Immer mehr Menschen entdecken die Freude an der Vogelbeobachtung. So ist es kein Wunder, dass das Bird Race von BirdLife im Aufwind ist und auch immer mehr Firmen das Sponsoring von Wettkampfteams attraktiv finden. Am 35. Schweizer Bird Race vom vergangenen Wochenende wurden gleich mehrere Rekorde gebrochen: Erstmals machten über 100 Teams mit und sammelten für das Kiebitz-Artenförderungsprojekt von BirdLife über 200’000 Franken. Das Siegerteam beobachtete innert 24 Stunden 153 Vogelarten.
Das Bird Race von BirdLife Schweiz verbindet die Freude an der Vogelwelt mit der Möglichkeit, für Naturförderprojekte Geld zu spenden. Das Interesse an der Vogelbeobachtung und an diesem Sponsorenlauf der besonderen Sorte nimmt jährlich zu. Sponsor:innen bezahlen einen selbst gewählten Betrag pro gesichtete Vogelart ihres Teams. Je erfolgreicher ein Team auf seiner 24-stündigen Tour Vögel entdeckt, um so grösser wird also der Sponsorbeitrag. Firmen wie auch Privatpersonen können so konkret für die Natur wirken.
Rekordhohes Interesse und rekordhohe Spende für den Kiebitz
Dieses Jahr waren erstmals über 100 Teams bzw. 380 Personen am Start und gingen auf Vogelsuche in der ganzen Schweiz – natürlich nur zu Fuss, mit Velo oder mit dem öV. Mit der Hilfe von Bird-Race-Teams wie «Häschevogu» und «birdingbeyondthelimit», die je einen Beitrag von über 10’000 Franken sammelten, kommen in diesem Jahr über 200’000 Franken für die Artenförderungsprojekte von BirdLife zusammen – ebenfalls ein neuer Rekord!
Die Mitarbeitenden der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) und Teammitglieder von «birdingbeyondthelimit», Philipp Oswald und Stefan Schaflützel, sind stolz auf den Beitrag, den sie mit Unterstützung ihrer Firma für den Kiebitzschutz leisten können. «Es hat grossen Spass gemacht», sagen die Newcomer nach ihrer ersten Teilnahme beim Bird Race und sind sicher, dass sie nächstes Jahr wieder mit dabei sein werden.

Naturbeobachtung und sportliche Herausforderung
«Wir sind in diesem Jahr bereits zum 15. Mal am Bird Race», sagt Manuel Schweizer vom Team «Swiss Swaro Birders». Seine Motivation, den körperlich anstrengenden Wettkampf zu bestreiten, sei zwar durch das Sponsoring nicht gewachsen. Die komme von der Liebe zur Natur und der Freude am Wettkampf. «Aber wir freuen uns natürlich, mit einer guten Ausrüstung unterstützt zu werden und glauben, dass Swarovski Optik mit seinen finanziellen Beiträgen für die Projekte von BirdLife der Natur tatsächlich helfen kann.»
«Als ich mit 14 Jahren mein erstes Bird Race bestritten habe», erzählt wiederum Lucas Lombardo vom Team «Crex crex», «hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich nach 23 Jahren immer noch jedes Jahr zusammen mit meinen Freunden von damals unterwegs sein würde. Das Bird Race ist eine herausfordernde Tour.» Sein Team wird gleich von mehreren Firmen mit Beiträgen unterstützt. Lombardo freut sich, dass es am Sponsorenlauf für die Vogelwelt verschiedene Kategorien gibt. «Wir finden es super, dass nicht nur die Teams mit den meisten gesichteten Vogelarten ausgezeichnet werden, sondern auch diejenigen, die zusammen mit ihren Sponsoren für den grössten Geldbetrag sorgen – schliesslich möchten wir ja mit unserem Einsatz auch der Natur helfen können.»
Die beiden Teams stehen in der Rangliste auf Platz 2 bzw. 4. Gewonnen mit unglaublichen 153 gesichteten Vogelarten hat diesmal das Westschweizer Team «HUITS JOUGRIS». Bestes Jugendteam wurden die «Natrix Randulins» mit 132 Arten.
Birden für Junge und für Frauen attraktiv
Die Teilnahme von vielen Jungen am Bird Race zeigt: Immer mehr junge, naturinteressierte Menschen und zunehmend auch Frauen machen sich mit ihren Feldstechern und Fernrohren auf in die Natur, um der Vogelwelt nachzuspüren. «Wir haben uns auf eine Ausschreibung von Swarovski Optik beworben», erzählen Michelle Kobler und Olivia Maurer, die Zusammen mit einer weiteren Freundin und Studienkollegin von der ZHAW das «Swaro-Frauenteam» bildeten. «Ein Highlight für uns ist das Gefühl, zu einer Community dazuzugehören. Als wir zum Schluss des 24-stündigen Sponsorenlaufs zusammen mit anderen Teams am Fanel eintrafen und man uns noch Tipps gegeben oder auf Arten aufmerksam gemacht hat, kam ein ansteckendes Wir-Gefühl auf», sagt Michelle. Die Vorstellung, dass gerade mehrere hundert Vogelbeobachter:innen einen Tag lang in der ganzen Schweiz unterwegs waren, um für die Natur Geld zu sammeln, habe sie mit Stolz und Freude erfüllt.
Weitere Informationen zum Bird Race und Rangliste: www.birdrace.ch




