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Ein Pseudoskorpion als Bienenretter?

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Die Bienen leiden unter der Varroamilbe, einem Parasiten, welcher Bienenvölker drastisch reduzieren kann. Sie ist einer der Hauptgründe für das andauernde Bienensterben.

Meistens werden die Milben mit Chemikalien bekämpft, doch diese können sich auch auf die Bienen selbst negativ auswirken. Eine andere Lösung für das Problem liefert Torben Schiffer, welcher sich für sein Staatsexamen an der Universität Hamburg mit dem Thema beschäftigt hat und über das Beenature-Project eine chemiefreie Varroamilben-Bekämpfung propagiert.

Eine natürliche Art der Schädlingsbekämpfung bietet der Bücherskorpion. Dieses kleine Spinnentier gehört zu den Pseudoskorpionen und lebt unter anderem auch im Haus zwischen Büchern, wo es zum Beispiel Staubmilben frisst. Aber auch die Varroamilbe gehört in ihr Beuteschema. In Bienenstöcken sind sie – im Gegensatz zu früher – aber kaum noch zu finden. Das liegt einerseits daran, dass sie in modernen Bienenstöcken zu wenig Unterschlupf in Form von Ritzen und Spalten finden, und andererseits daran, dass die Chemikalien, welche die Varroamilben töten sollen auch die Bücherskorpione tötet. Vielerorts stehen sie deshalb bereits auf der roten Liste.

Die Varroamilben sind keine einfachen Beutetiere, da sie über harte Chitinschilde verfügen. Die Bücherskorpione besitzen aber zwei Arme mit Scheren am Ende, in welche auch ein Giftzahn integriert ist. Dadurch können sie die Beute packen und gleichzeitig ihr Gift injizieren. Anschliessend werden die Milben ausgesaugt. Für die Bienen sind die Pseudoskorpione übrigens harmlos, früher war es auch normal, dass diese zusammen mit den Bienen in den Bienenstöcken lebten. Eine Wiederansiedlung wäre also zu begrüssen, vielleicht könnten sie so auf natürliche Weise helfen, die Bienen zu retten.

Weitere Informationen finden sie auf Beenature-Project.

3 Kommentare

  1. Lieber Torben Schiffer,
    Vielen Dank für Deine ausgezeichnete Arbeit. Ich bin selbst Imkerin und gehöre einem Verein an der nächstes Jahr 150 Jahre feiern darf. Wie kann man Dich kontaktieren um mehr über den Umgang und die praktische Anwendung des Bücherskorpions im Bien zu erkunden.
    Ich würde liebend gern diese nützlichen Tiere züchten und würde mich über die Möglichkeit eune Zusammenarbeit freuen.
    Ich habe auch schon etwas mit der Varroa und Salbei experimentiert und werde das dieses Jahr 2014 an meinem Bien ausführen.
    Bitte schreibt mir, ob es vielleicht möglich ist euch zu unserere 150 Jahr Feier einzuladen.
    Ich freue mich sehr auf eine Zusammenarbeit
    Rettet die Bienen!
    Eure Claudia

    • hallo claudia
      ich habe in einem Kommentar gesehen, dass du dich mit bücherskorpionen zur varroabekämpfung befasst hast. hast du dies schon probiert und wenn ja, mit welchem erfolg? mit freundlichen grüssen, tobias martin

  2. das Pferd von hinten aufzäumen.
    Die Pseudoskorpione sind verschwunden, weil in Deutschland seit vielen Jahrzehnten mit Chmie in den Bienenstöcken gegen die Varroen angegangen wird.
    Im Bienenstock „lebten“ früher mehr als 100 Milbenarten und andere Kleintiere, die mit den Bienen in einer Symbiose zusammenlebten.
    http://resistantbees.es/?p=4255
    Praktisch alles Bienenwachs ist hoch verseucht mit diesen Chemikalien und deshalb gibt es auch diese kleinen Mitbewohner nicht mehr.
    http://resistantbees.es/?p=2917
    Wenn man einen behandlungsfreien Weg einschlägt, dann kommen diese Tierchen alle von alleine wieder.
    Das haben wir in unseren Bienenstöcken beobachten können.

    liebe Grüße

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