Start News Forschung Pestizid-Rückstände auf Bio-Flächen

Pestizid-Rückstände auf Bio-Flächen

Eine neue Studie zeigt, dass auch auf Bio-Landwirtschaftsflächen Pestizide messbar sind. Einige Stoffe verbleiben noch Jahrzehnte nach der Umstellung in den Böden und haben einen klar negativen Einfluss auf nützliche Bodenorganismen.

In einer neuen Studie der Forschungsanstalt des Bundes Agroscope und der Uni Zürich wurden Bodenproben von 100 Feldern untersucht. 40 davon waren unter biologischer Bewirtschaftung. Die Analyse auf 46 verschiedene Pestizide zeigt, dass auch die Bio-Flächen nicht von den Stoffen verschont blieben: Auf allen Flächen wurden Pestizide gefunden. Die Anzahl gefundener Wirkstoffe in konventionell bewirtschafteten Flächen war jedoch doppelt, die Konzentration neunmal so hoch. Je länger die Fläche unter biologischen Regeln bewirtschaftet wurde, desto geringer waren Anzahl und Konzentration. Pestizide verbleiben demnach noch Jahrzehnte nach der Umstellung in den Böden. Zudem zeigt die Studie einen klaren negativen Einfluss der Pestizide auf nützliche Bodenorganismen. Laut den Forschenden schränkt der Pestizid-Cocktail die Regenerationsfähigkeit des Bodens ein und behindert überdies die Produktivität in biologisch bewirtschafteten Feldern.

Weitere Informationen finden Sie in der Studie.

Text aus der Zeitschrift Ornis 2/21, geschrieben von Dominik Martin.

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