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Invasive Hornisse auf dem Vormarsch: Wie Sie helfen können

Die Asiatische Hornisse breitet sich in der Schweiz seit einigen Jahren stark aus und stellt für einheimische Insekten, insbesondere Honigbienen, eine wachsende Bedrohung dar. Um ihrer Ausbreitung entgegenzuwirken, ist die Mithilfe der Bevölkerung wichtig: Wer die invasive Art erkennt und Sichtungen korrekt meldet, ermöglicht eine fachgerechte Bekämpfung und kann einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Mensch und Natur leisten.

Eine invasive Art auf dem Vormarsch

Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) breitet sich gerade in unheimlichem Tempo über die Schweiz aus. Obwohl sie erst vor neun Jahren in der Westschweiz erstmals gesichtet wurde, umfasst ihr heutiges Verbreitungsgebiet bereits grosse Teile des Mittellandes. Die ursprünglich aus China stammende Hornissenart wurde Anfang des 21. Jahrhunderts in Südfrankreich eingeschleppt. Von dort aus eroberte sie bereits grosse Teile Westeuropas und wird als invasive Art auch in der Schweiz zu einem immer grösseren Problem.

Günstige klimatische Bedingungen, ein reiches Nahrungsangebot und das weitgehende Fehlen natürlicher Feinde begünstigen ihre Ausbreitung. Besonders das Schweizer Mittelland bietet der Art geeignete Lebensräume. Da Asiatische Hornissen grosse Völker bilden und jedes Nest zahlreiche Jungköniginnen hervorbringen kann, vergrössert sich die Population rasch.

Darunter leiden besonders die Honigbienen, die ganz oben auf ihrer Speisekarte stehen. Die Hornissen lauern häufig vor Bienenstöcken, fangen heimkehrende oder ausfliegende Bienen ab und setzen die Völker dadurch stark unter Druck.

Woran erkennt man die Asiatische Hornisse?

Eine zuverlässige Erkennung ist der erste Schritt, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Die Asiatische Hornisse ist etwas kleiner als die einheimische Europäische Hornisse, wirkt aber durch ihre dunkle Färbung auffällig. Typisch sind ein fast schwarzer Körper, ein breiter orange-gelber Streifen am Hinterleib und gelbe Beinenden.

Auch die Nester können Hinweise geben. Im Frühjahr gründet die Königin zunächst ein kleines Primärnest. Dieses befindet sich häufig an geschützten Orten in Bodennähe, zum Beispiel unter Dachvorsprüngen, in Schuppen, Garagen, Hecken oder anderen geschützten Strukturen. Später im Jahr ziehen viele Völker in ein deutlich grösseres Sekundärnest um. Dieses liegt meist hoch oben in Baumkronen und wird oft erst im Herbst sichtbar, wenn die Blätter fallen.

Wer eine verdächtige Hornisse oder ein Nest entdeckt, sollte das Tier nicht berühren und sich dem Nest nicht nähern. Für eine sichere Bestimmung sind Fotos oder Videos hilfreich. Besonders geeignet sind Aufnahmen, auf denen Körperfärbung, Hinterleib und Beine gut erkennbar sind.

Graphik: © www.asiatischehornisse.ch

Jede Sichtung zählt!

Sichtungen der Asiatischen Hornisse sollen in der Schweiz über die offizielle Meldeplattform www.asiatischehornisse.ch gemeldet werden. Nebst Angabe des Fundorts können dort Fotos oder kurze Videos von verdächtigen Tieren oder Nestern hochgeladen werden. Fachpersonen prüfen anschliessend, ob es sich tatsächlich um eine Asiatische Hornisse handelt.

Wichtig ist, den Fundort möglichst genau anzugeben. Bei Nestern sollte man den Standort auf der Karte sorgfältig überprüfen, da ungenaue Standortangaben die spätere Suche erschweren können. Auch wiederholte Beobachtungen am gleichen Ort sind wertvoll, weil sie Hinweise auf ein nahegelegenes Nest geben können.

Die Meldung ist nicht nur für einzelne Bekämpfungsmassnahmen wichtig, sondern auch für die Dokumentation der Ausbreitung. Je besser die Datenlage ist, desto gezielter können Kantone reagieren und entscheiden, wo Nester gesucht, entfernt oder Schutzmassnahmen verstärkt werden müssen.

Die Asiatische Hornisse wird sich in der Schweiz voraussichtlich weiter ausbreiten. Entscheidend ist deshalb ein verantwortungsvoller Umgang mit der Art. Wer sie erkennt, korrekt meldet hilft mit, Schäden für Bienen, Biodiversität und Landwirtschaft zu begrenzen. Frühes Erkennen und schnelles Melden sind dabei die wichtigsten Beiträge, die jede Person leisten kann.

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