Der Weihnachtskalender von naturschutz.ch. Entdecken Sie jeden Tag eine neue, den Namen nach weihnachtliche, Art. © Gellinger, via pixabay.
Der Weihnachtskalender von naturschutz.ch. Entdecken Sie jeden Tag eine neue, den Namen nach weihnachtliche, Art. © Gellinger, via pixabay.

Weihnachtskalender: 24. Dezember         

  • Stefanie Wermelinger

Es ist soweit: Weihnachten steht vor der Tür! Entdecken Sie bis zum 24. Dezember jeden Tag eine neue Art auf naturschutz.ch, die namentlich oder symbolisch mit der Weihnachtszeit zu tun hat.

24. Dezember: Gottesanbeterin

Gottesanbeterin
Manchmal fressen die Weibchen der Gottesanbeterinnen die Männchen nach der Paarung auf. © Beat Wermelinger.

Ursprünglich stammt die Gottesanbeterin (Mantis religiosa) aus Afrika, hat sich nun aber im Mittelmeerraum und bis nach Asien und Nordamerika verbreitet. In der Schweiz kommt das wärmeliebende Insekt vor allem im Tessin und im Wallis vor. Die weiblichen Gottesanbeterinnen werden bis zu 75 Millimeter gross, die Männchen bleiben mit bis zu 60 Millimeter kleiner. Gelegentlich kommt es vor, dass die Weibchen die Männchen nach der Paarung auffressen. Einige Tage nach der Paarung legt das Weibchen bis zu 200 Eier in einem Kokon ab, welches von einer Schaummasse zusammengehalten wird. Der Name der Gottesanbeterin ist auf die gebetsartige Haltung ihrer Fangarme zurückzuführen.

23. Dezember: Himmelsherold

Himmelsherold Eritrichium nanum
Der Himmelsherold trägt seinen Namen dank seinen intensiv blauen Blüten. © Meneerke bloem [CC BY-SA 2.0], via wikimedia commons.

Der Himmelsherold (Eritrichium nanum) ist eine hochalpine Pflanze und kommt in der Schweiz in den Alpen vor. Sie wachsen polsterförmig und werden nur gerade 2 bis 5 Zentimeter hoch. Die Blattrosetten, von denen viele steril sind, sind seidig glänzend und behaart. Dank den behaarten Blättern hält der Himmelsherold auch extreme Wetterbedingungen aus und ist in Höhen von bis zu 3400 m ü. M. anzutreffen. Das intensive Blau der Blüte hat dem Himmelsherold seinen Namen gegeben.

22. Dezember: Christrose

Helleborus niger_Christrose_Schneerose
Die Christrose kann frostige Temperaturen überstehen. © 4028mdk09 [CC BY-SA 3.0], via wikimedia commons.

Die Christrose (Helleborus niger) oder auch Schneerose oder Schwarze Nieswurz genannt, gehört zu der Familie der Hahnenfussgewächse und ist sehr giftig. Bekannt ist die Christrose vor allem durch ihre frühe Blütezeit und ihre grossen, weissen Blüten. Das natürliche Verbreitungsgebiet liegt unter anderem in den Alpen, im Apeninn und im Balkan. Immer häufiger findet die Blume aber auch als Zierpflanze Platz in den Gärten. Findet sich ein geeignetes Plätzchen, dann kann eine Christrose bis 25 Jahre alt werden. Da die Christrose so früh im Jahr blüht, hat es teilweise noch Schnee und es kann noch den ein oder anderen Frost geben. Gegen Frost schützt sich die Pflanze, indem sie Wasser aus den Zellen in die Zwischenräume verlagert. So verhindert sie, dass das gefrorene Wasser die Zellen zum Platzen bringt.

Der Name Christrose bezieht sich auf die Tradition, die Pflanze so zu kultivieren, dass sie in der Weihnachtszeit blüht. Der Name Schneerose bezieht sich mehr auf ihre extrem frühe Blütezeit.

21. Dezember: Engelstrompete

Engelstrompete
Wegen der Trompeten ähnlichen Blütenform wird der Strauch Engelstrompete genannt. © hansbenn, via pixabay.

Die Engelstrompete (Brugmansia) gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse und stammt ursprünglich aus Südamerika. Wegen ihrer schönen Blüte wurde sie als Zierpflanze weltweit verbreitet, allerdings sind in den Gärten oft Hybride angepflanzt. Die Pflanze ist stark giftig, wird aber teilweise als Rauschmittel eingenommen. Sie wirkt stimmungshebend, kann unter anderem aber auch zu Halluzinationen führen. Ihr grossblättrigen Blüten haben eine Trompeten ähnliche Form und haben so zur Namensgebung beigetragen.

20. Dezember: Heiliger Ibis

Heiliger Ibis - threskiornis aethiopicus
Der Heilige Ibis kommt ursprünglich aus Afrika, ist nun aber auch in Europa verbreitet. © Johan Wessels [CC BY 2.0], via wikimedia commons.

Der Heilige Ibis (Threskiornis aethiopicus) ist in Afrika weit verbreitet. Auch in Europa ist er immer häufiger anzutreffen, dies vor allem durch Vögel, die sich aus der Gefangenschaft befreiten und Kolonien gründeten. Auch in der Schweiz ist der Heilige Ibis anzutreffen. In manchen Ländern Europas ist der Vogel nicht gerne gesehen, so wird in Nordfrankreich der Bestand beispielsweise dezimiert, da der Vogel vermeintlich negative Auswirkungen auf Seevögel hat.

Im alten Ägypten wurde der Heilige Ibis als Inkarnation von Thot, dem Gott für Weisheit und Wissenschaft, verehrt. Daher stammt der Name «Heiliger Ibis».

19. Dezember: Weihnachtskaktus

weihnachtskaktus schlumbergera
Die Weihnachtskakteen Blüten gibt es in vielen verschiedenen Farben. © PollyDot, via pixabay.

Der Name Weihnachtskaktus umfasst eine ganze Pflanzengattung (Schlumbergera) aus der Familie der Kakteengewächse und wird so genannt, weil viele dieser Arten über Weihnachten blühen. Die Blütenfarben variieren von purpur, rosa, rot, orange, gelb bis hin zu weiss. Bei der Blüte fällt ausserdem auf, dass die langen Staubblätter zu einer Rühre verwachsen sind und prominent aus der Blüte herausragen. Weihnachtskakteen, die in der Wohnung gehalten werden sind meisten keine echte Arten – diese wachsen nämlich meist in Regenwäldern – sondern Hybriden.

18. Dezember: Sterntaucher

Sterntaucher
Der Sterntaucher ist im Winter immer mal wieder in der Schweiz zu beobachten. © adege, via pixabay.

Der Sterntaucher (Gavia stellata) gehört zu der Gattung der Seetaucher. Wie alle Seetaucher liegen auch die Sterntaucher flach im Wasser. Sie sind sehr gute Schwimmer und Taucher, auf festem Boden bewegen sie sich allerdings etwas tollpatschig. Der Sterntaucher brütet in der Tundra und der Taiga und überwintert an den Küsten des Binnenlandes. Selten aber regelmässig tauchen die Sterntaucher als Durchzügler oder auch als Wintergäste in der Schweiz auf.

Der Name Sterntaucher kommt von seinem Jugendkleid, welches mit seiner weiss gestrichelten Oberseite «gesternt» wirkt. Nach anderen Quellen geht der Name auch auf den roten Fleck am Hals zurück, den das Prachtkleid des Sterntauchers ziert.

17. Dezember: Blaue Himmelsleiter

Polemonium caeruleum, Blaue Himmelsleiter
Die Blaue Himmelsleiter zieht viele Insekten an. © BotBln [CC BY-SA 4.0] , via wikimedia commons.

Die Blaue Himmelsleiter (Polemonium caeruleum) ist in der Schweiz heimisch. Sie kann bis zu 70 Zentimeter hoch werden und ist auch eine beliebte Beet-Pflanze. Denn im Hochsommer bildet sie viele blaue Blüten, so dass eine Gruppe von Blauen Himmelsleitern fast wie eine blaue Fläche aussieht – oder aber wie der blaue Himmel. Sehr beliebt sind die Blüten auch bei Bienen, Hummeln und anderen Insekten.

Der Name «Himmelsleiter» spielt auf die Geschichte in der Bibel an, die über Jakobs Aufstieg in den Himmel erzählt.

16. Dezember: Engelwurz

Angelica archangelica litoralis_Engelwurz
Engelwurz dient als Medizin, als Süssigkeit und als Komponente in Kräuterlikören. © Krzysztof Ziarnek [CC BY-SA 3.0], via wikimedia commons.

Der Engelwurz (Angelica archangelica L.) wächst an feuchten Standorten in gemässigten Zonen Europas und auch Asiens. In der Schweiz ist die Pflanze wildlebend nur selten anzutreffen. Häufig kommt der Engelwurz in der Medizin zur Anwendung. Meistens braucht man die getrockneten Wurzeln, welche unter anderem verdauungsfördernd und appetitanregend wirken. Auch bei Husten, Rheuma oder Gicht kann ein aus Engelwurz zubereiteter Sud eingenommen werden.

Einer Legende nach, soll der Erzengel Gabriel diese heilende Pflanze im Traum einem Einsiedler gezeigt haben. Besonders gegen die Pest soll der Engelwurz besonders wirksam gewesen sein.

Heute macht man auch Gewürze oder kandierte Stängel aus dem Engelwurz. Auch in verschiedenen Kräuterlikören kommt er vor.

15. Dezember: Nonnengans

Nonnengaense. Weisswangengänse.
Die Küken der Nonnengans müssen häufig einen wagemutigen Sprung aus dem Nest machen. © Snime, via pixabay.

Die Nonnengans (Branta leucopsis) oder auch Weisswangengans, gehört zu den Zugvögeln. Den Sommer über leben sie in der Arktis und brüten häufig in hohen Klippen. Die Küken, welche nach dem Schlüpfen noch nicht fliegen können, müssen einen teilweise 20 bis 30 Meter hohen, wagemutigen Sprung aus dem Nest machen, um an Fressbares heranzukommen. Im Winter ziehen die Nonnengänse in gemässigteres Klima, in der Schweiz sind die Nonnengänse aber meistens geflüchtete Ziervögel. Beim Aufbruch des Zuges bilden sich grosse Schwärme, die sich mit der Zeit verzetteln und sich kleinere Schwärme bilden.

14. Dezember: Weissbeerige Mistel

Mistel an Weide
Weissbeerige Mistel auf einer Weide. © Beat Wermelinger.

Misteln sind immergrüne, halbparasitische Sträucher, die ihren Wirtsbaum auch Schaden zufügen können. Es gibt weltweit mehr als 1000 Pflanzenarten, welche als «Mistel» bezeichnet werden. In der Schweiz kommt nur eine Art vor, nämlich die weissbeerige Mistel (Viscum album). Man unterscheidet aber zwischen drei verschiedenen Unterarten, abhängig nach dem Wirtsbaum der Mistel: Tannenmistel, Föhrenmistel oder Laubholzmistel. Der Name Mistel ist mit dem Wort «Mist» verwandt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Vögel die Samen der Mistel fressen und diese dann auf anderen Bäumen wieder ausscheiden. So können sich die Misteln verbreiten.

Die Priester der Gallier – die Druiden – sollen früher die Misteln für Heil- und Fruchtbarkeitstränke benutzt haben. Das war wohl Inspiration für den Druiden Miraculix, der in den Asterix-Comics Misteln für seinen Zaubertrank benutzt.

Bei uns setzt sich auch langsam den Weihnachtsbrauch aus Amerika und England durch: Küssen sich zwei Menschen unter einem Mistelzweig, dann soll aus ihnen ein glückliches Paar werden, wie man sagt.

13. Dezember: Marienprachtkäfer

Marienprachtkäfer
Der Marienprachtkäfer steht auf der Liste der geschützten Tiere. © Hans Hillewaert [CC BY-SA 4.0], via wikimedia commons.

Der Marienprachtkäfer (Chalcophora mariana) ist mit 2.5 bis über 3 Zentimeter der grösste Prachtkäfer in Mitteleuropa. Er lebt in warmen Kiefernwäldern und ist sehr selten. In der Schweiz kommt er in der Region Chur, Tamins und Domleschg vor, ist aber nur selten zu sehen, da der flugfähige Käfer extrem scheu ist. Mit etwas Glück findet man ihn beim Sonnen auf Baumstämmen. In der Schweiz steht er auf der Liste der geschützten Tiere. Die Larven des Käfers entwickeln sich im Holz von toten und morschen Kiefern und ernähren sich von deren Holz.

12. Dezember: Tannenhäher

Tannenhäher, Nucifraga caryocatactes
Der Tannenhäher legt sich circa 6’000 Verstecke mit Wintervorräten an. © Beat Wermelinger.

Der Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes) ist ein typischer Nadelwaldbewohner. Im Sommer frisst der Tannenhäher vor allem Insekten. Im Winter ernährt er sich hauptsächlich von Arven- und Haselnüssen, die er im Herbst gesammelt und für den Winter versteckt hat. Jeder Tannenhäher sammelt dabei Unmengen an Arvennüssen. Pro Jahr sind das durchschnittlich 30’000 bis 100’000 Nüsse pro Vogel, die er an etwa 6’000 verschiedenen Orten versteckt. Er hat ein unglaubliches Erinnerungsvermögen, denn gut 80 Prozent seiner Verstecke findet er im Winter wieder – und das obwohl diese teilweise unter einer hohen Schneedecke verborgen sind. Die Samen, die er nicht wieder findet sorgen für die Verbreitung der Arvenbestände.

11. Dezember: Klosterfrau

Klosterfrau Panthea coenobita
Die Klosterfrau hat eine ähnliche Zeichnung wie die Nonne. © Harald Süpfle [CC BY-SA 3.0], via wikimedia commons.

Die Klosterfrau (Panthea coenobita) ist ein Nachtfalter und in der Schweiz heimisch. Sie kommt vor allem in Nadelwäldern vor und ihr Lebensraum zieht sich von Europa bis nach Sibirien. Ihre Eier legt die Klosterfrau in kleinen Gruppen direkt auf die Nadeln, wovon sich die Raupen dann später ernähren. Im Herbst verpuppen sich die Raupen und überwintern ein oder auch zwei Jahre.

Die Klosterfrau wird häufig mit der Nonne (Lymantria monacha) verwechseln, die im Weihnachtskalender am 4. Dezember beschrieben wurde. Die Zeichnung der beiden Nachtfalter sieht zwar ähnlich aus, aber das Weibchen der Nonne ist grösser und der Hinterleib ist etwas rötlich. Bei den Männchen hat die Nonne stark gekämmte Fühler im Unterschied zu der Klosterfrau, die fast fadenförmige Fühler besitzen.

10. Dezember: Christusdorn

Christusdorn
Der Milchsaft des Christusdorns ist hautreizend. © Dinkum [CC0 1.0], via wikimedia commons.

Der Christusdorn (Euphorbia milii) gehört zu der Familie der Wolfsmilchgewächse, wobei sich der Begriff Wolfsmilch auf den Reizstoff im Milchsaft bezieht. Der Milchsaft des Christusdorns ist also giftig und hautreizend. Deshalb sind tierische Schädlinge nur selten auf dem Christusdorn zu finden. Ursprünglich kommt der dornige, sukkulente Strauch aus Madagaskar und wurde erst im 19. Jahrhundert importiert. Seinen deutschen Namen soll er durch die Ähnlichkeit seiner Dornen mit der biblischen Dornenkorne Christi erhalten haben.

9. Dezember: Mönchskopf

© Stu's Images [CC BY-SA 3.0], via wikimedia commons.
Mönchsköpfe wachsen häufig in Hexenringen. © Stu’s Images [CC BY-SA 3.0], via wikimedia commons.

Der essbare Mönchskopf (Clitocybe geotropa) wächst vom September bis November an lichten Stellen im Laub- und Nadelwald. Er ist vermutlich in ganz Europa zu finden. Der Mönchskopf fällt nicht nur durch seine Grösse auf, sondern auch durch das Wachstum in sogenannten «Hexenringen». Solche Hexenringe entstehen dadurch, dass das Myzel des Pilzes in alle Richtungen gleich schnell wächst. Er ist ein guter Speisepilz. Besonders schmackhaft ist er, wenn man ihn in Streifen schneidet und gut anbrät.

8. Dezember: Gewöhnlicher Judasbaum

Judasbaum Cercis siliquastrum
Auch entlang des Stammes wachsen beim Judasbaum Blüten. © MichaelGaida, via pixabay.

Der Gewöhnliche Judasbaum (Cercis siliquastrum) ist vor allem in Südeuropa und Vorderasien vorzufinden. Wegen seiner schönen, intensiven Blütenfarbe wird er oft auch als Zierpflanze verwendet. Der Judasbaum gehört zu den wenigen Gehölzen in Europa, bei denen die sogenannte Stammblütigkeit zu beobachten ist. Das heisst, dass sich Blüten an sämtlichen verholzten Pflanzenteilchen bilden, sprich auch entlang des Stammes. Für Säugetiere und kriechende Insekten sind die Blüten und die späteren Früchte so besser erreichbar.

Der Legende nach wurde der Judasbaum nach Judas Ischariot benannt, der sich an solch einem Baum erhängt haben soll. Vor Scham sei der Baum darauf hin rot angelaufen und erhielt so seine rosa Blütenfarbe.

7. Dezember: Gewöhnlicher Tannenwedel

© H. Zell [CC BY-SA 3.0], via wikimedia commons.
Wie ein kleiner Tannenwald ragen die Tannenwedel aus dem Wasser. © H. Zell [CC BY-SA 3.0], via wikimedia commons.

Der gewöhnliche Tannenwedel (Hippuris vulgaris) wächst im stehendem oder langsam fliessenden Gewässer in etwa 20 bis 50 Zentimeter tiefen Wasser. Als Zierpflanze wird er oft in Teichen angepflanzt. In der Schweiz ist der Tannenwedel zurzeit als potentiell gefährdet eingestuft. Mit seinem nadeligen Blattbewuchs hat er Ähnlichkeit zu einer Tanne und ist deshalb nach ihr benannt.

Achtung: Oft wird der Tannenwedel mit Schachtelhalmen verwechselt. Der Tannenwedel gehört aber nicht zu den Schachtelhalmgewächsen, sondern zu den Samenpflanzen.

6. Dezember: Der Siebenpunkt-Marienkäfer

Der Siebenpunkt-Marienkäfer kommt in der Schweiz immer mehr unter Druck. © Beat Wermelinger.
Der Siebenpunkt-Marienkäfer kommt in der Schweiz immer mehr unter Druck. © Beat Wermelinger.

Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) ist beinahe weltweit verbreitet und hat eine grosse Verwandtschaft. Alleine in Mitteleuropa gibt es gut 70 verschiedene Arten. Wo er auftaucht ist er sehr beliebt. Neben dem «härzigem» Aussehen liegt das vor allem daran, dass sie Pflanzenschädlinge in Massen fressen und so von Gartenbesitzern sehr geschätzt werden. Deshalb gehörten sie auch zu den ersten Tieren, welche in der biologischen Schädlingsbekämpfung verwendet wurden.
Der Name «Marienkäfer» geht auf die heilige Maria zurück. Die Bauern glaubten früher, dass der Marienkäfer von ihr geschickt worden war um ihre Bäume und Sträucher vor Schädlingen zu schützen. Wegen seiner Nützlichkeit im Garten gelten die Marienkäfer schon seit frühen Jahren als Glückssymbol und gutes Omen.

Auf Schweizerdeutsch gibt es jede Menge unterschiedliche Bezeichnungen für den Marienkäfer: Himelgüegeli, Himels-Tierli, Jesus-Tierli, Herrgotts-Chäferli, Liebgottchäferli, Liebgotttierli, Liebgottchüeli, Heereloobeli, Muetergottes-Chäferli, Muetergottesgüegeli, Mueterchäferli, Frauechäferli, Frauetierli, Katriineli, Katriinechäferli, Chäfertriinli, Anketriineli, Ankechäferli, Brunnechüeli, Meiechüeli, Junichäferli, Goldgüegeli, Maartigoldgüegeli, Glücks-Chäferli, Schuemächerli…

5. Dezember: Die Stechpalme

© Annie Spratt, via unsplash.
Die immergrünen Zweige der Stechpalme schmücken während der Weihnachtszeit viele Wohnzimmer. © Annie Spratt, via unsplash.

Die Europäische Stechpalme (Ilex aquifolium) ist die einzige in der Schweiz heimische Art innerhalb der Familie der Stechpalmengewächse. Häufig werden die Stechpalmenzweige als Weihnachtsschmuck benutzt, da sie zum einen immergrün sind und schöne rote Beeren haben und zum anderen weil sie auch in beheizten Räumen lange nicht verwelken. Sagen zu Folge haben schon die Germanen im Winter Stall und Haus mit Stechpalmenzweigen geschmückt. In den Zweigen suchten gute Waldgeister und Feen Schutz vor der Kälte und schützten so Haus und Leute vor bösen Geistern, die in den dunklen Wintermonaten ihr Unwesen trieben.

P. S. Auf Englisch heisst die Stechpalme «holly wood» und ist somit Namensgeber für die Filmmetropole «Hollywood» im Westen der USA, wo es früher grosse Stechpalmenbestände gab.

4. Dezember: Die Nonne

© Beat Wermelinger.
Die Raupe der Nonne frisst bis zu 1’000 Fichtennadeln. © Beat Wermelinger.

Die Nonne (Lymantria monacha) ist ein Nachtfalter, der vor allem in dichten Fichten- oder Kiefernwäldern, teilweise auch in Mischwäldern, vorkommt. Die Population der Nonne schwankt zum Teil und gelegentlich kommt es zu Massenvermehrungen, besonders im Wallis. In solchen Jahren kann es zu erheblichen Schäden in den Nutzwäldern kommen. Denn im Frühling fressen die Raupen der Nonnen die frisch blühenden Knospen, später dann die Nadeln. Eine einzelne Raupe frisst bis zu 200 Kiefern- oder 1’000 Fichtennadeln. Dazu kommt, dass die Raupen beim Abbeissen auch die benachbarten Nadeln beschädigen.

3. Dezember: Der Götterbaum

Nicht nur in der Schweiz gilt der Götterbaum als eine invasive Pflanze. © Darkone [CC BY-SA 2.5], via wikimedia commons.
Nicht nur in der Schweiz gilt der Götterbaum als eine invasive Pflanze. © Darkone [CC BY-SA 2.5], via wikimedia commons.

Der Götterbaum (Ailanthus altissima) kommt ursprünglich aus China und dem nördlichen Vietnam. Da der Baum recht unempfindlich gegenüber Luftschadstoffen ist, wurde er in Städten rund um die Welt häufig angepflanzt, um dort entweder die Luftqualität zu verbessern oder als einfache Zierpflanze die Stadt zu verschönern. Nun ist er fast weltweit wildwachsend anzutreffen. In der Schweiz steht der Götterbaum schon seit einigen Jahren auf der schwarzen Liste der invasiven Neophyten. Denn er wächst nicht nur sehr schnell – bis zu zwei Meter pro Jahr – sondern er hat auch eine grosse Reproduktionsfähigkeit und kann so einheimische Arten schnell verdrängen.

2. Dezember: Die Mönchsgrasmücke

Mönchsgrasmücke ist in der Schweiz weit verbreitet. © Beat Wermelinger.
Mönchsgrasmücke ist in der Schweiz weit verbreitet. © Beat Wermelinger.

Die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) ist ein Singvogel, der in der Schweiz weit verbreitet ist. Fand man die Mönchsgrasmücke ursprünglich vor allem unterhalb von 1000 Meter, ist sie nun zunehmend auch höhere Lagen anzutreffen. In Österreich und in Bayern wird die Mönchsgrasmücke oft als «Schwarzplattl» bezeichnet. Dies liegt daran, dass die Männchen eine schwarze Federkappe besitzen. Die Jungvögel und die Weibchen hingegen haben eine rotbraune Federkappe. Teilweise sieht man auch Mönchsgrasmücken mit einer braun-schwarz gemischten Kappe: Das sind Männchen in ihrem ersten Winter.

1. Dezember: Der Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) ist in den Wintermonaten eine beliebte Zimmerpflanze. © pixabay.
Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) ist in den Wintermonaten eine beliebte Zimmerpflanze. © pixabay.

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) wird auch Adventsstern oder Christstern genannt und ist besonders über Weihnachten eine beliebte Zimmerpflanze. Die Hauptblütezeit reicht vom November bis in den Februar hinein. Sie gehört zu den sogenannten Kurztagspflanzen, die nicht mehr als zwölf Stunden Lichteinfall erhalten dürfen, um Blüten zu bilden. Bei uns in den Gärtnereien werden deshalb ab Oktober die Pflanzen in teils abgedunkelten Gewächshäusern gehalten, damit die Dunkelphase auf mindesten zwölf Stunden anwächst. Pünktlich auf die Adventszeit, bilden sich dann die farbigen Hochblätter.

Übrigens: Die intensiv gefärbten Hochblätter – meist rot– werden häufig für Blütenhüllblätter gehalten. Nicht verwechseln!