Dossier: Artenschutz

Eine Bahnlinie für Schlingnatter und Zauneidechse

Ein Grossprojekt zieht Bilanz: Zehn Naturschutzvereine haben zusammen mit der SBB die Bahnlinie zwischen Zürich-Altstetten und Knonau zugunsten der Reptilien aufgewertet. Neue Kleinstrukturen bieten jetzt Unterschlupf für gefährdete Arten.

Europäische Fledermausarten reagieren sensibel auf künstliches Licht

Insbesondere Fledermausarten, die in engen Habitaten wie Wäldern jagen, reagieren sehr sensibel auf künstliches Licht. Dagegen sind Fledermäuse, die an Waldrändern oder in offenen Gebieten jagen, etwas toleranter gegenüber künstlichem Licht. Das ist wenig überraschend, aber es bestärkt die dringende Notwendigkeit einer fledermaus- und insektenfreundlichen Beleuchtung.

Wolf wegen Verdacht auf Hybridisierung erlegt

Ende Januar wurde im Wallis ein sehr dunkel gefärbter Wolf von Wildhütern erlegt, weil er für ein Wolf-Hund-Hybrid gehalten wurde. Nun zeigen aber die Analysen, dass diese Vermutung falsch war: Beim erlegten Tier handelt es sich genetisch um einen reinen Wolf.

Glyphosat stört Entwicklung von Kaulquappen

Ein Ulmer Forschungsteam hat untersucht, wie sich ein Glyphosat-basiertes Pflanzenschutzmittel auf die Embryonalentwicklung von Südafrikanischen Krallenfröschen auswirkt. Dabei stiessen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf massive Fehlbildungen bei den Kaulquappen.

Seit 100 Jahren gemeinsam für die Biodiversität – BirdLife feiert Geburtstag

Ob es um den Schutz von Steinkauz oder Eisvogel geht, um mehr Hecken und Obstgärten oder die Biodiversitätsinitiative: BirdLife Schweiz engagiert sich seit 100 Jahren für die Vielfalt der Natur. Die grösste Stärke des Verbands ist seine lokale Verankerung: 430 Naturschutzvereine und 20 Kantonalverbände sind Mitglied der BirdLife-Familie und in den Gemeinden und Kantonen aktiv. Gleichzeitig ist BirdLife Teil des weltweit grössten Naturschutz-Netzwerkes BirdLife International, das ebenfalls 100 Jahre alt wird.

Wieselförderung: «Wir hatten nicht viele Stolpersteine»

Nach gut sieben Jahren Aktivität zieht das Projekt «Wiesel & Co am Zimmerberg» Bilanz. Im Interview verrät der ehemalige Projektleiter, worin der Schlüssel zum Erfolg in der Zusammenarbeit mit den Landwirten liegt und welche Asthaufen für die Zielarten am attraktivsten waren. 

Indirekte Artenförderung in der Stadt Zürich

Von Füchsen in den Städten sprechen alle und auch seltene Vögel treten dort auf. Dass Städte auch eine Arche Noah für Pflanzen sind, davon hört man in den Medien weniger. Doch seltenere Pflanzen können sich in unseren Städten wohlfühlen, auch wenn sie mit der wöchentlich oder jährlich fälligen Grünlandpflege nur indirekt gefördert werden.

Gute Entwicklung bei den Kiebitzen im Grossen Moos

Dank den Naturschutz-Massnahmen sind heute mindestens 15 Kiebitz-Brutpaare im Grossen Moos zuhause, wo es bis 2014 keine solchen Watvögel mehr gab. Dies ist somit die grösste Kiebitzkolonie des Kantons Bern. Aber auch andere Arten der Roten Liste sind dank der Schutzmassnahmen zurückgekehrt.

Der Fischotter ist zurück

Seit einigen Jahren ist klar: Der Fischotter ist zurück. Im letzten Jahrhundert wurde er als Schädling ausgerottet. Heute freuen sich auch die Fischer über seine Heimkehr.

Honigbiene offiziell wieder als Wildtier anerkannt

Die Honigbiene ist nun in der Schweiz von offizieller Seite zum heimischen Wildtier erklärt. Der konkrete Schutz und die Förderung von wildlebenden Honigbienen bleiben hingegen weiterhin grösstenteils ungeklärt und werfen in den Augen der Experten multiple Fragen auf.
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