Start News Natur Wegweisender Entscheid für den Flussuferläufer im Kanton Graubünden

Wegweisender Entscheid für den Flussuferläufer im Kanton Graubünden

Das Bundesgericht spricht sich gegen die Erschliessung des Ruinaulta-Abschnitts zwischen Isla Bella und Trin mit einem Wanderweg aus. Nun bleibt dieses letzte ruhige Gebiet der Ruinaulta mit seinen hohen Naturwerten vor Störungen durch den Menschen bewahrt.

Die Ruinaulta ist wegen ihrer Schönheit und der Häufung von seltenen Arten international bekannt. Grosse Teile von ihr sind Auen von nationaler Bedeutung. Ein typischer Auenbewohner der Ruinaulta ist der in der Schweiz stark bedrohte Flussuferläufer. Nur vier bis sechs Paare brüten in der Ruinaulta, vier davon unmittelbar vor oder im Teilstück, das durch den Weg neu hätte erschlossen werden sollen. Diese Bruten des Flussuferläufers wären durch den zunehmenden Tourismus stark gefährdet gewesen. Da sich erfahrungsgemäss jeder zehnte Besucher nicht an Regeln hält, hätten auch Massnahmen wie Weggebote und Abschrankungen nicht viel genützt.

Mit dem heutigen Entscheid hat sich das Bundesgericht im Einklang mit dem nationalen Aktionsplan für den Flussuferläufer zugunsten des Schutzes eines der letzten verbliebenen Brutplätze einer in der Schweiz stark bedrohten Vogelart ausgesprochen. Damit ist aus Sicht der drei Umweltorganisationen BirdLife, Pro Natura und WWF ein Wanderweg in diesem Ruinaulta-Abschnitt definitiv vom Tisch. Die Besucher der Ruinaulta können die grossartige Landschaft weiterhin auf den vielen bereits bestehenden Wanderwegen geniessen.

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