Black Friday steht vor der Tür – und damit der grösste Shopping-Event des Jahres. Laut aktuellen Trends stehen vor allem elektronische Geräte wie Konsolen, Lernspielzeuge, Küchengeräte oder Smart-Home-Produkte hoch im Kurs. Auch wenn der Preis für viele das wichtigste Kaufkriterium ist, ruft SENS eRecycling Konsumentinnen und Konsumenten dazu auf, bei der Schnäppchenjagd Verantwortung zu übernehmen und den vorgezogenen Recyclingbeitrag (vRB) auch beim Online-Shopping zu bezahlen. Denn wer fair und clever einkauft, der denkt auch ans spätere Recycling.
Laut einer aktuellen Umfrage zu Risiken beim Online-Shopping von HF Partners[1], einem Spin-off der ETH Zürich würden 35% der befragten Schweizerinnen und Schweizer ihre elektronischen und elektrischen Geräte eher oder sehr wahrscheinlich im entfernten Ausland kaufen. Ausschlaggebend ist für die meisten der günstige Preis. Allerdings wissen die wenigsten, dass bei vielen ausländischen Online-Shops der vorgezogene Recyclingbeitrag (vRB) im Kaufpreis fehlt. Mit diesem Beitrag wird die Sammlung, der Transport und das Recycling von Elektrogeräten in der Schweiz bezahlt. Fehlt der vorgezogene Recyclingbeitrag, dann entsteht bei der Finanzierung dieses Systems eine Lücke. Das Gesetz regelt zwar, dass Händler und Importeure ihrem Sortiment ähnelnde Elektrogeräte kostenlos zurückzunehmen und einem fachgerechten Recycling zuführen müssen. Dies gilt auch bei inländischen Online-Shops. Gerade aber bei ausländischen Online-Shops ist die Rückgabe kaum möglich. Dies führt dazu, dass auch Elektrogeräte ohne vorgezogenen Recyclingbeitrag im Rücknahmesystem von SENS eRecycling landen.
Das Schweizer Rücknahmesystem: ein privatwirtschaftlich organisiertes Erfolgsmodell
Diese kostenlose Rücknahme der Geräte funktioniert nur so lange, als dass der vorgezogene Recyclingbeitrag von den Herstellern und Importeuren bezahlt wird. «Fehlt dieser Beitrag im Kaufpreis, können die bei der späteren Entsorgung anfallenden Kosten für die Sammlung, den Transport sowie die fachgerechte Verwertung der elektrischen und elektronischen Geräte langfristig nicht mehr gedeckt werden», erklärt der Geschäftsführer von SENS eRecycling Pasqual Zopp. «Denn anders als in vielen Nachbarländern ist unser Rücknahmesystem für elektrische und elektronische Geräte nicht staatlich organisiert. Vielmehr handelt es sich beim SENS-Netzwerk um einen privatwirtschaftlich organisierten Branchenstandard, der von den teilnehmenden Partnern über den vorgezogenen Recyclingbeitrag finanziert wird. Das System basiert auf Eigenverantwortung, ist unabhängig von staatlicher Unterstützung und erlaubt flexible, praxisnahe Lösungen. Auf diese Unabhängigkeit sind wir sehr stolz», erklärt Zopp, «aber das System funktioniert nur, wenn sich alle gleichermassen daran beteiligen.»
Clever und vorausschauend einkaufen. So geht’s.
Anlässlich des Black Friday und der bevorstehenden Weihnachtseinkäufe ruft SENS eRecycling Konsumentinnen und Konsumenten dazu auf, trotz der verlockenden Preise im Internet genau hinzuschauen und zu prüfen, ob der Anbieter an ein Schweizer Recyclingsystem angeschlossen ist und damit den vRB tatsächlich auch zahlt. Wenn nicht, muss auf das Angebot nicht zwingend verzichtet werden. Vielmehr kann jeder Konsument oder jede Konsumentin den vRB auch nachträglich noch für CHF 5.- auf der Website von SENS eRecycling einzahlen.
Das können Sie als verantwortungsbewusste:r Konsument:in tun:
- Prüfen Sie, ob der Anbieter am vRB-System angeschlossen ist. Das gilt für Schweizer wie für ausländische Shops. Die Partnerliste finden Sie hier.
- Ist der Händler auf der Liste? Super. Dann können Sie mit gutem Gewissen einkaufen – die Recyclingkosten für elektronische oder elektrische Geräte sind bereits gedeckt.
- Ist der Händler NICHT auf der Liste? Dann seien Sie fair und zahlen Sie den vRB selbst. Er kostet nur CHF 5.–. Damit zeigen Sie Verantwortung und handeln nachhaltig. Die Umwelt wird Ihnen danken: Freiwilliger vRB bezahlen.
- [1]Über die Studie: Die Umfrage zu den Risiken beim Online-Shopping wurde im September 2025 von HF Partners, einem Spin-off der ETH Zürich, durchgeführt. Sie basiert auf qualitativen Interviews mit Experten:innen, Konsumenten:innen und einer repräsentativen Befragung von 2’137 Schweizer Konsument:innen zum Online-Kaufverhalten bei ausländischen Anbietern. Die Studie erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Spielwaren Verband Schweiz, dem Handel Schweiz, der SWISS RETAIL FEDERATION und SENS eRecycling. Die detaillierten Studienergebnisse können hier eingesehen werden: Umfrage zu Risiken beim Online-Shopping – HF Partners
- Informationen zu einem fairen (Online-)Einkauf gibt’s hier: Elektrogeräte kaufen




