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Ein Studium für die Umwelt

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Wer nicht nur in der Freizeit, sondern von Beruf Natur- und UmweltschützerIn werden möchte, dem bietet sich die Wahl verschiedenster Studiengänge in der Schweiz. Wir haben eine Übersicht der verschiedenen Möglichkeiten für angehende Studentinnen und Studenten zusammengestellt.

Je nach Interesse und Voraussetzungen kann ein Studium für die Umwelt ganz unterschiedlich aussehen. Für naturwissenschaftlich Interessierte eignen sich beispielsweise Studiengänge wie Biologie und Umweltwissenschaften. Wer gerne eine praxisorientiertere Ausbildung hat, entscheidet sich vielleicht eher für Studiengänge wie Waldwissenschaften oder Umweltingenieurwesen. Doch die Wahl des Studiums ist meist nicht trivial; viele Faktoren müssen für die Entscheidung berücksichtigt werden.

Studiengänge rund um die Naturwissenschaften

Der klassische Weg in den Umwelt- und Naturschutz war früher das Biologie-Studium. Kaum eine Disziplin hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten so stark verändert wie die Biologie, die sich heute vermehrt mit der Molekularebene befasst. Dennoch ist das Biologie-Studium nach wie vor eine gute Basis für eine spätere Tätigkeit im Umwelt- und Naturschutz. Insbesondere Vertiefungen in den Bereich Ökologie und Verhaltensbiologie eignen sich für den Einstieg in den Naturschutz.

Auch weniger klassische naturwissenschaftliche Studiengänge bieten sehr gute Voraussetzungen für die Arbeit im Naturschutz. Generell können naturwissenschaftliche Studiengänge an universitären Hochschulen und an der ETH studiert werden. Der Fokus liegt primär auf der akademischen Karriere, und wer gerne in der Forschung arbeiten möchte, für den bieten diese Studiengänge eine gute Basis. Forschung ist jedoch keineswegs der einzig mögliche Berufsweg, im Gegenteil – es sind auch zahlreiche praxisorientierte Berufsfelder möglich.

Der interdisziplinäre und systemorientierte Studiengang Umweltnaturwissenschaften ist ein sogenannter „Generalist“. Das Studium beschäftigt sich mit komplexen Fragen rund um das System Erde und bezieht sich auf naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Methoden. Generalisten-Studiengänge sind sehr breit, deshalb sagen manche Abgänger, sie können alles ein bisschen und doch nichts richtig. Doch das breite Studium ermöglicht eine Übersicht und Vernetzung der verschiedenen Expertengebiete, was insbesondere bei komplexen Umweltproblemen zentral ist. Und durch die Vertiefung im dritten Studienjahr und dann später im Master wird auch einiges an Expertenwissen erarbeitet. Auch das Geographie-Studium ist ein solcher Generalist, der sich mit dem System Erde auf verschiedenen Ebenen befasst. Während das Geographiestudium mehr auf die Mensch-Umwelt-Beziehung fokussiert, so befasst sich das Studium der Umweltnaturwissenschaften zielgerichtet mit aktuellen Umweltproblemen und der Entwicklung von Lösungen. Umweltnaturwissenschaften als Vollstudium kann nur an der ETH studiert werden. An einigen Universitäten kann es jedoch im Nebenfach studiert werden, beispielsweise an der Universität Zürich.

Auch technischere Studiengänge sind gute Einstiegsmöglichkeiten in den Umwelt- und Naturschutz. Dazu gehören das Studium des Umweltingenieurs an der ETH, Erdwissenschaften oder Geologie, sowie Energie- und Umwelttechnik. Die Aufgaben dieser Studiengänge bestehen darin, technisch fundierte Lösungen für eine effiziente und nachhaltige Ressourcennutzung zu erarbeiten. Dies kann in verschiedenen Bereichen sein, beispielsweise Entsorgung von Abwasser, Abfällen, Sanierung belasteter Böden und Gewässer oder nachhaltige Energiesysteme.

Fachhochschulen: praxisorientiert und angewandt

Wer bereits eine ausgeprägte Vorstellung davon hat, in welchem Bereich er oder sie später tätig sein möchte, dem bieten Studiengänge an Fachhochschulen interessante Möglichkeiten. Im Gegensatz zu den Universitäten und der ETH fokussieren die Fachhochschulen auf angewandte Forschung und einen starken Praxisbezug. Die Studiengänge sind also nicht in erster Linie wissenschaftliche Ausbildungen, sondern eigentliche Berufsausbildungen. Daher unterscheiden sich die Voraussetzungen für das Studium von denjenigen an Universitäten. Oft ist Praxiserfahrung in einem der Studienrichtung verwandten Berufsfeld erforderlich. Auch die Art der Wissensvermittlung unterscheidet sich von derjenigen der universitären Hochschulen: Die Gruppen an Fachhochschulen sind kleiner und es wird mehr in Kursen und Seminaren statt in Vorlesungen vermittelt.

Das Umweltingenieur-Studium, welches an der ZHAW angeboten wird, setzt sich ebenso wie das Umweltwissenschaften-Studium mit verschiedenen Dimensionen des Umweltbereichs auseinander. Es ist jedoch kein Generalisten-Studium, bereits zum Beginn des Studiums muss man sich für eine Vertiefung entscheiden. Dazu gehören beispielsweise Naturmanagement oder Umweltsysteme und Nachhaltige Entwicklung.

Weitere berufsorientierte Studiengänge bietet die HAFL in Zollikofen mit den Studiengängen Waldwissenschaften und Agrarwissenschaften an. Das Studium der Waldwissenschaften beschäftigt sich mit einem naturverträglichen Management des Ökosystems Wald. Dazu gehören die verschiedensten Funktionen des Waldes, von Schutzfunktionen über Lebens- und Erholungsraum bis zur Nutzung als Baustoff und erneuerbare Energieträger. Auch der Studiengang Agrarwissenschaften bietet mit den Vertiefungen Regionalmanagement in Gebirgsräumen, Nachhaltige Produktionssysteme, sowie Wertschöpfungsketten und ländliche Entwicklung verschiedene Anknüpfungspunkte zu Umweltschutz-Themen.

Einen Schritt weitergedacht

Die Wahl des Studiums ist zwar wichtig, es gibt jedoch innerhalb des gewählten Studiums auch Spielraum für verschiedene Wahlmodule und Vertiefungen. Diese können oft nach dem ersten oder zweiten Studienjahr gewählt werden und können wegweisend für die spätere Berufspraxis sein. Sie müssen es aber nicht sein. Neben dem Studium sind auch Freizeitaktivitäten, Freiwilligeneinsätze, Nebenjobs, Kurse und Praktika ebenso wichtige Faktoren, die dabei helfen, die richtige Arbeitsstelle zu finden. Und an den universitären Hochschulen kommt natürlich auch noch der Master dazu, der eine Spezialisierung erfordert und im Vergleich zum Bachelor viel wegweisender ist. Schlussendlich ist durch die Kombination all dieser Faktoren jedes Studium individuell. Und der Berufsweg nach dem Studium ergibt sich nicht nur aus den Fächern, die gewählt werden, sondern vor allem aus den Praxiserfahrungen.

Für eine ausführlichere Beschreibung der einzelnen Studiengänge finden Sie unter www.berufsberatung.ch sowie unter www.umweltprofis.ch detaillierte Informationen.

Entscheidungskriterien für die Wahl des Studiums

  • Was interessiert mich?
  • Worin bin ich gut?
  • Berufsmöglichkeiten nach dem Studium?
  • Wo wird der Studiengang angeboten?
  • Praxistest! Am besten den Studiengang mal in der Realität prüfen.

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