Der Rhabarber verwöhnt uns mit Vitamin C und frischem Geschmack in der Küche. © ulleo [CC-BY-SA-2.0], via pixabay.com
Der Rhabarber verwöhnt uns mit Vitamin C und frischem Geschmack in der Küche. © ulleo [CC-BY-SA-2.0], via pixabay.com

Was Sie über den Rhabarber wissen sollten

  • Selina Fehr

Als Schorle nimmt er Einzug in die Supermarkt-Regale, er läutet den Frühling in der Backstube ein und kommt als nostalgische Zutat des süssen Znachts auf den Tisch. Der Rhabarber ist wieder da! Die süss-sauren Stängel sind mit dem wilden Sauerampfer verwandt, kurbeln unsere Verdauung an und kamen von weit her als Heilmittel zu uns.

Wie jeder Küchenprofi weiss, brauchen insbesondere frische Zutaten eine jeweils spezifische Behandlung. Der Rhabarber ist davon keine Ausnahme. Was Sie bei den rot-grünen Stängeln beachten sollten, verraten wir Ihnen in den folgenden Tipps.

DOs und DON’Ts mit dem Rhabarber

Diese Dinge haben sich bewährt! Was Sie unbedingt tun sollten mit dem Rhabarber:

DO

Zum Geniessen

  • Kombinieren Sie die knackigen Stängel mit anderen intensiven Aromen: Beispielsweise mit Ingwer, Vanille, Holunderblütenextrakt oder Himbeeren.
  • Essen Sie Rhabarber statt exotisches Obst. Die Stängel enthalten sehr viel Vitamin C, dazu andere wichtige Nährstoffe und Mineralien und wachsen erst noch in Grosis Garten.
  • Durchstöbern Sie Kochbücher und das Internet nach neuen Rezeptideen oder fragen Sie Ihre Grossmutter – es muss nicht immer Kompott auf Zwieback sein.

Zum Nachschub-Holen

  • Ernten Sie Rhabarberstängel zwischen April und Juni. Laut einer Bauernregel soll der Rhabarber nach dem Johannistag, dem 24. Juni, stehen gelassen werden. Ab dann nehmen nämlich unerwünschte Stoffe in der Pflanze zu – vor allem aber braucht der Stock eine Ruhepause, um im nächsten Jahr wieder üppig zu spriessen.
  • Teilen Sie frühzeitig Ihren Rhabarberstock im Garten und pflanzen Sie die Segmente an anderer Stelle wieder ein. Saft und Kraft bleiben in einem Stock für acht bis zehn Jahre. Der vorausschauende Hobbygärtner vermehrt den Stock bevor alles zäh und faserig ist.
  • Falls Sie keinen Stock im Garten haben, hier unsere Einkauftipps: Kaufen Sie feste Stängel, an denen auch die Enden saftig aussehen. Die Haut sollte einen frischen Glanz aufweisen. Wellige Rhabarberstängel sind noch nicht reif, in dem Fall besser auf den Kauf verzichten.

Zum Haltbarmachen

  • Lagern Sie die frischen Stängel im Kühlschrank: Am besten in ein feuchtes Baumwolltuch gewickelt im Gemüsefach.
  • Verlängern Sie die süss-saure Saison: Füllen Sie Konfitüregläser heiss ein oder frieren Sie die Stängel gekocht oder roh ein. Dann müssen Sie nicht auf Erdbeer-Rhabarber-Tiramisù verzichten, falls die Schweizer Erdbeeren erst im Juli kommen.

DON’T

Auf der Zunge ist er prickelnd fein, der Rhabarber hat aber auch seine Tücken. Lesen Sie im folgenden Abschnitt, was es zu vermeiden gilt beim Rhabarber:

Vorsicht Oxalsäure!

  • Essen Sie nicht die Blätter des Rhabarbers! Diese enthalten viel Oxalsäure, was Nieren- und Blasensteine begünstigt.
  • Roh sollten Sie die Stängel höchstens in sehr kleinen Mengen essen. Für gekochten Rhabarber gibt es jedoch unzählige Rezepte.
  • Warten Sie mindestens eine halbe Stunde nach dem Rhabarbergenuss, bevor Sie Ihre Zähne mit der Zahnbürste bearbeiten. Die Säuren greifen nämlich den Zahnschmelz an.
  • Und wenn wir schon bei der Super-Säure sind: Rhabarbergerichte sollten Sie nie mit Aluminiumfolie abdecken und auch nicht in Töpfen oder anderen Gefässen aus Aluminium aufbewahren. Die starke Säure löst das Metall, das dann beim Verzehr mit aufgenommen würde.

Vorsicht Sprache!

  • Bezeichnen Sie den Rhabarber nicht als Frucht – Monsieur Rhubarbe est un légume! Und kommt eigentlich aus China…