Fernglas bereit, Wanderschuhe geschnürt und den Fahrplan im Kopf: Am 4. und 5. September 2026 findet das 36. Schweizer Bird Race statt. Während 24 Stunden versuchen Teams aus der ganzen Schweiz, möglichst viele Vogelarten zu entdecken. Doch beim traditionsreichen Anlass von BirdLife Schweiz geht es um mehr als eine möglichst lange Artenliste, denn mit jeder Beobachtung wird gleichzeitig Geld für das Projekt «BirdLife-Naturjuwelen plus» gesammelt.
Am 4. September beginnt für zahlreiche Vogelbegeisterte ein ungewöhnlicher Wettkampf. Um Punkt 21 Uhr fällt der Startschuss zum diesjährigen Bird Race. Von da an bleiben den Teams genau 24 Stunden, um möglichst viele verschiedene Vogelarten aufzuspüren.
Jede Vogelart ist ein Gewinn
Um mitzumachen braucht es keine herausragenden ornithologischen Kenntnisse. Ob ihr gemütlich im Stadtpark die hiesigen Vogelarten beobachtet oder durchgeplant die Vogel-Hotspots der Schweiz abgrast, ist dabei Euch überlassen. Die Natur gewinnt in jedem Fall, denn für jede entdeckte Vogelart sammeln die Teams Geld für das Projekt «BirdLife-Naturjuwelen plus». Klingt vielsprechend? Dann meldet euer Team jetzt an!
Naturjuwelen plus sind umfangreiche Aufwertungen und Wiederherstellungen ökologisch wertvoller Lebensräume, die einen konkreten Beitrag zur Ökologischen Infrastruktur leisten. Sie dienen als positive Beispiele und Showcases, um weitere Akteure für die Realisierung und Umsetzung des Lebensnetzes zu motivieren. In Zusammenarbeit mit seinen Kantonalverbänden, lokalen Naturschutzvereinen und weiteren Partnern wird BirdLife Schweiz von 2026 bis 2029 in verschiedenen Regionen entsprechende Projekte realisieren.
Wer selbst keine 24 Stunden durch die Schweiz reisen möchte, kann das Bird Race trotzdem unterstützen. Auf der Webseite können Interessierte eines der teilnehmenden Teams auswählen und einen frei wählbaren Betrag pro beobachteter Vogelart festlegen.
Ein Rennen ohne Auto
Das Bird Race ist zwar ein Wettbewerb, doch motorisierter Individualverkehr hat darin keinen Platz. Während der gesamten 24 Stunden dürfen sich die Teilnehmenden ausschliesslich zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen. Selbst E-Bikes sind nicht erlaubt.
Wo das Rennen beginnt und endet, entscheiden die Teams selbst. Das Bird-Race-Gebiet umfasst die gesamte Schweiz sowie Liechtenstein und einen Teil des Vorarlberger Rheindeltas. Damit wird die Routenplanung selbst zu einem wichtigen Teil des Wettbewerbs: Lohnt sich eine nächtliche Wanderung in die Berge? Ein früher Zug ins nächste Feuchtgebiet? Oder bringt eine kleinere, dafür genau bekannte Region am Ende mehr Arten?
Am Ende entscheidet die Natur
Für die Teams beginnt unterdessen die wohl spannendste Phase der Vorbereitung. Fahrpläne werden studiert, Routen geplant und mögliche Beobachtungsorte abgewogen. Doch selbst die beste Vorbereitung kann nicht bestimmen, welcher Vogel im entscheidenden Moment tatsächlich auftaucht.
Genau darin liegt der Reiz des Bird Race: Am Ende entscheiden nicht nur Wissen und Strategie, sondern immer auch die Natur selbst.
Mehr Informationen unter: www.birdrace.ch




