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Schwärmereien – die Tagaktiven/Kleinen

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Ich geb’s zu, ich schwärme für Schwärmer! Und damit stehe ich auch nicht alleine da, das tut eigentlich jede Person, die auf die eine oder andere Weise mit dieser tollen Falterfamilie in Kontakt gekommen ist.

Es sind ausnahmslos prächtige, grosse – um nicht zu sagen imposante – Raupen. Auch die Falter punkten mit ihrer eindrücklichen Grösse, ihren phänomenalen Flugkünsten und aparten Farbkombinationen.

Ich möchte Ihnen nachfolgend und in folgenden Beiträgen gerne einige meiner Lieblingsschwärmer vorstellen:

Taubenschwänzchen – der «Kolibri»

Fast alle Leute kennen das Taubenschwänzchen. Wer Geranien oder ähnliche Blüten auf seinem Balkon oder Garten pflegt, hatte bestimmt schon Besuch von dieser kleinen, feinen Schwärmer-Art. Mühelos in der Luft stehend trinkt es mit seinem langen Saugrüssel Nektar aus geeigneten Blütenkelchen.

Ob aber jede und jeder beim Anblick des quirligen, in der Luft stehenden Schwärmers immer gleich an einen Falter gedacht hat, ist eine andere Frage. 😉 Viele Leute denken als erstes, es sei ein kleiner Kolibri.

Ein Taubenschwänzchen saugt an einer Blüte.
Taubenschwänzchen © Marcel Hess

Man sieht auf dem Bild, wie das Taubenschwänzchen zu seinem Namen gekommen ist: das federartige Hinterteil hat tatsächlich etwas von einem Vogelschwanz. Es handelt sich um verlängerte Flügelschuppen, die dem Falter erlauben seinen Schwirrflug so präzise zu steuern.

Das Taubenschwänzchen bildet eine Ausnahme unter den Schwärmern, es fliegt nämlich am Tag. Die Raupe vom Taubenschwänzchen findet sich in Wiesen an Labkraut (Galium-Arten).

Die Raupe eines Taubenschwänzchens.
Taubenschwänzchen-Raupe © Barbara Kümin

Hummelschwärmer – der Getarnte

Der Hummelschwärmer teilt sich mit dem Taubenschwänzchen die für einen durchschnittlichen Schwärmer geringe Grösse und die Tagaktivität. Auch ihn sieht man im Sommer manchmal an Sommerflieder oder ähnlichen Blüten, in der Luft stehend, Nektar trinken.

Ein Hummelschwärmer auf einer Blüte.
Hummelschwärmer © Barbara Kümin

Auch bei ihm werden wohl nicht alle Leute gleich auf einen Schmetterling tippen: denn er tarnt sich fantastisch als wehrhafte Hummel. Dazu hat er schuppenlose und somit durchsichtige Stellen auf den Flügeln und auch die Körperzeichnung mit dem breiten, roten Gürtel erinnert an eine Hummel.

Die Raupe eines Hummelschwärmers.
Hummelschwärmer-Raupe © Barbara Kümin

Er ist wie alle Schwärmer ein hervorragender Flieger und räumt somit gleich mit dem Vorurteil auf, Schmetterlinge könnten ohne Flügelschuppen nicht fliegen. 😉 Seine hübsche grüne Raupe frisst an Roter Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) und Waldgeissblatt (Lonicera periclymenum).

Lesen Sie hier bald von Wanderfaltern, Hungerkünstlern und den Attraktiven!

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