Wildbienen sammeln fleissig Pollen. | © crabchick, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Wildbienen sammeln fleissig Pollen. | © crabchick, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Wie bereitet man ein Festmahl für Wildbienen zu?

  • Amanda Buol

Nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen sorgen für unseren reich gedeckten Tisch. Also sollten wir ihnen auch, zum Ausgleich, ein Festmahl zubereiten. Aber was mögen Wildbienen am liebsten?

Wildbienen sind enorm wichtig für unser Ökosystem, denn sie bestäuben unsere Wild- und Kulturpflanzen. Verschwindet ihr Lebensraum, also ihre Nistmöglichkeiten und Nahrung, verschwinden auch sie. Wie kann man nun die Wildbiene fördern?

Als Erstes kann man ein Wildbienenhotel aufstellen. Als Zweites, und darum geht es in diesem Tipp, kann man ihr ein reichliches Angebot an Pollen und Nektar liefern, die für sie und ihre Nachfolger als Nahrungsquelle dient. Dabei soll beachtet werden, dass vom Frühling bis in den Herbst Pflanzen blühen. Mit einem reichen Angebot an einheimischen Wildpflanzen und -Stauden sind die Wildbienen gut bedient. Jedoch sind einige Wildbienen an eine bestimme Pflanze angepasst.

Welche Pflanzen locken Wildbienen an?

Um Wildbienen die Nahrung liefern zu können, sollte der Garten oder Balkon möglichst naturnah bepflanzt werden. Das bedeutet, dass Sie anstelle von Geranien Ringelblumen und statt Petunien, eher Wiesensalbei topfen. Das Angebot an Wildpflanzen ist gross und geht von duftenden Blumen, über windende Pflanzen zu Tee- und Gewürzkräutern. Dabei müssen sie jedoch auf den Standort achten, wie Lichtverhältnis, Feuchtigkeit und Nährstoffverfügbarkeit.

Diese Pflanzen sind bei Wildbienen besonders beliebt:

  • Balkonkiste: Kornblume, Ringelblume
  • Flachdach: Steinkraut, rundblättrige Glockenblume, Mauerpfeffer, Fetthenne, Färberkamille
  • Sand- und Kiesflächen: Mauerpfeffer, Hauswurz, rotes Seifenkraut
  • Blumenwiesen: Horn- und Hufeisenklee, Esparsette, Zaunwicke, Flockenblume, Schafgarbe, Margerite, Wiesen-Salbei, Kriechender Günsel, Witwenblume, Skabiose, Wiesenplatterbse, Gamander-Ehrenpreis, Glockenblume, Hahnenfuss, Wiesen-Kerbel, Wiesen-Pippau, rauher Löwenzahn, Gewöhnliches Ferkelkraut, Disteln (ausser Ackerkratzdistel)
  • Bäume und Sträucher: Schwarzdorn, Weissdorn, Felsenbirne, Weide, Ahorn, Obstbäume, Beerenobst, Wildrosen, Schlehe
  • Küchen- und Gewürzkräuter: Garten-Salbei, Muskateller-Salbei, Ysop, Melisse, Bergbohnenkraut, Fenchel, Boretsch, Thymian, Pfefferminze
  • Weitere Pflanzen: Taubenskabiose, Natterkopf

Beim kauf, pflanzen und pflegen der Wildbienen-Nahrung sollten Sie darauf achten, dass Sie keine Pestizide verwenden, denn die sind auch ungesund für die Bienen. Am Besten gehen Sie in eine Bio-Gärtnerei oder kaufen biologische Samen. Bitte benutzen Sie keine torfhaltige Erde. Und Wichtig: Ein Garten darf auch wild aussehen und es gibt kein Unkraut!

Weiterführende Informationen: