Dossier: Gewässerökologie

Buchtipp: Der Biber – Baumeister mit Biss

Kaum eine andere Tierart Mitteleuropas feierte ein derart erfolgreiches Comeback wie der Biber. Ihm wird das umfassende Buch «Der Biber – Baumeister mit Biss» gewidmet. Es beleuchtet, wie das Nagetier durch seine Aktivitäten massgeblich die Gewässerökologie beeinflusst und damit wertvolle Lebensräume schafft, aber auch für Konflikte in der intensiv genutzten Kulturlandschaft sorgt. Die Autoren bieten Lösungen und werben für einen bewussteren Umgang mit unseren Gewässern und ein friedliches Miteinander von Mensch und Biber.

Hochwasserschutzkonzept «Thur+» ist ungenügend

Mit dem Hochwasserschutzkonzept Thur+ sichert der Kanton Thurgau weder den Hochwasserschutz noch sorgt er für die Wiederherstellung artenreicher Lebensräume entlang der Thur. Dies ergibt eine Analyse der Umweltschutzorganisationen und Fischereiverbände. Sie bezeichnen das Konzept als unzureichend und fordern eine grundlegende Überarbeitung.

Verbaute Fliessgewässer: Schweiz steht europaweit an der Spitze

Im europäischen Vergleich verzeichnet die Schweiz neben Holland die höchste Dichte an Hindernissen in Fliessgewässern. Viele von ihnen könnten problemlos zurückgebaut werden,...

Erfolg: Moratorium für Wasserkraftprojekte in Bosnien-Herzegowina beschlossen

Das Parlament der Föderation in Bosnien-Herzegowina hat Ende Juni ein Moratorium für alle neuen Kleinwasserkraftwerke im Land beschlossen. Das heißt, es werden keine neuen Kraftwerke mehr genehmigt und bei bereits genehmigten Projekten soll überprüft werden, ob die Genehmigung rechtens war oder nicht. Damit kommt das Parlament einer langjährigen Forderung von Umweltschützern und großen Teilen der Bevölkerung nach.

Wasserkraftwerke: Sanierungen zur Fischgängigkeit haben begonnen

Bis 2030 soll bei den schweizerischen Wasserkraftanlagen die freie Fischwanderung – die so genannte Fischgängigkeit – wiederhergestellt sein. Ein Dossier des BAFU zeigt auf, wie es heute um die Fischgängigkeit steht.

Schweizer Fluss-Schützer gewinnt EuroNatur-Preis

Wasserkraftwerke verwandeln lebendige Flusslandschaften in eine artenarme Aneinanderreihung von Stauseen. Gegen diesen Trend kämpft Roberto Epple, Fluss-Schützer mit Leib und Seele, seit vielen Jahren. Für sein Engagement erhält Epple am 10. Oktober 2018 den EuroNatur-Preis.

Keiner handelt, wenn zu viel Pestizid im Wasser ist

Die Umweltverbände wehren sich gegen die geplante Revision der Gewässerschutzverordnung (GSchV). Es geht um die Frage, wie viel Pestizide, Medikamente und Industriechemikalien wir in unseren Gewässern tolerieren wollen – und wie wir diese Werte festlegen.

Renaturierung der Sure als Chance für Mensch und Natur

Während Jahrzehnten wurden Bäche und Flüsse in enge Korsetts gedrängt: Siedlungen, Verkehrsflächen oder die Landwirtschaft hatten Vorrang. Mit der Revitalisierung an der Sure in Oberkirch wird einem Bach wieder Platz gegeben.

Pestizide: Das Vorsorgeprinzip bleibt auf der Strecke

In der Schweiz sollen die Grenzwerte für Pestizide und andere Stoffe in oberirdischen Gewässern angepasst werden. Die Grenzwerte mancher Stoffe, darunter Glyphosat, sollen sogar nach oben korrigiert werden, anstatt eine Verringerung des Pestizideintrags anzustreben.

Das Wasserschloss Europas steht unter Beschuss

Es ist unbestreitbar, dass das Wasserschloss Schweiz schlechte Zeiten durchlebt. Aber wie wird sich unsere Rolle als Wasserschloss Europas angesichts des voranschreitenden Klimawandels entwickeln? Der diesjährige eco.naturkongress hat versucht, Aufschluss zu geben.
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