Dossier: Regenwald

Wir verlieren die grünen Lungen unseres Planeten

Zehnmal die Schweiz: Soviel Waldfläche ging seit 2004 allein in Entwaldungshotspots verloren. Das zeigt der neuste WWF-Bericht «Entwaldungsfronten». Auch die Schweiz trägt mit ihren Importen...

Schokolade statt Regenwald: Wie Schweizer Importe die weltweite Entwaldung anheizen

Eine Fläche fast dreimal so gross wie die Schweiz wurde zwischen 2015 und 2019 benötigt, um die hiesige Nachfrage nach land- und forstwirtschaftlichen Rohstoffen...

Petition gegen Nachhaltigkeitsschwindel bei Tropenholz

Nachdem Holzfirmen jahrzehntelang den Regenwald auf Borneo zerstört haben, wollen sie ihr Holz international als nachhaltig vermarkten. Erste Zertifikate wurden bereits vergeben, obwohl die betroffenen Indigenen weder informiert noch konsultiert wurden. Dieser Nachhaltigkeitsschwindel wird durch die internationale Holzzertifizierungsstelle PEFC mit Sitz in der Schweiz gedeckt. Die Organisation «SAVE rivers» hat mit dem «Bruno Manser Fond» eine Petition lanciert.

Tropen: grösserer Waldverlust wegen Corona

Mit der weltweiten Ausbreitung von COVID-19 ist der Waldverlust in den Tropen massiv angestiegen. Wie eine aktuelle Untersuchung des WWF Deutschland ergibt, stieg die Waldzerstörung im März 2020 im Vergleich zu den Vorjahren um durchschnittlich 150 Prozent an. Insgesamt seien damit allein im März dieses Jahres rund 645'000 Hektar Tropenwälder verschwunden, was etwa der siebenfachen Fläche Berlins entspricht. Den grössten Verlust verzeichnen die Umweltschützer in Indonesien, gefolgt von der Demokratischen Republik Kongo und Brasilien.

Was hat das Coronavirus mit Naturschutz zu tun?

Mit dem Ausbruch der als Covid-19 bezeichneten Erkrankung kommt auch die Frage nach dem Ursprung des Virus. Viele Erreger von Infektionskrankheiten stammen von Wildtieren. Wenn der Lebensraum zerstört ist, zwingen wir den Tieren unsere Nachbarschaft auf. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Tiere, wie auch ihre Mikroben, in Kontakt mit Menschen kommen.

Konzerne sind Komplizen für Bolsonaros Urwald-Zerstörung

Seit Präsident Bolsonaros «Liberalisierung» wird Brasiliens Urwald noch schneller abgeholzt – mit Hilfe von Konzernen und dem Konkurrenzdruck von China. Der Agrarkonzern Cargill liefert durch die Urwald-Abholzung im Savannengebiet rund 60% der brasilianischen Sojaproduktion. Umweltorganisationen fordern von Cargill ein Sojamoratorium, doch der Konzern weigert sich.

Petition: Retten Sie 2.6 Millionen Bäume

Im UNESCO Welterbe-Gebiet Selous in Tansania sollen 2.6 Millionen Bäume gefällt werden, um Platz für einen Staudamm zu schaffen. Eine Petition des Vereins «Rettet den Regenwald» sammelt nun Unterschriften, damit dieses Gebiet für Flora und Fauna erhalten bleibt.
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