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Luchsnachwuchs im Pfälzerwald

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Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz geht aktuell von drei Würfen aus. Überprüft werden konnte nur der Nachwuchs von zwei der Luchsweibchen.

Der Wurf der einen Luchsin wurde vom Luchs-Team der Stiftung in einer schmalen Felshöhle entdeckt. Dort befanden sich mindestens zwei Luchsjunge. Aufgrund der schlechten Zugänglichkeit des Verstecks konnte nur ein Luchsjunges der kurzen standardmäßigen Kontrolle unterzogen werden, wie die Stiftung in einer Mitteilung berichtet. Es handelte sich um einen kleinen männlichen Luchs mit einem Gewicht von knapp 1 kg. Die genetische Untersuchung der Speichelprobe wird Aufschluss über die Vaterschaft geben. In Frage kommen insbesondere ein etwa im selben Gebiet ansässiger Luchs oder ein angrenzend etabliertes Männchen.

Ein junger Luchs wird hier gehalten, um einen kurzen Gesundheitscheck zu machen.
Der junge Luchs beim kurzen Gesundheitscheck. © Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz

«Es ist ein großer Gewinn für die Artenvielfalt im Land, dass auch im zweiten Jahr nach Freilassung der ersten Luchse im Biosphärenreservat Pfälzerwald erfolgreich junge Luchse nachgewiesen werden», sagte Umweltministerin Ulrike Höfken.

Trächtig umgesiedelt

Eine weitere Luchsin war im April in den Pfälzerwald gebracht worden. Die Daten ihres Sendehalsbands signalisierten ein stark eingeschränktes Bewegungsmuster ab Ende Mai, so dass die Luchsin bereits bei ihrer Ankunft in frühem Stadium tragend gewesen sein musste. Gut versteckt in einem Haufen von Schlagabraum fand sich ein wohlgenährtes, ebenfalls männliches Jungtier.

Beide Luchsweibchen kehrten nach den kurzen veterinärmedizinischen Untersuchungen zu den Jungtieren zurück und halten sich weiterhin im gleichen Bereich auf, wie mit Hilfe der VHF/GPS-Sendehalsbänder nachvollzogen werden konnte.

Hoffen auf die Fotofalle

Eine dritte Luchsin hatte bereits im Vorjahr einen Wurf mit zwei Jungtieren. Den Mitarbeiter der Stiftung liegen auch bei diesem Weibchen Hinweise vor, die auf Nachwuchs schließen lassen. Die Luchsin, deren GPS-Halsband seit letztem Jahr nicht mehr sendet, war mit Hilfe von Fotofallen der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft im Frühjahr zunächst mit und dann ohne runden Bauch dokumentiert worden. Ab etwa August werden Luchsjunge zunehmend mobiler und fangen an ihrer Mutter durch ihr Streifgebiet zu folgen. Möglicherweise können die Jungtiere später auf den Streifzügen entdeckt werden.

Fortpflanzungsfähige Luchsweibchen müssen nicht jedes Jahr einen Wurf haben. Etwa 10 Monate bleiben die kleinen Luchse bei ihrer Mutter. Trotz aller Fürsorge der Mutter für die kleinen Luchse ist dies eine schwierige Zeit. Nur etwa 50 % der Luchsjungen erreichen das zweite Lebensjahr.

Erfolgreiche Wiederansiedlung in Deutschlands grösstem Waldgebiet

Der Pfälzerwald gilt als das grösste zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Nach umfangreichen Vorbereitungen wurden die ersten drei Luchse im Juli 2016 im Pfälzerwald ausgewildert; acht weitere folgten bisher und zwei Jungtiere wurden bereits in der neuen Heimat geboren. Insgesamt ist geplant 20 Luchse in den Naturpark umzusiedeln. Die freigesetzten Luchse erhalten alle ein GPS-Halsband.

Karten zur aktuellen Raumnutzung der Luchse aus dem Wiederansiedlungsprojekt sind auf der Homepage der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz zu finden. http://www.luchs-rlp.de.

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