vizepräsident des Verwaltungsrats der Roche Holding AG. Er spricht über sein Buch «Die neue Natur des Wirtschaftens», das er zusammen mit Peter Vanham geschrieben hat. Anschliessend tragen die Gäste aus den Perspektiven ihres Alltags Fragen und Anregungen zusammen und suchen gemeinsam Handlungsperspektiven für eine nachhaltige Zukunft.
