Ein Zweig der Kornelkirsche ergibt ein schönes Valentintagsgeschenk.  © Erich Ferdinand, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Ein Zweig der Kornelkirsche ergibt ein schönes Valentintagsgeschenk. © Erich Ferdinand, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Augen auf beim Schnittblumenkauf      

  • Redaktion Naturschutz

Am Valentinstag werden wieder zahlreiche Rosen verschenkt. Aber ist das nachhaltig? Auch beim Blumenkauf kann auf Regionalität, Saisonalität und Fairness geachtet werden. Wir haben Tipps und Alternativen für Geschenke am Tag der Liebenden zusammengestellt.

Der 14. Februar ist für die Blumengeschäfte der umsatzreichste Tag des Jahres. Am Valentinstag werden in der Schweiz bevorzugt Rosen verschenkt. Dass bei uns keine Saison ist, wird dabei vergessen. Aus bis zu 6000 km Entfernung werden diese edlen Blüten zu uns gebracht und sie könnten sogar unserer Gesundheit schaden. Wenn die Liebste aber nicht auf Blumen verzichten will, haben wir hier ein paar Tipps:

Saisonal und regional

Bei Blumen ist es wie mit dem Obst und Gemüse: Saisonal und Regional sollen sie sein. Rosen blühen nicht im Februar. Aus diesem Grund werden sie extra aus Afrika oder Südamerika eingeflogen. Zu den Saisonalen Blumen zählen Tulpen und Iris sowie Krokus.

Welche Blumen wann Saison haben lesen Sie hier »

Möglichst Bio-Blumen

Schlecht für die Gesundheit wird es, wenn mit Pestizid belastete Blumen gekauft werden. Die aus Afrika und Südamerika stammenden Rosen werden meist mit gefährlichen Mitten bespritzt. Rückstände des Gifts sind oft auf den Rosen nachweisbar. Nicht nur die eigene Gesundheit wird dadurch geschädigt, sondern auch die der Beschäftigten.

Daher wären Schnittblumen mit dem Bio-Label ein Schritt in die richtige Richtung. Leider konnte sich Bio bei Blumen noch nicht etablieren und es ist schwierig sie in Geschäften zu erhalten. Im Zweifel kann man den Blumenhändler fragen und dieser wird gleich zum Thema sensibilisiert. Oft findet man Bio-Blumen an Wochenmärkten oder in ökologischen Gärtnereibetrieben.

Faire Blumen

Wenn es trotzdem Rosen sein müssen, dann sollten wenigstens welche mit dem Siegel „Fairtrade“ gekauft werden. Die Arbeitsbedingungen in Afrika und Südamerika sind oft schlecht, von Ausbeutung geprägt und der Pestizideinsatz ist hoch. Blumen mit dem Fairtrade-Siegel wurden nach klar definierten sozialen und umweltverträglichen Standards produziert. Inzwischen können Rosen mit dem Siegel in beinahe jedem Blumengeschäft und Supermarkt gekauft werden.

Keine Blumen mit zweifelhafter Herkunft

Die Finger sollte man von Blumen lassen, deren Herkunft sich nicht bestimmen lässt und kein verlässliches Label haben. Denn diese Unternehmen begünstigen genau unfaire Arbeitsbedingungen und übermässigen Pestizideinsatz.

Alternativen zu Schnittblumen

Im Februar ist die Natur zwar noch nicht soweit fortgeschritten, dass Wiesenblumen selber gepflückt werden könnten, doch Zweigen mit Knospen sind es alleweil. So lassen sich Weiden-, Rosskastanien-, Apfel-, Kirschen-, Hasel-, Pflaumen- Kornelkirsche- oder Forsythienzweige gut sammeln und in Wasser einstellen. Nach ein paar Tagen hat man das Vergnügen von Blüten oder/und kleinen grünen Blättchen. So holt man sich ein Stück regionale Natur ins Wohnzimmer und erfreut seine/n Liebste/n auf eine ganz persönliche Weise. Aber Achtung – für Pollenallergiker ist es vielleicht nicht das beste Geschenk.

 

Erstveröffentlichung Februar 2016 von Amanda Buol, Überarbeitung Februar 2017 von Cécile Villiger.

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