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Gute Entwicklung bei den Kiebitzen im Grossen Moos

Dank den Naturschutz-Massnahmen sind heute mindestens 15 Kiebitz-Brutpaare im Grossen Moos zuhause, wo es bis 2014 keine solchen Watvögel mehr gab. Dies ist somit die grösste Kiebitzkolonie des Kantons Bern. Aber auch andere Arten der Roten Liste sind dank der Schutzmassnahmen zurückgekehrt.

Der Kiebitz ist in der Schweiz vom Aussterben bedroht und auch gemäss europäischer Roter Liste potenziell gefährdet. Vor ein paar Jahren gab es schweizweit kaum mehr 100 Brutpaare. Vor allem die Intensivierung der Landwirtschaft macht der Art Probleme. Umso erfreulicher ist das Engagement des lokalen Landwirts und der Erfolg des Schutzprojekts im Grossen Moos. BirdLife Schweiz, der Landwirt Roger Schwab, die Abteilung Naturförderung des Kantons und weitere Partner haben mit gezielten Massnahmen die Brutbedingungen für den Kiebitz verbessert. Mit Erfolg: 2014 gab es erste Anzeichen für einen möglichen Beginn der Wiederbesiedlung durch die Kiebitze. 2015 haben Kiebitze im Grossen Moos erstmals seit etwa 15 Jahren wieder erfolgreich Junge aufgezogen. Heute, 2021, sind es mindestens 15 Brutpaare. Wir sprechen gar von der grössten Kiebitzkolonie im Kanton Bern und der drittgrössten der Schweiz. Das ist ein wichtiger Beitrag, um das Überleben dieser Art in der Schweiz zu sichern und allenfalls auch eine Wiederbesiedlung der Romandie zu ermöglichen, berichtet BirdLife Schweiz in einer Medienmitteilung.

Von den verschiedenen Naturschutz-Massnahmen und dem Engagement der lokalen Landwirte profitieren auch viele weitere Arten: 2020 wurden mit über 70 Dorngrasmücken-Revieren dreimal mehr als 2007 festgestellt, und den auf 3 Brutpaare angewachsenen Steinkäuzen gelang es, 9 Jungvögel aufzuziehen. Sorgenkind bleibt die Grauammer. Sie hat in den letzten 10 Jahren einen starken Bestandseinbruch erlitten. 2020 konnten gerade noch 13 Reviere festgestellt werden. Für eine positive Entwicklung reicht die Qualität der Lebensräume derzeit noch nicht aus – umso bedeutungsvoller ist das Grosse Moos für das Überleben dieser Art. Die Justizvollzugsanstalten Witzwil haben schon vor über 20 Jahren Pilotmassnahmen für die Art ergriffen. Im Rahmen des Projekts Kulturlandvögel im Grossen Moos haben BirdLife Schweiz, die JVA Witzwil und weitere Partner Buntbrachen für die Art errichtet, die auch prompt besiedelt wurden. Es bleibt aber noch viel zu tun. Verstärkte Anstrengungen sind nötig und weitere Schutzgebiete wie das Grosse Moos sollten gesichert werden. Bevor die Arbeit weitergeht, sollten die bedeutungsvollen Zwischenerfolge und die gute Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern gebührend gefeiert werden. Hauptgast der morgendlichen Kiebitz-Safari war Nationalratspräsident Andreas Aebi.


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