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Verwirrung rund um die Wölfe im Wallis

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Da haben sich einige Wolfexperten in den letzten Tagen ganz schön gewundert. Seitdem der Bericht zum Wolfsmonitoring 2018 vom Kanton Wallis veröffentlicht worden ist, kursieren in den Medien Meldungen über neue Rudel und steigende Anzahl von Wölfen. Die Gruppe Wolf Schweiz klärt auf.

«Neues Wolfsrudel im Wallis» titelt beispielsweise der Schweizer Bauer. Auch von der «Verdoppelung der Wölfe im Wallis» ist immer wieder zu lesen. Die Gruppe Wolf Schweiz meldet sich nun in einer Mitteilung und stellt richtig: Es gibt kein neues Wolfsrudel, sondern das bereits bekannte Rudel konnte laut dem Wolfsmonitoring 2018 bestätigt werden. Zudem hat sich die Anzahl Wölfe nicht verdoppelt, sondern die Zahl bleibt stabil.

Kein neues Wolfsrudel

Laut der Gruppe Wolf Schweiz beruht die Falschmeldung von einem neuen Wolfsrudel im Kanton Wallis auf einer Agenturmeldung. Bei dem drei- bis vierköpfigen Rudel, welches in Wolfsmonitoring Bericht erwähnt wird, handle es sich um das Augustbordrudel, welches bereits seit 2006 bekannt sei. Dies wurde genetisch bestätigt. Noch nicht bewiesen ist laut der Gruppe Wolf Schweiz, ob es beim Rudel auch im Jahr 2018 zu Reproduktion kam. Dies sei allerdings sehr wahrscheinlich.

Zahl der Wölfe stabil

Im Jahr 2018 wurden im Kanton Wallis zehn Wölfe nachgewiesen. Im Jahr 2017 waren es laut dem Wolfsmonitoring 2017 sieben Stück. Von einer Verdoppelung der Anzahl Wölfe kann also nicht die Rede sein. Die Gruppe Wolf Schweiz weist darauf hin, dass es damals durch Fotofallen den Nachweis von mehreren Jungwölfen gegeben hat. Diese konnten zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht genetisch erfasst werden. Zusammen mit diesen Jungwölfen existieren also auch bereits im Jahr 2017 zehn Wölfe. Das Fazit: die Zahl der Wölfe im Wallis hat sich nicht verdoppelt, sondern ist konstant geblieben.

Walliser Politik erfreut Wolfschützer

Passend zu der Verwirrung rund um die Wölfe im Wallis gibt es noch eine News zur Walliser Wolfs-Politik. Nach dem Misserfolg der letzten Abschussbewilligung hat der Grosse Rat nun ein Postulat überwiesen, um zusätzliche Jäger für Wolfsabschüsse beziehen zu können. Die Gruppe Wolf Schweiz meldet sich auch in dieser Sache zu Wort und argumentiert, dass dieser Beizug von Jägern folgenlos sein wird. Denn der letzte Misserfolg sei nicht auf die zu geringe Anzahl Jäger zurückzuführen, sondern vielmehr sei die vorgeschriebene Festlegung des Abschussperimeters um geschützte oder nicht schützbare Herde zu eng. Denn innerhalb der festgelegten Perimeter seien während den Abschussbewilligungen immer Wildhüter und Jäger anwesend, welche von den sensibel reagierenden Wölfen als Gefahr eingestuft werden.

Dazu schreibt die Gruppe Wolf Schweiz «Noch mehr Jäger im Abschussperimeter als heute werden Wölfe eher noch stärker vergrämen als die Chancen von Abschüssen zu erhöhen. Einmal mehr hat sich die Walliser Politik aus totaler Unkenntnis über den Wolf und die Schwierigkeiten bei dessen Abschuss einen veritablen Schuss ins eigene Bein verpasst. Uns und den Wolf freut das.»

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