Eine von Umweltorganisationen und Privatpersonen getragene Petition fordert den Schutz und die ökologische Aufwertung des Rhonegletschers. Die Initiandinnen und Initianden verlangen den Rückbau der künstlichen Installationen, die vollständige Entfernung hinterlassener Materialien und Massnahmen, um den natürlichen Charakter dieses empfindlichen Gletschergebiets zu bewahren.
Problematik
Der Gletscher Rhonegletscher verliert infolge der globalen Erwärmung rasant an Masse. Der Gletscher, dessen Schmelzwasser eine der bedeutendsten Flussquellen Europas bildet, besitzt damit einen ausserordentlichen ökologischen und hydrologischen Wert – dies umso mehr, als das Gebiet im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) geschützt ist.
In den letzten Jahren wurde am Fuss des Rhonegletschers eine Eisgrotte als touristische Attraktion eingerichtet. Dafür wurde der Gletscher mit weissen Blachen abgedeckt, um das schwindende Eis zu «konservieren». Diese Abdeckungen sowie weiter verwendete Baumaterialien liegen verstreut in der Landschaft oder treiben auf dem Gletschersee – und belasten damit ein empfindliches Ökosystem.
Forderungen
Mit dieser Petition an die Walliser Regierung fordern die Initiierende:
- Die Eisgrotte am Rhonegletscher ist endgültig zu entfernen.
- Der freie und kostenlose Zugang zum Gletscher ist zu gewährleisten.
- Das stark geschädigte Gebiet ist zu sanieren: Die im Gelände verstreuten Blachen, die teilweise in den Gletschersee gelangten, und die herumliegenden Baumaterialien sind zu entfernen und entsorgen.
- Angesichts des Gletscherrückgangs ist eine wissenschaftlich fundierte Gesamtpolitik zu verfolgen.
- Es sind Klimaschutzmassnahmen und Massnahmen und für den Schutz der neu entstehenden Ökosysteme zu ergreifen.
Mit diesem Aufruf richten sich die Initiierende an die kantonalen Behörden im Wallis und an die breite Öffentlichkeit: Der Rhonegletscher darf nicht länger als Sehenswürdigkeit mit hohem wirtschaftlichem Nutzen betrachtet werden – er verdient Schutz und Respekt als lebenswichtiger Teil unserer Natur und Wasserversorgung.
Breite Unterstützung
Zu den Unterstützenden zählen neben zahlreichen Privatpersonen auch Pro Natura Wallis, WWF Wallis, Mountain Wilderness, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz sowie die Oberwalliser Gruppe Umwelt und Verkehr.




