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Klimaänderung in Schweiz spürbar

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Zwischen 1900 und 2010 stiegen die gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz von 13,1 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten auf 54,2 Millionen Tonnen. Seit 1990 bleibt die Summe der Treibhausgasemissionen relativ stabil.

Die Gründe für die Stabilisierung sind die positiven Auswirkungen des CO2-Gesetzes sowie weitere Massnahmen, die auf eine Verringerung des energiebedingten CO2- Ausstosses abzielen. Wie ein Bericht der Bundesämter für Umwelt (BAFU) und für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) zeigt, entfällt der grösste Anteil der landesweiten Emissionen auf den Verkehrssektor, dessen Quote erhöhte sich seit 1950 von 9 auf über 30 Prozent.

Die Klimaänderung wirkt sich auf verschiedene Sektoren in der Schweiz aus. Am augenfälligsten sind die Auswirkungen des Klimawandels bei Wasserkreislauf, Gletscher, Permafrost und Schneedecke sowie bei potenziell grossen Schadenereignissen wie Extremtemperaturen, Dürre, Starkniederschläge, Hochwasser, Erdrutsche und Murgänge. Auch bei den Ökosystemen lassen sich Veränderungen feststellen. Hingegen kann zum Beispiel die Landwirtschaft wegen der Verlängerung der Vegetationsperiode von einer moderaten Klimaerwärmung profitieren, sofern die Temperatur bis 2050 um nicht mehr als 2 bis 3 Grad C ansteigt.

Das deutlichste Anzeichen der klimatischen Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten ist zweifellos der Temperaturanstieg. Dieser betrug 0,12 Grad C pro Jahrzehnt. Wenig überraschend ging das Jahr 2011 als das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturmessungen im Jahr 1864 in die Geschichte der Schweiz ein.

Die Veränderungen haben auch Auswirkungen auf die natürlichen Lebensräume. Aufgrund des milderen Klimas verändern sich die Vielfalt und die Bestände der Pflanzen- und Tiergesellschaften. Sowohl in den terrestrischen als auch in den aquatischen Lebensräumen sind saisonale Schwankungen erkennbar. Für die in der Schweiz heimischen Pflanzenarten beginnt der phänologische Frühling früher. Seit einem Jahrhundert nimmt die Vielfalt der alpinen Flora zu, weil im Flachland heimische Arten sich auch in höheren Lagen ansiedeln. Auch die Bestände gewisser Brutvögel (z.B. der Zaunammer) sind seit 1990 gewachsen.

Die Massnahmen, die auf nationaler und internationaler Ebene zur Verringerung der Treibhausgasemissionen ergriffen wurden, können die Erwärmung bestenfalls begrenzen. Deshalb kommt der Anpassung an die Klimaänderungen wachsende Bedeutung zu. Angesichts dieser Tatsache hat der Bund beschlossen, eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel auszuarbeiten.

Weitere informationen finden Sie hier.

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