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Bergbahnen wollen immer mehr Gletscher mit Folien abdecken

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Die Sportbahnen von Andermatt sind überzeugt, die Lösung für ihr Problem gefunden zu haben. Der Gurschengletscher am Gemsstock hat innert 15 Jahren 20 Meter Höhe verloren, sodass zwischen Bergstation und Gletscher ein Absatz entstand. Letzten Frühling deckten die Bahnbetreiber den Gletscher mit einer 3’000 Quadratmeter grossen Plane ab, um das Eis vor der Sonne zu schützen.

Das Resultat: Der Gletscher wuchs im Bereich der Frischhaltefolie letztes Jahr sogar um 90 Zentimeter an, da er insgesamt mehr Neuschnee erhielt als dass er abschmolz. Nun wollen die Sportbahnen Andermatt eine noch grössere Fläche abdecken, nämlich 3’500 m2. Die Betreiber warten nur noch auf die Baubewilligung, damit sie die Plane jedes Jahr einsetzen können. Noch grössere Flächen abdecken wollen Saas-Fee und Verbier: Je 10’000 m2 sollen dort vor der Sonne geschützt werden. Auch andere Skigebiete erwägen, Folien auszulegen.

Die Umweltverbände beobachten die Entwicklung mit Sorge. «Die Folien können in sensiblen Gebirgslandschaften eine Beeinträchtigung sein. Die Abdeckungen sind ein schönes Beispiel für Symptombekämpfung und tragen nichts gegen die Klimaerwärmung bei» meint Pro Natura zu dem Projekt.

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