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Erstmals Bartgeier-Brut im Kanton St. Gallen bestätigt

Dieses Jahr gelang erstmals eine erfolgreiche wildlebende Bartgeier-Brut im Kanton St. Gallen: Ein Jungvogel ist in einem natürlichen Horst im Taminatal ausgeflogen – ein bedeutender Meilenstein für das Artenschutzprojekt.

Naturschutz braucht manchmal einen langen Atem: 15 Jahre nach dem Start von Bartgeier-Auswilderungen im Kanton St. Gallen, erfolgte jetzt die erste erfolgreiche Brut, wie die Stiftung Pro Bartgeier mitteilt. In einem natürlichen Horst im Taminatal wuchs ein Jungvogel heran, der Anfang August ausgeflogen ist.

Die Stiftung Pro Bartgeier hatte zwischen 2010 und 2014 im Calfeisental insgesamt zwölf junge Bartgeier ausgewildert. Ziel war es, die genetische Vielfalt in der noch jungen Alpenpopulation zu verbessern. Mehr als zehn Jahre später zeigt sich nun der Erfolg dieser Bemühungen. Der Jungvogel stammt von einem Männchen namens Noel-Leya ab, das 2014 im Calfeisental freigelassen wurde. Die Herkunft des Weibchens ist noch unbekannt.

Noel-Leya hielt sich schon seit 2017 im Calfeisental aus, nachdem er nach der Auswilderung drei Jahre auf Wanderschaft war. Er gesellte sich zu Sardona und die beiden blieben bis zum Tod von Sardona im Jahr 2023 zusammen. Allerdings gab es keinen Bruterfolg, gemäss Stiftung Pro Bartgeier auch nicht verwunderlich, denn «beide waren ja Männchen und ein Weibchen stiess in der Zeit nie zum Paar dazu.»

Um die empfindliche Brut nicht zu gefährden, werden genaue Angaben zum Standort nicht veröffentlicht. Bartgeier reagieren sensibel auf Störungen; insbesondere Helikopterflüge, Drohnen oder Annäherungen durch Menschen können zum Abbruch einer Brut führen. Deshalb wird von Besuchen in der Nähe des Horstes dringend abgeraten.

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