Start News Aktion Das Festival der Natur: 750 Naturerlebnisse für die ganze Schweiz

Das Festival der Natur: 750 Naturerlebnisse für die ganze Schweiz

Heute wurde im BirdLife-Naturzentrum Neeracherried (ZH) das 5. Festival der Natur eröffnet. Das Festival bietet bis zum 30. Mai in der ganzen Schweiz rund 750 Veranstaltungen zu Natur, Artenvielfalt und Ökologie und will die Bedeutung der Biodiversität bewusstmachen. Am kommenden Samstag wird weltweit der internationale Tag der Biodiversität gefeiert.

«Nur was wir kennen, können wir schätzen und schützen», sagte Nationalratspräsident Aebi an der Eröffnung des Festivals der Natur im BirdLife-Naturzentrum Neeracherried. Mit seiner Fülle an Naturerlebnissen und Veranstaltungen bietet das Festival der Schweizer Bevölkerung nach Einschätzung von Aebi gute Möglichkeiten, zusammen mit Fachleuten die Natur zu entdecken und Biodiversität kennenzulernen. Aebi selber engagiert sich vor allem für die Vogelwelt und lässt sich an einer Exkursion im Rheintal Schutzmassnahmen für bedrohte Vogelarten zeigen, schildert das Festival der Natur in einer Medienmitteilung.

Ob Pflanzenwelt oder Stadtwildtiere, ob Natur oder Kultur, nachtaktive Tiere oder Biodiversität in Landwirtschaftsgebieten – das Festival der Natur bietet vom 21. bis zum 30. Mai 2021 während zehn Tagen und Nächten rund 750 kostenlose Veranstaltungen zu Natur, Artenvielfalt, Landwirtschaft oder Ökologie: Wanderungen, Exkursionen, Ausstellungen, Informationsstände und andere interessante Beiträge, organisiert von Organisationen und Fachpersonen, die sich mit der Natur, Tieren, Pflanzen, aber auch Tourismus und Landschaftsschutz beschäftigen.

«Mit dem Festival der Natur wollen wir Menschen in die Natur bringen und sie für Themen der Natur und Biodiversität begeistern», sagte Norbert Kräuchi, Vizepräsident des Trägervereins des Festivals der Natur. Das Festival soll, so Kräuchi weiter, die Bedeutung der biologischen Vielfalt bewusst machen und zum aktiven Handeln anregen.

Gut 300 Organisationen sind mit eigenen Veranstaltungen engagiert und auf der Festival-Website www.festivaldernatur.ch aufgelistet. Auf einer botanischen Wanderung des Schweizer Alpen-Club SAC im Toggenburg beispielsweise lernen Naturliebhaber die alpine Pflanzenwelt kennen, während sich Vogelfreunde in Genf mit BirdLife über Bau von Nisthilfen schlau machen können. Im äussersten Zipfel der Schweiz im Val Müstair präsentieren Schulklassen in Zusammenarbeit mit Biosfera Val Müstair ihre Arbeit zum Schutz der Biodiversität. In Zürich gehen Kinder auf Entdeckungsreise entlang städtischer Gewässer und in Basel laden die Swiss Ranger zu einer Sprechstunde im Landschaftspark Wiese. Ein reichhaltiges Programm erwartet Naturinteressierte auch im Tessin, wo mehr als 50 Naturveranstaltungen angeboten werden.

«Schutzmassnahmen sind dringend nötig» sagte Raffael Ayé, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz, «denn die Biodiversität ist auch in der Schweiz in beängstigendem Ausmass gefährdet. Deshalb engagieren sich BirdLife und weitere Organisationen in unzähligen Schutzprojekten.» Die Hälfte der Lebensräume und ein Drittel der Arten seien laut Ayé bedroht. Zerstörung, Übernutzung und Verschmutzung natürlicher Lebensräume sind die massgeblichen Ursachen des Rückgangs. Aber auch die Freude an der Natur zu ermöglichen ist wichtig, etwa im Rahmen des Festivals der Natur.

Das Festival der Natur findet dieses Jahr zum fünften Mal gesamtschweizerisch statt. 2019 hatten mehrere zehntausend Naturbegeisterte am Wochenende des internationalen Tags der Biodiversität das Festival der Natur gefeiert und mehrere Hundert Veranstaltungen zu Natur, Artenvielfalt und Ökologie besucht.

Unterstützt wird das Festival der Natur vom Bundesamt für Umwelt BAFU und den Kantonen.
Mitgetragen wird die Veranstaltung unter anderem von Schweizer Pärke, BirdLife Schweiz, Pro Natura, und WWF sowie von Schweiz Tourismus, dem Schweizer Tourismus-Verband STV, den Schweizer Wanderwegen und vom Schweizer Alpen-Club SAC. Zusätzlich gefördert wird das Festival von einem Patronat mit Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und öffentlichem Leben.

Programm und Veranstaltungshinweise: www.festivaldernatur.ch

1 Kommentar

  1. Anmerkung: in den letzten Jahren fällt mir auf, dass immer häufiger laute Musik an eigentlich ruhigen Orten in der Natur von tragbaren Boxen abgespielt wird. Auch die natürlichen Geräusche, die meist leise sind, sollten nicht gestört werden. Auch für Menschen gibt es kaum noch ruhige Orte.

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