Arbeitspferd in Petra | © Vier Pfoten / Abo Inshad
Arbeitspferd in Petra | © Vier Pfoten / Abo Inshad

Tierschutz in den Ferien: Was muss man beachten?

  • Amanda Buol

Andere Länder, andere Sitten – gerade das ist ja das Schöne in den Ferien. Es gilt allerdings zu beachten, dass Tierschutzstandards im Ausland selten auf so hohem Niveau wie in der Schweiz sind. Und was Touristen auf den ersten Blick als reizvolle Urlaubsattraktion oder als kulinarische Delikatesse erscheint, ist vielleicht mit Qualen der Tiere verbunden.

Man fährt in die Ferien, um dem Alltag zu entkommen, die Seele baumeln zu lassen, um fremde Städte zu besuchen oder am Strand zu liegen. Ab und zu leistet man sich auch mal etwas, wie Kamelreiten oder Souvenirs. Dabei sollte an den respektvollen Umgang gegenüber den Tieren gedacht werden. Vier Pfoten hat dafür einige Tipps zusammengestellt:

Streunende Tiere nicht füttern!

Was Touristen vor allem in südlichen Ländern sofort ins Auge springt, ist die teilweise grosse Anzahl an streunenden Tieren. Man lässt sich als Tierliebhaber leicht dazu verleiten, die Tiere zu füttern. „Das Problem ist, dass sich die Streuner sehr rasch an diese Nahrungsquelle gewöhnen, die dann nach der Feriensaison sofort wieder versiegt“, sagt Julie Stillhart, Länderchefin bei Vier Pfoten Schweiz.

Fotos mit Tieren

Immer öfter werden Touristen Fotos mit Wildtieren angeboten, sehr beliebt sind natürlich Tierbabys. Aber auch auf Fotos mit ausgewachsenen Tieren wie zum Beispiel Papageien sollte verzichtet werden. Es handle sich dabei um reine Geschäftemacherei auf Kosten der Tiere, die meist unter inakzeptablen Bedingungen gehalten werden.

Elefanten-, Pony-, Esel- und Kamelritte

Ebenfalls ein Klassiker unter den Touristen-Attraktionen, besonders in exotischen Ländern, sind Elefanten-, Pony-, Esel- und Kamelritte. Aber Vorsicht: Die meisten dieser Tiere werden nicht artgemäss gehalten. Oft sind sie auch den ganzen Tag über der Hitze ausgesetzt, ohne Zugang zu frischem Wasser.

Tierkämpfe oder Aquarienparks

Von Sportereignissen und Wettkämpfen mit Tieren wird empfohlen, sich fernzuhalten um diese nicht zu fördern. Ob es die traditionellen Stierkämpfe in Spanien und Portugal oder die grausamen Hunde-, Bären- oder Hahnenkämpfe sind: Ihnen ist gemeinsam, dass Tiere dafür gequält werden. Dasselbe ist auch in Aquarienparks der Fall. Auf Shows mit Meeressäugern und Schwimmen mit Delfinen sollte auf jeden Fall verzichtet werden.

Augen auf beim Souvenirkauf

Beim Kauf von Souvenirs sollte man vorsichtig sein. In vielen Geschäften werden Gegenstände aus Elfenbein, Schildkrötenpanzer, Lederprodukte aus Häute exotischer Tiere oder Korallen angeboten. Mit dem Kauf trägt man zur Ausrottung geschützter Arten bei. Ausserdem ist die Einfuhr von Souvenirs, die von bedrohten Arten stammen, nach dem Washingtoner Artenschutz-Abkommen nicht erlaubt und wird mit Geldbussen und sogar Freiheitsstrafen geahndet.

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