Mit einfachen Tricks entstehen schön verzierte Eier. | © Somewhere in the world today...,  [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Mit einfachen Tricks entstehen schön verzierte Eier. | © Somewhere in the world today..., [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Ostereier einfach und natürlich färben

  • Redaktion Naturschutz

Bald ist Ostern und die beliebte Tradition des Eierfärbens steht an. Wie jedoch soll man die Eier färben, ohne die Natur allzu stark zu belasten? Hier gibt es einige Tipps.

Zu Ostern gehören gefärbte Eier, wie der Schokoladenosterhase, einfach dazu. Kinder wie auch Erwachsene verzieren sie mit zahlreichen Farben und Mustern um sie nachher beim „Eiertütschen“ duellieren zu lassen. Wie kann man aber Eier umweltfreundlich und nachhaltig dekorieren?

Augen auf beim Eierkauf

Beim Kauf der Eier soll darauf geachtet werden, dass die Eier aus Freilandhaltung oder aus biologisch kontrollierter Landwirtschaft stammen. Mit der Wahl solcher Eier werden der Tierschutz und freier Auslauf für die Hühner gewährleistet. Am Besten kaufen Sie die Eier natürlich beim Bauern in Ihrer Umgebung.

Eier natürlich färben

Das Färben von Eiern ohne chemische Farben ist sehr einfach und einige der Materialien hat man bereits zu Hause. So können Eier einfach zusammen mit den entsprechenden Kräutern im Wasser gekocht werden und schon hat die Eierschale die Farbe angenommen. Damit die Schale die Farbe besser annimmt, kann das Ei vor dem Wasserbad mit Essig gereinigt werden. Die Natur bietet eine breite Palette an Farben:

  • Gelbe Farbtöne: Birkenblätter, Brennesselblätter, Safran, Kamillenblüten, Kurkuma, Karotten
Kurkuma, natürlich in Pulverform, ergibt die wahrscheinlich intensivste Gelbfärbung. | © Forest and Kim Starr [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Kurkuma, natürlich in Pulverform, ergibt die wahrscheinlich intensivste Gelbfärbung. | © Forest and Kim Starr [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
  • Blaue Farbtöne: Holunderbeeren, Heidelbeeren, Rotkraut
Rotkraut, auch Blaukraut genannt, färbt die Eier in einem schönen Blau. | © Laura D'Alessandro [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Rotkraut, auch Blaukraut genannt, färbt die Eier in einem schönen Blau. | © Laura D’Alessandro [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
  • Grüne Farbtöne: Johanniskraut, Efeublätter, Spinat, Petersilie
Mithilfe von Spinat oder auch Brennnesseln werden die Eier in ein zartes grün getaucht. | © 305 Seahill [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Mithilfe von Spinat oder auch Brennnesseln werden die Eier in ein zartes grün getaucht. | © 305 Seahill [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
  • Rote Farbtöne: Randen, schwarze Johannisbeeren, Cranberrysaft
Randen verleihen den Eiern eine zarte Rosa-Färbung. | © Leisl [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Randen verleihen den Eiern eine zarte Rosa-Färbung. | © Leisl [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
  • Braune Farbtöne: Kaffee, Schwartee, Zwiebelschalen
Die Häute von Zwiebeln ergeben eine bräunliche Farbe. | © Thad Zajdowicz [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Die Häute von Zwiebeln ergeben eine bräunliche Farbe. | © Thad Zajdowicz [CC-BY-SA-2.0], via flickr.com
Und so funktioniert’s genau:

  1. Kräuter und Pflanzen (entsprechend Ihres Farbwunsches) zusammen mit den Eiern in einen Kochtopf geben und mit Wasser auffüllen.
  2. Aufkochen, dann während 20 Minuten köcheln lassen.
  3. Wem nach 20 Minuten die entstandene Eierfarbe gefällt, kann das Wasser abgiessen und sogleich mit Schritt Nummer 5 fortfahren. Wer aber eine intensivere Färbung wünscht, kann Folgendes machen:
  4. Sie können den Topf vom Herd nehmen und die Eier für weitere 2-4 Stunden (oder gar über Nacht) bei Zimmertemperatur im Sud ziehen lassen.
  5. Fischen Sie die Eier aus dem Sud. Nachdem Sie die Eier abgetrocknet haben, nehmen Sie ein wenig Öl und reiben damit die Eier ein, um ihnen zusätzlichen Glanz und Farbintensität zu verleihen.

Weiterer Tipp: Je nach Wahl der Pflanzen lohnt es sich, die Kräuter, Gemüse oder Beeren zuerst ohne Eier für einige Zeit (20 Minuten bis eine Stunde) simmern zu lassen, um einen farbintensiven Sud zu erhalten.

Verzierungen machen das Ei einzigartig

Bevor das Ei gekocht wird, können Verzierungen angebracht werden. So können kleine Pflanzenblätter und -Blüten gesammelt werden. Die Eier werden am besten mitsamt den Blättern, welche mit ein bisschen Wasser an die Schale geklebt werden, in einem Nylonstrumpf gekocht. So verrutschen die Verzierungen nicht. Die bedeckte Stelle wird dabei nicht eingefärbt und zurück bleibt ein Muster des Blattes. Auch können Bänder um das Ei gelegt oder Motive mit Klebestreifen abgeklebt werden. Filigrane Muster entstehen mit Hilfe von Zitronensaft oder geschmolzenem Wachs. Nach dem Färben kann das Wachs am Ei kleben bleiben oder abgekratzt werden. A propos Abkratzen, wunderschöne Verzierungen können auch mit einem spitzigen Gegenstand in die Schale geritzt werden. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt!

Erstveröffentlichung: 21. März 2016 durch Amanda Buol