Bei Mutterkühen ist Vorsicht geboten. | © LID, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Bei Mutterkühen ist Vorsicht geboten. | © LID, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Gefahrlos über Alpweiden wandern

  • Amanda Buol

Das Wetter ist wieder wärmer und Schnee hat es nur noch in schattigen Tälchen. Kurz: es ist wieder Wanderzeit! Auch das Vieh ist bereits auf der Alp. Um den Tieren sicher begegnen zu können, müssen einige Regeln beachtet werden.

Die Wandersaison hat begonnen und man trifft wieder auf zahlreichen Wanderwegen Berggänger. Auch die Nutztiere haben die Alpen wieder bestossen und fressen sich an den Bergkräutern satt. Dabei kann es vorkommen, dass sich der Weg der Wanderer mit dem der Tiere kreuzt. Beim Zusammentreffen kann es auch zu gefährlichen Situationen kommen. Damit es nicht soweit kommt, sollten man folgendes beachten.

Wie reagiere ich bei Mutterkühen?

Kühe haben einen starken Mutterinstinkt. Sieht sie ihr Kalb in Gefahr, schreckt sie nicht zurück, es zu verteidigen. Jährlich hört man von Zwischenfällen, bei denen ein Berggänger von einer Kuh angegriffen wurde. Dabei muss man nur wenige Regeln beachten um einen solchen Zwischenfall vermeiden zu können.

  • Oft warnt ein Schild vor Mutterkühen auf der Weide
  • Wenn möglich, umgehen Sie die Weide
  • Bei Durchquerung verhalten Sie sich ruhig
  • Halten Sie grossen Abstand
  • Hunde unbedingt an die Leine nehmen und nur im Notfall loslassen
  • Vermeiden Sie Kontakt zum Kälbchen
  • Kein lärmendes Verhalten und ruckartige Bewegungen
  • Achten Sie auf die Körperhaltung der Kühe (Bsp. gesenkter Kopf)

Keine Angst vor Herdenschutzhunde

Herdenschutzhunde werden immer häufiger auf Alpen eingesetzt zur Verteidigung der Herde vor drohenden Gefahren, wie beispielsweise einen Wolfsangriff. Die grossen Hunden wirken bedrohlich und man begegnet ihnen mit Respekt. Wenn man sich jedoch richtig verhält, steht der Überquerung einer Weide nichts mehr im Wege:

  • Bleiben Sie ruhig, wenn Schutzhunde bellen
  • Versuchen Sie, die Herde zu umgehen und möglichst wenig zu stören
  • Provokationen mit Stöcken und schnelle Bewegungen vermeiden
  • Eigenen Hund an die Leine nehmen
  • Biker und Jogger: Halten Sie an und gehen Sie langsam an der Herde vorbei
  • Schutzhunde nicht streicheln, falls sie entgegenkommen
  • Füttern Sie die Schutzhunde nicht
  • Vermeiden Sie das Spiel mit ihnen
  • Ignorieren Sie die Schutzhunde, wenn sie Ihnen beim Weitergehen folgen