Kreuzotter ist eine der beiden giftigen Schlangenarten in der Schweiz. | © Chris H, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Kreuzotter ist eine der beiden giftigen Schlangenarten in der Schweiz. | © Chris H, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Vorsicht! Giftige Tiere aus der Schweiz

  • Amanda Buol

Königskobra, Pfeilgiftfrösche oder Würfelqualle haben etwas gemeinsam: Sie sind sehr giftig. Jedoch kommen sie zum Glück nicht in unseren Breitengraden vor. Trotzdem gibt es auch in der Schweiz Tiere, die giftig sind und für uns gefährlich werden könnten.

Wieso gibt es giftige Tiere? Sie produzieren Toxine nicht einfach so, sondern haben einen guten Grund. Meist helfen die Gifte beim Beutefang, indem es betäubt oder sogar tötet. Es schützt auch vor Angreifer, indem man für sie ungeniessbar wird. Uns sind vor allem giftige Tiere in den exotischen Breitengraden bekannt, aber auch in der Schweiz findet man welche. Zum Glück sind es nur wenige und ihre Toxine nicht tödlich.

Kreuzotter und Aspisviper

Nur diese beiden Schlangenarten aus der Schweiz sind giftig. Während die Kreuzotter nur ab einer Höhe von 1500 m.ü.M. vorkommt, findet man die Aspisviper nur im Tessin, Wallis sowie in der westlichen Hälfte der Alpen und dem Jura. Zwar kommt ab und zu vor, dass ein Mensch von einer dieser Schlangen gebissen wird, jedoch ist die Medizinische Versorgung in der Schweiz sehr gut, so dass die Bisse schnell behandelt werden können. Falls Sie von einer Schlange gebissen werden, sollten Sie schnell einen Arzt aufsuchen.

Dazu hat die Karch (Koordinationsstelle für Amphibien und Reptilien Schweiz) ein Infoblatt zusammengestellt »

Wespe und Co.

Insekten wie Honigbienen, Hornissen oder Wespen besitzen einen Stachel. Stechen sie zu, wird das Gift in injiziert und breitet sich im Körper aus. Dem Mensch macht diese Menge Gift für gewöhnlich nichts aus. Sind Sie jedoch allergisch, dann kann es schnell gefährlich werden. Ansonsten gibt es meist eine leichte Schwellung um die Stichwunde.

Unangenehme Spinnenbisse

Beinahe alle Spinnen produzieren Gift, da sie es brauchen um ihre Beute zu betäuben. Aber viele der Spinnenarten können uns nichts antun, da ihre Beisswerkzeuge, mit denen sie das Gift absondern, nicht durch unsere Haut dringen können. Es gibt trotzdem einige Arten, die schmerzhafte Bisse oder Juckreiz verursachen können. Dazu gehören die Dornfingerspinne, die Wasserspinne und die Kreuzspinne.

Bei diesen Tieren sollte man aufpassen

Wer hätte es gedacht, auch in der Schweiz gibt es Skorpione. Diese sind jedoch weit weniger gefährlich als ihre Kameraden in den Tropen. Trotzdem schmerzt sein Stich so wie der einer Biene. Aber auch Wasserskorpione und Rückenschwimmer verursachen schmerzhafte Stiche und die roten Waldameisen sorgen mit ihrer Säure für Juckreiz.

Amphibien wie die Gelbbauchunke sowie der Feuersalamander sondern ein Sekret auf der Haut ab, der bei Menschen je nachdem ein leichtes Jucken.

Auch das Tier des Jahres 2016, die Wasserspitzmaus, produziert Gift, welches für uns harmlos ist. Es befindet sich in ihrem Speichel und sie benötigt es um ihre Beute zu lähmen.